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2009-22

Der Ubuntu-Wochenrückblick lässt das Geschehen der vergangenen Woche rund um Ubuntu Revue passieren. Themen dieser Ausgabe sind unter anderem die Ubuntu Developer Summit in Barcelona, Linux Mint 7 und eine Suchmaschine für Debian-Quellen. Viel Spaß beim Lesen!


Audio-Ausgabe

Eine vertonte Version des Ubuntu-Wochenrückblicks wird von RadioTux zur Verfügung gestellt: RadioTux

Top-Nachrichten

Ubuntu Developer Summit in Barcelona

Letzte Woche fand von Montag bis Freitag in Barcelona die UDS Karmic statt, auf der die wesentlichen Punkte der nächsten Ubuntu-Version Karmic Koala besprochen wurden. Laut Phoronix {en} soll Plymouth nicht in Ubuntu 9.10 integriert sein und mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch niemals in Ubuntu allgemein Einzug finden. Grund dafür ist, dass Canonical den Startvorgang auf unter zehn Sekunden kürzen will, die Initialisierung von Plymouth würde dabei zuviel Zeit in Anspruch nehmen und den Startvorgang abbremsen.

Das Ubuntu-Desktop-Team hat Totem erneut zum Standard-Videoplayer gewählt. Damit Banshee der neue Standard-Musikplayer in Karmic Koala wird, sollte er eine automatische Bibliotheksaktualisierung und einen barrierefreien Zugang zu Grundfunktionen bieten.

Außerdem wurde ein Projekt vorgestellt, das Android-Anwendungen auf Ubuntu lauffähig machen soll. Dazu musste nur ein Treiber geschrieben werden, der die Kommunikation zwischen den Prozessen regelt. Um auf die normalen Bibliotheken zugreifen zu können, wurde zudem eine Programmbibliothek namens „libwrap“ entwickelt. Bisher ist der Treiber noch im Prototypstadium. Der Quelltext des Projektes ist zum jetzigem Zeitpunkt ebenfalls noch nicht veröffentlicht.

Die Idee eines neuen Paketmanagers, der die bisherigen ablösen und gleichzeitig einen höheren Komfort bringen soll, stand auf der UDS ebenfalls zur Diskussion. Durch die Vereinigung von Synaptic, Update Manager und Rechner-Hausmeister entstünde ein einheitliches und übersichtliches Programm namens AppCenter für die Paketverwaltung. Ob es tatsächlich einmal in Ubuntu Einzug halten wird, steht allerdings noch offen.

Quellen: Linux Magazin, Murat Gunes Blog {en} , LinuxCommunity, ars technica {en} , Golem, Pro-Linux, LinuxCommunity, heise open, Linux Magazin, linuxmint.com {en} , The Linux Mint Blog {en} , linuxmintusers.de, Softpedia, Stefano Forenza's Blog {en}

Rund um Ubuntu

Anleitungen

Nginx als umgekehrter Proxy

Ubuntu Geek {en} zeigt, wie mittels des schmalen Webservers Nginx das Optimum aus einem virtuellen, privaten Server herausgeholt werden kann.

Quelle: Ubuntu Geek {en}

Aus den Nachrichten

Ubuntu-Paketbau leicht gemacht

Mit dem grafischen Frontend Giftwrap {en} von Vadim Peretokin ist es Entwicklern möglich, ihre Programme als fertige Deb-Pakete anzubieten. Das Programm ist ein Fork des nicht mehr weitergeführten Projekts Deb-Creator. Allzu große Erwartungen sollte man jedoch noch nicht haben, da es sich in einem sehr frühen Entwicklungsstadium befindet.

Quellen: heise open

Nexenta 2.0 mit Ubuntu-8.04-Paketen

Das freie Betriebssystem Nexenta Core Platform {en} ist in der Version 2.0 erschienen. Seine Besonderheit ist die Mischung aus Open-Solaris-Kernel und Debian- bzw. Ubuntu-Paketen. Dabei setzt diese Version auf der letzten LTS-Version Hardy Heron auf. Ein Comic begleitet dieses Release.

