Ubuntu Gutsy Gibbon 7.10 ist die auf Ubuntu Feisty Fawn 7.04 folgende Ubuntu-Version. Gutsy Gibbon ("Mutiger Gibbon (Affe)") wurde am 12. April 07 in der Mailingliste
von Mark Shuttleworth angekündigt und ist am 18. Oktober 2007 erschienen. Seit April 2009 ist der Update Support beendet.
| Ubuntu 7.10 | |
| Basisdaten | |
| Codename: | Gutsy Gibbon |
| Deutsche Übersetzung: | Mutiger Gibbon (Affe) |
| Status: | Veröffentlicht |
| Angekündigt am: | 12. April 2007 |
| Erschienen am: | 18. Oktober 2007 |
| Unterstützt bis: | April 2009 |
Die Entwickler informieren regelmäßig über die Neuerungen in den verschieden Alpha Versionen. Ausführliche Informationen findet man auf den Webseiten von Ubuntu unter
Endgültige Version: http://www.ubuntu.com/getubuntu/download
Mit Gutsy wurde erstmals ein komplett freier Ubuntu-Ableger namens Gobuntu veröffentlicht. Um bessere Hardwarekompatibilität zu erreichen, liefert Ubuntu proprietäre Kernelmodule mit. Da diese aber die Freiheit des Benutzers einschränken, wurde dies immer wieder kritisiert. Mit Gobuntu steht nun eine Ubuntu-Version zur Verfügung, welche auf diese Bestandteile verzichtet. In Zukunft soll die Freiheit weiter ausgebaut werden, so dass beispielsweise auch Quellen von PDF-Dateien mitgeliefert werden.
Mit Gutsy beginnt auch die Entwicklung an einem neuen Ubuntu-Ableger für mobile Geräte, wobei erst mit der nächsten Ubuntu-Version ein erstes Release stattfinden soll. Ubuntu Mobile and Embedded
nennt sich die Entwicklung, mit der Ubuntu seinen Weg in mobile Internet-Geräte (MID) finden soll. Diese Version wird von Canonical
und Intel
unterstützt und die Entwicklung geschieht in Zusammenarbeit mit der GNOME Mobile & Embedded Iniative
.
Mit dem neuen XServer in der Version 7.3 sollen Ubuntu-Benutzer endlich in den Genuss von Bildschirm-Hotplugging kommen. Das bedeutet, dass externe Bildschirme und Projektoren einfach angeschlossen werden können und dank RandR 1.2 automatisch konfiguriert werden. Somit sollen peinliche Momente bei einem Vortrag, wo der Projektor einfach nicht das gewünschte Bild anzeigen will, der Vergangenheit angehören. Auch Eingabegeräte sollen problemlos ein- und ausgesteckt werden können. Allerdings gilt es zu bedenken, dass diese Erweiterungen vorerst nur von bestimmten Grafiktreibern unterstützt werden. Momentan bietet erst der freie Intel-Treiber die benötigte Unterstützung.
Gutsy enthält OpenOffice.org 2.3.
Die leistungsfähige Bildbearbeitung GIMP wird in der Version 2.4 enthalten sein. In dieser Version wurden viele Details der Benutzeroberfläche geändert sowie neue Funktionen und Werkzeuge hinzugefügt. Eine Übersicht aller Änderungen erfährt man in diesem
Artikel bzw. in den Release Notes
zu Gimp 2.4.
Das Drucksystem CUPS ist nun in der Version 1.3 enthalten. Die wichtigsten Neuerungen sind hier die Authentifikation mit Kerberos, bessere Online-Hilfe und Druckertreiber und die sich in verschiedene Sprachen übersetzen lassen. Des weiteren beherrscht CUPS nun den Umgang mit Avahi/Zeroconf. Alle Neuerungen kann man hier
nachlesen.
Des weiteren wird nun auch automatisch der PDF-Drucker CUPS-PDF vorinstalliert. Neu ist hier, dass in den mit CUPS-PDF erzeugten PDF-Dokumenten nun auch wirklich Text und nicht nur eine Grafik vorhanden ist, so dass der im Dokument enthaltene Text selektiert, durchsucht und kopiert werden kann. Ältere Versionen erzeugen leider nur "Bilder" anstatt Text.
Bislang konnte Ubuntu von Haus aus nicht auf NTFS-Partitionen schreiben. Seit Ubuntu Feisty Fawn 7.04 gibt es jedoch mit ntfs-3g einen Treiber, der zuverlässig auf NTFS Partitionen schreiben kann. Dieser wird nun bei Gutsy automatisch mitinstalliert und ermöglicht es dem Anwender beispielsweise auf mit NTFS formatierte Wechseldatenträger ohne weitere Installation von Software schreiben zu können.
