Gigolo
ist ein Programm, um (entfernte) Dateisysteme mit GIO/gvfs einzubinden. Man kann damit z.B. Windows Freigaben aktivieren und als Lesezeichen speichern. Besonders nützlich ist das Programm, wenn der jeweilige Standard-Dateimanager keine eigenen Funktionen zur Einbindung anbietet. Das betrifft z.B. die Programme Thunar und PCManFM, die bisher keine Freigaben einbinden können.
Unterstützte Dateisysteme:
Samba bzw. (Windows) Freigaben
WebDAV (auch via https://)
GNOME Mülleimer (trash://)
Brennprogramme (burn://)
Digitalkameras (gphoto2://)
Verwendete Passwörter werden im GNOME Schlüsselbund gespeichert. Gigolo ist Teil der Xfce Goodies
. Um selbst Freigaben einzurichten, wird die Lektüre des Artikels Samba Server empfohlen.
Erst ab Xfce 4.8 bzw. Xubuntu 11.04 Natty Narwhal unterstützt Thunar GIO/gvfs direkt. Beim PCManFM ist diese Unterstützung ebenfalls ab Lubuntu 11.04 enthalten.
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| Gigolo in Aktion |
Gigolo befindet sich in den offiziellen Paketquellen. Folgendes Paket muss installiert [1] werden:
gigolo (universe)
Während gvfs durch Nautilus direkt unterstützt wird, muss man bei anderen Dateimanagern wie älteren Versionen von Thunar (< Version 1.1) oder PCManFM (siehe Experten-Info) weitere Pakete installieren:
gvfs-backends
gvfs-fuse
fuse-utils
und den Benutzer zur Gruppe fuse hinzufügen. Dies geschieht z.B. in einem Terminal [2] mit Root-Rechten [3]:
sudo gpasswd -a $USER fuse newgrp fuse
Gigolo findet verfügbare Dateisysteme normalerweise automatisch (linke Spalte). Mit einem Doppelklick links öffnet sich ein Dialogfenster, in dem man den Verbindungstyp bzw. das Dateisystem und evtl. weitere Parameter wie beispielsweise Benutzernamen und Kennwort eingeben kann.
In der rechten Fensterhälfte werden die eingebundenen Dateisysteme angezeigt. Unter Umständen kann es sinnvoll sein, sich hier über "Ansicht -> detaillierte Liste anzeigen" genauere Informationen auflisten zu lassen. Das Einbinden der Freigaben geschieht über den versteckten Ordner ~/.gvfs. Da manche Programme Probleme mit der Anzeige dieses versteckten Ordners haben, kann es sinnvoll sein, sich zusätzlich eine Verknüpfung anzulegen. Beispiel:
ln -s ~/.gvfs ~/Netzwerk
Für häufig genutzte Verbindungen können entsprechende Lesezeichen innerhalb von Gigolo abgelegt werden, die einen erneuten Verbindungsaufbau deutlich erleichtern. Das Aushängen erfolgt über die Auswahl der Verbindung und das Symbol "Trennen" oben links.
Gigolo verwendet den Befehl gvfs-open zum Öffnen des Dateimanagers. Sollte sich damit z.B. Thunar nicht wie gewünscht öffnen, bearbeitet [4] man die Datei ~/.local/share/applications/defaults.list und fügt folgende Zeilen an:
x-directory/gnome-default-handler=Thunar.desktop inode/directory=Thunar.desktop x-directory/normal=Thunar.desktop
Diese Vorgehensweise lässt sich prinzipiell auch auf andere Dateimanager übertragen.
Diese Revision wurde am 16. April 2012 12:47 von frustschieber erstellt.
Die folgenden Schlagworte wurden dem Artikel zugewiesen:
Xfce, Netzwerk, Samba, LXDE
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