Quellen: Linux Magazin, Pro-Linux, LinuxCommunity

Ubuntu poliert GNU Screen auf

Das Terminal-Programm GNU Screen ermöglicht unter anderem die Benutzung mehrerer eigenständiger Terminalsitzungen innerhalb eines Fensters. Ubuntu erlaubt nun, verschiedene Themeprofile in diesem Werkzeug zu verwenden. Diese dienen sowohl der optischen Aufpeppung als auch der Erweiterung um zusätzliche Funktionen, wie zum Beispiel Statusanzeigen am Fuß des Fensters mit Informationen zum Host der Sitzung, die CPU-Last, der verfügbare Speicher und die Verbindungsgeschwindigkeit.

Quelle: Enterprise Networking Planet {en}

Linux Mint 7 erschienen

Linux Mint 7 mit dem Codenamen „Gloria“ ist letzte Woche veröffentlicht worden. Die Distribution basiert auf der neuen Ubuntu-Version 9.04 und kommt mit vorinstallierten Codecs und zusätzlichen Programmen. Linux Mint soll nun noch benutzerfreundlicher als Ubuntu sein und hat bereits den dritten Platz auf DistroWatch.com {en} eingenommen. Die auffälligste Neuerung wird wohl das Erscheinungsbild des Desktops sein: Mit der neuen Murrina Engine verspricht man sich zudem eine höhere Leistung. Zusätzlich wird ein neues Icon-Set namens Gnome Colors {en} mit dem neuen Theme Shiki Colors {en} verwendet. Außerdem sind Verbesserungen und Aktualisierungen in mint-spezifischen Programmen wie mintUpload oder mintMenu dabei.

Quellen: Ikhaya, Golem, Pro-Linux, heise open, LinuxCommunity, Linux Magazin, The Linux Mint Blog {en}

Launchpad's YouTube-Channel

In dem von Matthew Revell neu eingerichteten Youtube Channel {en} von Launchpad {en} sollen in Zukunft unter anderem Tutorials und neue Features vorgestellt werden. Es wird ausdrücklich um Beiträge in Form von Videowünschen beziehungsweise die Einsendung eigener Videos gebeten.

Quelle: Launchpadblog {en}

Sparklines!

Dank Martin Albisetti veranschaulicht nun ein kleines Diagramm die Aktivität über die letzten 90 Tage in den verschiedenen Entwicklungszweigen der Launchpad-Projekte.

Quelle: Launchpadblog

Das neue Magazin „Ubuntu User“

Der Verlag Linux New Media AG, der unter anderem auch Herausgeber von EasyLinux, LinuxUser und Linux Magazin ist und die Plattform Linux-Community stellt, hat ein neues Magazin angekündigt. Es ist das erste, das sich ausschließlich mit einer Distribution beschäftigt, nämlich Ubuntu. Neben Interviews und Neuigkeiten für die Community soll das Magazin auch Anleitungen enthalten sowie über Tipps und Tricks informieren. Eine deutschsprachige Ausgabe ist noch für dieses Jahr geplant.

Quellen: Karl-Tux-Stadt, Linux Pro Magazine {en} , Ubuntu User {en}

Oxygen und Human

Das Icon-Set Breathe {en} soll das Ubuntu-Standard-Theme Human und KDE4-Icon-Set Oxygen vereinen. Momentan befindet sich das Projekt bei der Versionsnummer 0.43. Das Breath-Team sucht zur Zeit noch Künstler und Ubuntu-Entwickler, die bereit sind, am neuen Icon-Set mitzuhelfen.

Quelle: LinuxCommunity

Ubuntu UK Podkast - S02E05 The Long Game

Der Ubuntu UK Podkast {en} hat eine neue Ausgabe herausgebracht. Unter anderem werden folgende Themen behandelt:

  • Probleme mit ADSL und Upgrades für Drupal

  • Eine Diskussion über freie und offene Webdienste und Formate

  • Generelle Neuigkeiten

  • Ein Interview mit Daniel Holbach über seine Arbeit mit der Ubuntu-Community und seine Empfehlung zu Paketprogrammen

  • Ein Einblick in die Ubuntu-Welt

Quelle: Ubuntu UK Podcast {en}

Aus der Blogosphäre

15 KDM Themes

KDM (KDE Display Manager) ist das grafische Anmeldefenster von KDE. TECH SOURCE FROM BOHOL {en} stellt für Leute, die Abwechslung suchen, 15 schöne KDM-Themes vor.

