Dieser Artikel dient als Ergänzung zum Hauptartikel MPlayer und behandelt mögliche Probleme und ihre Lösung.
ERROR: Could not open required DirectShow codec wmvdmod.dll
Bekommt man diese oder eine ähnliche Meldung beim Abspielen eines Videos mit MPlayer, fehlen einem proprietäre (Windows-) Codecs. Um diese in Ubuntu zu integrieren, kann man sich die fehlenden Codecs mit den Paketen w32codecs bzw. w64codecs (für 64-Bit Systeme) über Medibuntu nachinstallieren.
Alternativ lädt man von der MPlayer-Webseite die Binary Codec Packages
für die gewünschte Architektur (32-/64-Bit) herunter und entpackt [1] sie. Nun erstellt man das Verzeichnis /usr/lib/codecs mit dem Befehl [2]:
sudo mkdir /usr/lib/codecs
Dorthin kopiert man nun die entpackten Codecs. Die Fehlermeldung sollte nun nicht mehr erscheinen.
Wenn das Programmfenster unter Compiz transparent erscheint, kann man mit Alt+Mausrad_Hoch bzw. Alt+Mausrad_Runter die Transparenz des Fensters ändern. Wenn das nicht hilft, muss man Compiz bzw. die Desktop-Effekte abschalten.
MPlayer sucht automatisch nach einem Ausgabemodul für den Sound, insofern keines explizit angegeben wurde. Die grafischen Oberflächen vom MPlayer lässt sich oft ein bestimmtes Modul vorgeben (z.B. bei SMPlayer unter "Optionen -> Einstellungen -> Allgemein -> Audio: Ausgabe Gerätetreiber").
Bei einer Minimal-Installation werden neben den Kernel-Treibern keine Soundserver installiert, was dazu führen kann, dass MPlayer keinen Ton ausgibt. Hier hilft es, z.B. die Pakete
alsa-utils
asoundconf-gtk (universe[3])
zu installieren, wobei mit dem letztgenannten die Soundkarte ausgewählt werden kann.
Nun kann im MPlayer als Ausgabemodul alsa ausgewählt werden.
Falls man die Fehlermeldung
Error opening/initializing the selected video_out (-vo) device
bekommt, kann man folgende Möglichkeiten zur Lösung probieren:
Man kann versuchen, den MPlayer mit besonderen Angaben zu starten:
mplayer -vo x11,xv,sdl /pfad/zum/video (Achtung: wahlweise entweder x11 oder xv oder sdl)
Dann sollte man normalerweise ein Bild bekommen. Dieser Befehl muss nur einmal ausgeführt werden. Anschließend kann man über die grafische Oberfläche von MPlayer ggf. weitere Treiber unter Einstellungen ausprobieren.
Wenn möglich, sollte man den Video-Treiber auf xv oder sdl setzen, da x11 nur Softwareskalierung für Höhe und Breite des Videos unterstützt, was die CPU des Rechners stark belasten kann. Kommt es bei Verwendung von Compiz zu einem Flackern des Videos, hilft es meistens, die Desktop-Effekte auszuschalten.
Bei Verwendung von sdl kann es unter Umständen zu einem schwarzen Bildschirm kommen. Dann wird die Hardware-Videobeschleunigung seitens der Grafikkarte vermutlich nicht unterstützt. In diesem Falle wechselt man in eine andere virtuelle Konsole und beendet den MPlayer-Prozess mit dem Befehl kill.
Eine andere Möglichkeit ist es, den Treiber für den Video Output per Konfiguration zu wechseln. Dazu lässt man sich zunächst über den Befehl
mplayer -vo help
eine Liste der verfügbaren Video-Treiber ausgeben. Anschließend sollte man in der Datei ~/.mplayer/gui.conf (sowie evtl. zusätzlich in ~/.mplayer/config) den entsprechenden Eintrag für den Videotreiber ändern[4], also zum Beispiel:
vo_driver = "xmga"
in
vo_driver = "xv"
Hat man eine Grafik-Konfiguration wie unter Grafikkarten/ATI/fglrx beschrieben und noch keine Änderungen an den Standardwerten der xorg.conf vorgenommen, kann es unter Umständen helfen, den Parameter vo_driver wie oben beschrieben zunächst auf x11 zu setzen. Erhält man daraufhin ein Videobild im MPlayer (auch wenn dieses unter Umständen flackert), sollte man die unter Grafikkarten/ATI/fglrx/Problembehebung beschriebenen Maßnahmen durchführen (Video Overlay an- und OpenGL Overlay ausschalten) und anschließend den XServer neu starten. Danach stellt man den Video-Treiber nach Möglichkeit wieder auf xv oder sdl.
Bei (Breitbild-)Monitoren mit einem anderen Seitenverhältnis als 4:3, muss für eine korrekte Anzeige im Vollbild-Modus in der Datei ~/.mplayer/config das Seitenverhältnis des Monitors eingetragen werden [3]. Beispielsweise müsste man bei einer Auflösung des Monitors von 1280x1024
monitoraspect=5:4
eintragen.
Manche Anwender klagen über eine Flut von lästigen Fehlermeldungen und Hinweisen, die der MPlayer besonders beim Vorspulen ausgibt. Wenn das Programm ansonsten seinen Dienst tut, kann man diese Meldungen unterdrücken, indem man in der Konfigurations-Datei den Hinweis
really-quiet="1"
setzt. Dies sorgt dafür, dass nur noch Fehlermeldungen von erheblicher Bedeutung ausgegeben werden.
Diese Revision wurde am 11. April 2012 20:09 von ubot erstellt.
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