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Nvidia Optimus

Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:

Artikel für fortgeschrittene Anwender

Dieser Artikel erfordert mehr Erfahrung im Umgang mit Linux und ist daher nur für fortgeschrittene Benutzer gedacht.

Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

./bumblebee-logo.png Nvidia Optimus ist eine Technologie von Nvidia, um die Akkulaufzeit zu erhöhen. Dazu wird nur bei Bedarf die leistungsstärkere Nvidia-GPU genutzt, der Desktop läuft über die in die CPU integrierte GPU. Unter Linux gibt es mittlerweile mehrere Projekte, die eine Umsetzung der Optimus-Technologie entwickeln. Dieser Artikel behandelt Bumblebee {en}. Bumblebee richtet mittels virtualgl einen 2. Xserver für die Nvidia-GPU ein, dessen Bild dann an die Intel-GPU, dem 1. Xserver, übertragen wird. Diese Übertragung ist verlustbehaftet, dennoch ist das Projekt eine brauchbare Übergangslösung bis die nötigen Anpassungen für ein echtes "On demand GPU switching" in Kernel, Xserver und nvidia Treiber erfolgt sind.

Vor der Installation

Ein eventuell im BIOS vorhandener Schalter für die GPUs ist auf "switchable" zu stellen. Bevor die Installation gestartet wird, muss eine eventuell vorhandene xorg.conf in /etc/X11/ entfernt werden; bumblebee verwendet eine eigene xorg.conf.nvidia in /etc/bumblebee/. Der nvidia-current Treiber wird bei der Installation von bumblebee mitinstalliert.

Hinweis:

Vor der Installation von bumblebee sollte das PPA des Ubuntu-X-Teams (x-swat) zu den Softwarequellen hinzugefügt werden [1], da der angebotene nvidia-current-Treiber in den meisten Fällen zu alt für aktuelle Nvidia Optimus GPUs ist. Eine Beschreibung findet sich unter Nvidia - Installation aus PPA

Installation

Derzeit gibt es noch keine Pakete für diese Technologie in den offiziellen Quellen von Ubuntu. Ein PPA[1] beinhaltet die nötigen Pakete für 10.04 Lucid Lynx, 11.04 Natty Narwhal und 11.10 Oneirc Ocelot.

Adresszeile zum Hinzufügen des PPAs:

  • ppa:bumblebee/stable

Hinweis!

Zusätzliche Fremdquellen können das System gefährden.


Weitere Informationen bietet die Wiki/Vorlagen/PPA/ppa.png PPA-Beschreibung vom Benutzer/Team bumblebee.

Damit Pakete aus dem PPA genutzt werden können, müssen die Paketquellen neu eingelesen werden.

Nach dem Aktualisieren der Paketquellen folgende Pakete installieren:

  • bumblebee (ppa)

Wiki/Vorlagen/Installbutton/button.png

  • bumblebee-nvidia (ppa)

Wiki/Vorlagen/Installbutton/button.png

Hinweis:

Ubuntu 11.10:

Um 32-bit Anwendungen wie z.B. Wine verwenden zu können, müssen auch die Pakete virtualgl-libs:i386, libgl1-mesa-glx:i386, libc6:i386 installiert werden.

Konfiguration

Nach der Installation den/die Benutzer zur Gruppe[3] bumblebee hinzufügen:

sudo usermod -a -G bumblebee BENUTZERNAME 

Beispiel - Start einer Anwendung mit Bumblebee

Nach einem Neustart können Anwendungen auf NVIDIA-Grafik durch das Präfix optirun gestartet werden, z.B.:

optirun googleearth 

Sehr leicht macht man es sich, wenn man den Befehl nach Aufruf der Tastenkombination Alt + F2 eingibt. So bleibt der Befehl gespeichert und liegt für den nächste Programmaufruf bereits vor. Damit ist das Anlegen von zusätzlichen Startern nicht unbedingt nötig.

Benchmark

Um den Geschwindigkeitszuwachs durch Benutzung der Nvidia-GPU darzustellen, kann der virtualgl eigene Benchmark glxspheres verwendet werden:

glxspheres 

Benchmark läuft auf der Intel-GPU

optirun glxspheres 

Benchmark läuft auf der Nvidia-GPU.

Die Art der Bildkompression, die virtualgl verwendet, hat Einfluß auf Qualität und Geschwindigkeit der Darstellung. Mit der Tastenkombination Strg + + F9 können nun in Echtzeit verschiedene Bildkompressionen ausprobiert werden. Die Voreinstellung ist "proxy" . Möglich sind proxy, jpeg, rgb, xv und yuv. "yuv" ermöglicht eine höhere Bildrate, wobei allerdings Bildbeeinträchtigungen auftreten können (z.B. Artefakte). Um die Voreinstellung dauerhaft zu ändern, muss die Konfigurationsdatei /etc/bumblebee/bumblebee.conf mit einem Editor [4] mit Root-Rechten [5] geöffnet und die Zeile:

VGLTransport=proxy

entsprechend geändert werden.

Power-Management

Seit Version 3.0 deaktiviert bumblebee die Nvidia Karte automatisch um Strom zu sparen, wenn sie nicht durch eine "optirun" Anwendung in Benutzung ist, was die Laufzeit des Akkus deutlich erhöht.

Nvidia-Konfigurationstool

Wenn man das Konfigurationstool von Nvidia nutzen möchte, muss man diesem mitteilen, den im Hintergrund laufenden X-Sever anzusprechen.

optirun nvidia-settings -c :8 

Problemlösungen

Allgemein

Auf manchen Optimus-Laptops ist eine Installation von Ubuntu oder das Booten nach Installation von der Alternate-CD nur mit mit einer zusätzlichen Bootoption möglich, die das Laden des nouveau: Treibers verhindert, z.B. "nomodeset" . Das Paket bumblebee-nvidia blacklistet den nouveau Treiber. Nach der bumblebee Installation muss eine hinzugefügte Bootoption wieder entfernt werden, damit der Intel Treiber 3D Hardware-Beschleunigung bietet, und z.B. Unity 3D funktioniert.

Deinstallation

Bumblebee wird bei Bedarf über die Paketverwaltung entfernt, z.B. mit

sudo apt-get purge bumblebee 

Diese Revision wurde am 21. Mai 2012 20:54 von Polynomdivision erstellt.
Die folgenden Schlagworte wurden dem Artikel zugewiesen: Hardware, Installation, Grafik, nvidia

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