Quelle: TECH SOURCE FROM BOHOL {en}

Canonical Support

Der Ubuntu Blog {en} von Oxford Archeology {en} bewertet die Qualität des kostenpflichtigen Supportangebots von Canonical. Kritisiert werden einige Unklarheiten in der Festlegung, welche Teile der Hard- und Software jeweils unterstützt werden und welche nicht. Der Autor lobt allerdings das Know-How der Supportmitarbeiter und deren Arbeitseinsatz. Alles in allem ist man mit dem kostenpflichtigen Support sehr zufrieden und rät auch anderen Firmen, über bezahlte Hilfe nachzudenken, auch um Canonical bei der Ubuntu-Entwicklung zu helfen.

Quelle: Oxford Archeology - Ubuntu Blog {en}

Fehlerstatistiken

  • Offen (57328) +576 vergangene Woche

  • Kritisch (18) +1 vergangene Woche

  • Nicht bestätigt (26377) +322 vergangene Woche

  • Nicht zugeordnet (49363) +536 vergangene Woche

  • Alle jemals abgegebenen Fehlerberichte (285115) +1339 vergangene Woche

Fehlerberichte, an denen nicht aktiv gearbeitet wird, sind hier nicht aufgeführt. Dazu gehören Fehler, für die bereits eine Lösung existiert, die jedoch noch nicht geprüft oder implementiert wurden.

Neues aus der Linux-Welt

Suchmaschine für Debian-Quellen

Eine neue Suchmaschine für Debian-Quelltext soll Entwicklern dabei helfen herauszufinden, in welchen Dateien Strukturen wie zum Beispiel „usb_device“ vorkommen. So können sie feststellen, was für ein Programm Zugriff auf USB-Geräte benötigt. Dies soll Programmierern das Auffinden der richtigen Header-Dateien ermöglichen. Außerdem können die Entwicker nun besser abschätzen, welche Programme von der jeweiligen Änderung der Bibliothek betroffen sind.

Quelle: heise open

Windows-Wechsler in Unternehmen fanden Umstieg besser als erwartet

Nach den Ergebnissen einer Befragung von fast 1.300 Personen, die an ihrem Arbeitsplatz von Windows zu Linux wechselten, bestanden die größten Sorgen vor dem Wechsel nicht mehr in den Fragen nach Treiber und Support, sondern in der Angst vor Veränderung. Da aber der Großteil der Betroffenen in Firmen lediglich einfache Anwender sind und somit eine tendenziell unkomplizierte Einstellung zu ihren Arbeitsmitteln hat, zeigten sich die meisten Anwender zufrieden mit dem Wechsel. Hier kristallisiert sich eine erfolgversprechende Zielgruppe für weitere Linux-Expansionen heraus; eine mögliche Schlussfolgerung ist, dass die Benutzerfreundlichkeit in der Breite als primäres Entwicklungskonzept verfolgt werden muss, denn im Standardanwender, nicht im Spezialanwender liegt die Hauptzielgruppe.

Quelle: Linux Magazine

UN-Programm: Computer-Arbeitsplätze für Schulen in Entwicklungsländern

Im Rahmen eines Projekts des Department of Economic and Social Affairs {en} möchte die UN Entwicklungsländer mit Computern ausstatten. Noch dieses Jahr sollen etwa 1.000 Computer, mit einem Linux-Betriebssystem ausgestattet, nach Afrika geschickt werden. Dabei wird eine Technik namens NComputing {en} eingesetzt, mit der mehrere Schüler an jeweils eigenen Ein- und Ausgabegeräten an einem Rechner arbeiten können.

Quelle: heise open

Spanische Schul-PCs nun doch mit Linux?

Spaniens Regierung erwägt nun doch, statt der geplanten Windows-Lizenzen für Schüler der weiterführenden Schulen freie Alternativen anzubieten. Zuvor wurde die Regierung vielfach dafür kritisiert, dass sie auf eine öffentliche Ausschreibung verzichtet hatte. Zuletzt erwägte man als Lösung eine umstrittene Variante des Dualboots, bei dem einmalig entschieden würde, welches System man starten möchte und hiernach dieses System dauerhaft festgelegt wäre. Hierbei hätte die Regierung jedoch auch für nicht benutzte Windows-Lizenzen zahlen müssen, was auf Protest stieß. Wann sich entscheiden wird, wie es letztlich weitergeht, ist noch unklar. Derzeit wehren sich jedenfalls die Schulbuchverlage gegen eine freie Alternative und verlangen nach einer DRM-gestützen Lösung.

