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Linux Mint

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Linux Mint {en} ist ein inoffizielles Ubuntu-Derivat aus Irland, das sich durch sein Bedienungskonzept und ein anderes (grünes) Design von Ubuntu unterscheidet. Neben der ursprünglichen, auf Ubuntu basierenden Version gibt es inzwischen auch eine Version, die auf Debian basiert. Die Ubuntu-basierte Version beruht auf den jeweils aktuellen Ubuntu-Versionen, d.h. die Unterstützungszeiträume sind mit denen Ubuntus identisch. Linux Mint kann wie Ubuntu vor einer Installation auf der Festplatte mit einer Live-DVD getestet werden. Eine CD-Version ist nicht mehr verfügbar.

Unterschiede zu Ubuntu

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Mint 16 - Cinnamon Desktop

Linux Mint erspart dem Benutzer die nachträgliche Installation unfreier Codecs für Video- und Audiodateien. Mit den MintTools (speziellen Werkzeugen), Feinschliff an vielen Ecken und Kanten sowie einem eleganten Aussehen versucht Mint, Einsteigern als auch Fortgeschrittenen den Umgang mit GNU/Linux so einfach wie möglich zu machen. Insbesondere Umsteiger von einem gewissen kommerziellen Betriebssystem, die sich nicht mit der Problematik unfreier Software auseinandersetzen wollten oder konnten, waren die ersten Fans von Linux Mint.

Der wichtigere Grund für die Entwicklung von Linux Mint war und ist aber die gezielte Ausrichtung auf die Wünsche der Endanwender, um genau dieser Zielgruppe die Möglichkeit eines leichten und problemlosen Umstiegs zu bieten. Nach Meinung der Entwickler von Linux Mint gingen bzw. gehen die dazu bisher in Ubuntu realisierten Lösungen nicht weit genug, und das stetige Wachstum der Benutzerzahlen gibt ihnen recht.

Linux Mint finanziert sich anders als Canonical ausschließlich aus Spenden und Sponsoring-Einnahmen.

Versionen

aktuelle Versionen (vollständige Liste)
Version Codename basiert auf Bemerkungen
Linux Mint 13 Maya Ubuntu 12.04 LTS-Version ("Long Term Support")
mit MATE, Cinnamon, Xfce oder KDE als Desktop-Oberfläche
Linux Mint 17 Qiana Ubuntu 14.04 LTS-Version ("Long Term Support")
mit MATE, Cinnamon, Xfce oder KDE als Desktop-Oberfläche
Linux Mint Debian LMDE Debian Testing mit MATE oder Cinnamon

Seit September 2010 steht ein auf Debian basierendes Linux Mint zur Verfügung: "Linux Mint Debian Edition" (LMDE). Ein wesentlicher Unterschied zu Ubuntu (und Debian Stable) ist die Verwendung von "Service Packs", die aber eher selten veröffentlicht werden (ca. 2 - 3 pro Jahr), während Debian Testing eine echte Rolling Release-Version ist, die fortlaufend aktualisiert wird.

Aktualisierungen

Nicht unumstritten ist das System bzw. das Programm, das unter Linux Mint zur Information des Benutzers über anstehende Aktualisierungen (Updates) verwendet wird. Aktualisierungen werden von den Entwicklern in fünf Gruppen klassifiziert, von denen nur die ersten drei zur Aktualisierung vorgeschlagen werden. Dadurch kann es passieren, das bei Sicherheitslücken im Linux-Kernel die notwendige Aktualisierung vom Benutzer übersehen wird und man sich in falscher Sicherheit wiegt.

Das Gegenargument der Mint-Entwickler lautet, dass so beispielsweise bei Kernel-Updates Benutzer proprietärer Grafikkartentreiber vor einen möglicherweise unbenutzbaren System geschützt werden. Wenn man allerdings generell auf proprietäre Treiber (Kernelmodule) verzichtet, ist das kein Argument mehr.

In der Praxis sollte man selbst entscheiden, was einem wichtiger ist: ein zum jeweiligen Zeitpunkt möglichst sicheres System oder ein Aktualisierungsverfahren, das die (Un-)Kenntnisse von Computer-Laien berücksichtigt. Denn wenn man im Problemfall nicht immer vor Ort verfügbar sein kann, hat dieser Ansatz durchaus gewisse Reize.

Diese Revision wurde am 22. Juli 2014 14:14 von aasche erstellt.
Die folgenden Schlagworte wurden dem Artikel zugewiesen: Ubuntu, Installation, Einsteiger