Gutsy Gibbon enthält GNOME in der Version 2.20. Wieder sind viele Details verbessert worden und neue Funktionen hinzugekommen. Einen Überblick über die Änderungen erhält man in den Release Notes
die wieder ausführlich bebildert über den Fortschritt berichten.
| Nicht komplett neu, jedoch werden nun automatisch beim Anlegen eines neuen Benuters das Fast-User-Switch sowie das Deskbar Applet installiert und in die Panels eingebunden. Das Fast-User-Switch-Applet ermöglicht es den Benutzern des System schnell zwischen den einzelnen Benutzern hin und her zu schalten, ohne die Sitzungen beenden zu müssen. Das Deskbar-Applet kombiniert verschiedenste Suchmöglichkeiten, egal ob im Internet oder lokal auf dem Rechner in einer Oberfläche. | |
| Die Dialoge zur Druckerkonfiguration wurden zusammen mit dem Einzug von CUPS 1.3 vollständig verändert. So ist es nun möglich nicht nur den lokal installierten CUPS Dienst zu administrieren, sondern auch CUPS auf anderen Rechnern zu verwalten. Des weiteren wurde das Hinzufügen von Druckern nochmals vereinfacht. | |
| Das Bildbetrachtungsprogramm Eye of GNOME der GNOME Desktopumgebung wurde deutlich überarbeitet. Es ist deutlich schneller geworden und bietet jetzt auch die Möglichkeit alle Bilder des aktuellen Verzeichnisses als Bildersammlung darzustellen. So kann man schnell seine ganze Reihe von Bildern durchsuchen. | |
| Seit der Einführung des GNOME Schlüsselbundes in GNOME 2.16 wurde die Funktion das Passwort des Schlüsselbundes zu ändern schmerzlich vermisst. Dieses wurde nun endlich in GNOME-Keyring eingebaut. Des weiteren ist es nun möglich die Public-Keys des Schlüsselbundes im lokalen Netzwerk mittels Avahi freizugeben und die Keys anderer einzubinden. So kann man sehr einfach Daten für andere verschlüsseln. | |
| Raider heißt jetzt Twix, sonst ändert sich nix. Genauso ist es Gaim wiederfahren. AOL beansprucht zu ihrem Onlinedienst ähnliche Namen für sich. Daher wurde aus Gaim mit der Veröffentlichung der Version 2.0 Pidgin. Zudem wurde wieder ein regelmäßiger Zyklus bei den Veröffentlichungen neuer Versionen begonnen. Eine aktuelle Version von Pidgin ist in Gutsy enthalten. Am augenfälligsten dürfte die dezente Umgestaltung der grafischen Oberfläche sein. Ganz aktuelle Informationen erhält man in den Entwicklertagebüchern: Sean Egans Pidgin Blog | |
| Tracker löst Beagle als Desktopsuchmaschine ab. Beagle hat sich in der Vergangenheit als recht ressourcenhungrig erwiesen. Auch wenn Tracker nicht so viele Quellen in seinen Suchindex aufnehmen kann, scheint Tracker aufgrund seiner besseren Performance die geeignetere Wahl als Desktopsuchmaschine zu sein. | |
Lange hat es gedauert, doch nun endlich kann der Archivmanager File-Roller der GNOME Desktopumgebung wieder per Drag&Drop Dateien aus einem Archiv extrahieren. Des weiteren kann File-Roller nun mit dem GNOME-VFS umgehen. Außerdem kann man nun Archive direkt von einer Freigabe öffnen.
Im Dokumentenbetrachter Evince kann man nun auch PDF-Formulare ausfüllen sowie in PDF Dateien enthaltene Bilder getrennt abspeichern.
Die Notizzettel-Applikation Tomboy kann nun über mehrere Rechner hinweg über SSH oder WebDAV die Notizen synchronisieren.
Ist der Rechner aufgrund von Inaktivität gesperrt und der Bildschirmschon aktiv, so können Dritte Nachrichten hinterlassen, ohne den Rechner zu entsperren.
Statt wie ehemals kdesu wird nun kdesudo verwendet. Das hat den Vorteil, dass das Passwort 15 Minuten lang gespeichert wird, solange sudo verwendet wird.
Kmail wird jetzt mit allen nötigen Extras installiert, die für eine GPG-Verschlüsselung nötig sind.
Mit dem neuen Metapaket kubuntu-restricted-extras können nun alle proprietären Formate wie zB. die Multimedia-Codecs, Rar, Flash etc. installiert werden.
| Dolphin - ein schneller und schlanker Dateimanager des KDE-Projekts wird in Kubuntu standardmäßig installiert sein und Konqueror als Dateibrowser ablösen. Wer möchte kann dies natürlich selbstverständlich wieder rückgängig machen. | |
| Strigi ist eine Desktops-Suche für den KDE-Desktop ähnlich wie Beagle oder Tracker. Strigi durchsucht zahlreiche Dokumenttypen und soll sehr schnell bei geringen Ressourcenverbrauch arbeiten. Ab KDE 4 soll Strigi ein integraler Bestandteil der KDE Desktopumgebung sein. | |
| Mit dem Restricted-Manager-KDE bekommt jetzt auch Kubuntu - wie Ubuntu bereits in Feisty Fawn - einen Manager zum (De-)Aktivieren von proprietäre Kernelmodulen. Zu finden ist er im KDE-Menü unter Systemeinstellungen -> Erweitert. | |
Xfce setzt nun auf die sehr neue und von Clearlooks abgeleitete GTK-Enginge Murrine. Diese sehr schlichte und trotzdem attraktive ist laut den Entwicklern schneller als Clearlooks. Xfce nutzt für diese Engine das Murrina Storm Cloud Theme. | |
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