Quelle: Pro-Linux

Neuer öffentlicher Schlüssel für Debian-Pakete

Da Anfang Juli die Signaturschlüssel des Debian-Projektes auslaufen werden, wird darauf hingewiesen, dass Benutzer der Debian-Repositories Unstable (Sid) und Testing (Squeeze) sicherstellen sollten, ob die aktuellen Schlüssel über das Paket debian-archive-keyring installiert sind. Etch-Anwender erhalten die neuen Signaturpakete mit den Schlüssels über das automatische Update, Lenny-Anwender besitzen den aktuellen Schlüssel bereits seit dem Release, hier besteht kein Handlungsbedarf für die Benutzer.

Quellen: debian.org {en}, Linux Magazin, heise open

KOffice 2.0.0 veröffentlicht

Die Entwickler der freien KDE-Office-Suite KOffice haben Version 2.0.0 des Projekts veröffentlicht. Diese Version ist - ähnlich wie damals KDE 4.0 - nicht für Endanwender gedacht, sondern richtet sich ausschließlich an Entwickler und Tester. Die größte Änderung ist, dass nun Qt 4 als Basis benutzt wird. Außerdem wird das alte, eigene Dateiformat aufgegeben; stattdessen wird nun das ODF-Format benutzt. Weiterhin soll sich die Suite nun besser an den Bildschirm und persönliche Bedienwünsche der Benutzer anpassen lassen.

Quellen: Pro-Linux, Linux Magazin, heise open, Golem

OpenOffice 3.1 PPA

Das OpenOffice.org 3.1 Launchpad-PPA enthält nun auch die deutsche Sprachdatei zur freien Office-Suite. Wie man eine neue Version von OpenOffice.org per PPA-Quelle einrichten kann, erklärt der Wikiartikel zu OpenOffice.org

Regierungsauftrag an Microsoft gestoppt

Am 1. Mai wurde bekannt gegeben, dass Microsoft von der Schweizer Regierung einen Auftrag von über 42 Millionen Schweizerfranken bekommen hat, der jedoch nicht zuvor öffentlich ausgeschrieben wurde, wie es eine schweizer Regelung seit 2004 vorsieht. 18 Dienstleister aus dem Open-Source-Bereich, unter anderem Red Hat, Open Xchange und Zarafa haben zusammen eine Beschwerde eingereicht. Das Bundesverwaltungsgericht hat den Auftrag so lange auf Eis gelegt, bis ein Urteil gesprochen, beziehungsweise die Verfügung wieder aufgehoben ist.

Quellen: Ikhaya, news.ch, Golem, LinuxCommunity, heise open, Linux Magazin, Pro-Linux

Treffen und Veranstaltungen

Termine vom 03.06.2009 bis 14.06.2009
Name Ort Datum Uhrzeit
Monats-Stammtisch Berlin, c-base e.V. Mi, 03.06.2009 19:00 Uhr
24. Stammtisch der Langener User Group Langen, Gaststätte Alte Scheune Mi, 03.06.2009 19:00 Uhr
Dortmunder Ubuntu-Stammtisch Dortmund, Kronenstübchen, Landgrafenstr. 40 Do, 04.06.2009 19:00 Uhr
Tag der offenen Tür der LUG - Peine e.V. Peine, Simonstiftung 1 So, 07.06.2009 10:00 Uhr
Bug Jam mit Daniel Holbach Berlin, c-base e.V. Di, 09.06.2009 17:00 Uhr
Jaunty Releaseparty Bremen, Zentrum für solidarische Ökonomie, Bauernstraße 2 Fr, 12.06.2009 17:00 Uhr
Anwendertreffen Nürnberg Nürnberg-Feucht, TSV 04 Feucht, Segersweg 9, 90537 Feucht Fr, 12.06.2009 18:30 Uhr
34. Anwendertreffen München München, Froschkönig Fr, 12.06.2009 19:00 Uhr
Anwendertreffen Mannheim Mannheim, Alte Feuerwache Sa, 13.06.2009 18:30 Uhr

Mitwirkende

Hinweis:

Ihr könnt dazu beitragen, den UWR zu verbessern. Aktuelle Links für den kommenden UWR sollten in die Wiki-Seite eingetragen werden, zu vorhandenen Meldungen werden kurze Texte benötigt. Ebenso darf im UWR-Forum die Gestaltung des UWR mitdiskutiert werden.


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Teile des UWR basieren auf Meldungen, die dem Ubuntu Weekly Newsletter #144 {en} entnommen sind.

Diese Revision wurde am 3. Juni 2009 00:09 von Ritze erstellt.