Der vorinstallierte freie "xf86-video-nv"-Treiber (nv) unterstützt die meisten älteren und aktuellen Nvidia-Grafikchips. Der Treiber wird in Ubuntu automatisch für Nvidia-Grafikkarten benutzt. Er ist stabil, dabei allerdings relativ langsam und bietet nur wenig Leistungsmerkmale und keine 3D-Beschleunigung. Darüber hinaus wird der Treiber seit längerer Zeit kaum weiterentwickelt. Als freie Alternative gibt es mittlerweile das nouveau-Treiberprojekt.
Der nv-Treiber unterstützt nvidia-Chipsätze ab der RIVA-Serie (Codename "NV3"). Die GeForce 8200/8300-Serien werden derzeit nur vom proprietären nvidia-Treiber unterstützt.
Sehr neue Grafikchips werden möglicherweise nicht vom nv-Treiber unterstützt. In diesen Fällen sollte auf den freien nouveau- oder den proprietären nvidia-Treiber ausgewichen werden.
Der Treiber ist bei einer Standard-Ubuntu-Installation bereits vorinstalliert. Sollte dies nicht der Fall sein, kann der Treiber über die Paketverwaltung installiert [1] werden. Folgendes Paket wird benötigt:
xserver-xorg-video-nv
Der Treiber wird normalerweise automatisch benutzt, wenn ein Nvidia-Chipsatz gefunden wird und kein anderer Treiber angegeben ist. In diesem Fall sind keine weiteren Schritte notwendig.
Sollte dies nicht der Fall sein, oder ist ein anderer Treiber aktiviert, kann der nv-Treiber explizit in der Konfigurationsdatei des XServers /etc/X11/xorg.conf eingetragen werden. Dazu wird die Konfigurationsdatei mit einem Editor [2] mit Root-Rechten bearbeitet. Der Abschnitt "Device" ist um den Eintrag Driver "nv" zu ergänzen bzw. ein bestehender Eintrag zu ändern:
Section "Device" Identifier "Configured Video Device" Driver "nv" EndSection
Nach einem Neustart sollte der Treiber aktiv sein.
Diese Revision wurde am 21. September 2011 um 23:33 Uhr
von Alice wtfiA erstellt.
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