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ubuntuusers.deWikiJohn the Ripper

John the Ripper

Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:

Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

John the Ripper {us} ist ein Prüfprogramm für Passwörter. Privatpersonen aber auch Netzwerk-Administratoren verwenden es, um die Stärke der Passwörter im lokalen Netzwerk zu testen.

Installation

Aus den Ubuntu-Quellen

Folgendes Paket muss installiert [1] werden:

  • john

Manuelle Installation

Als erstes lädt man sich das Archiv des Quellcodes von der Projektseite {en} . Dann entpackt man das Archiv [4] und wechselt per Terminal [2] in das Verzeichnis src. Folgenden Befehl ausführen [3]:

# Bei einem 32bit Ubuntu:
make clean linux-x86-any
# ODER bei einem 64bit Ubuntu:
make clean linux-x86-64 

Um den Erfolg des Kompiliervorganges zu testen, kann man das Programm im folgenden Modus aufrufen:

cd ../run    #das Verzeichnis src verlassen und in run wechseln
./john --test 

Es empfiehlt sich, die Datei doc/INSTALL zu lesen, dort gibt es weitere Informationen.

Verwendung

John the Ripper läuft komplett aus dem Terminal [2]. Über den Befehl john wird die Bedienhilfe aufgerufen. Es stehen verschiedene Optionen zur Verfügung.

Die grundsätzliche Syntax folgt folgendem Schema:

john OPTION PASSWORTDATEI 

Beispiel

Hinweis:

Dieses Beispiel funktioniert in der Regel nicht mit neueren Ubuntu-Versionen (zum Beispiel Ubuntu 9.10), da diese SHA-512-Hashs verwenden und John diese nicht unterstützt.

john --single /etc/passwd 

Mit diesem Befehl wird die eigene Passwortdatei einem Schnelltest unterzogen, was aber zu der Meldung

No password hashes loaded

führt. Dies liegt daran, dass unter Ubuntu die /etc/passwd keine Passwort-Hashs enthält. Man muss zuerst mit

sudo unshadow /etc/passwd /etc/shadow > mypasswd 

die Passwortdatei korrekt auslesen und kann dann den Test mit

john --single mypasswd 

neu starten.

Weitere Optionen

Option bewirkt
--single Ein Schnelltest. Hierbei werden eine Liste gängiger Adminpasswörter inkl. Abwandlungen durch ein Standard-Charset versucht.
--wordlist=DATEI Wortlistenbasierter Test. Die Dauer ist bedingt durch die Größe der Wortliste. Mit der Option -rules lassen sich zusätzlich Abwandlungen der Wortliste über das Standard-Charset testen.
--incremental Ein Bruteforce-basierter Test, d.h. das Durchprobieren aller möglichen Kombinationen. Theoretisch führt diese Option immer zur vollständigen Entschlüsselung, praktisch können bis dahin aber Tage/Wochen/Monate/Jahre vergehen.

Fortgeschrittene Optionen, z.B. um gefundene Passwörter automatisch ihrem Besitzer zu senden, kann man der Dokumentation {en} entnehmen.

Siehe auch

Ophcrack

Diese Revision wurde am 17. April 2012 12:12 von frustschieber erstellt.
Die folgenden Schlagworte wurden dem Artikel zugewiesen: System, Sicherheit, Shell

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