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GRUB

Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:

Dieser Artikel ist größtenteils für alle Ubuntu-Versionen gültig.

Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

Hinweis:

Apple Nutzer müssen unbedingt erst den Artikel Apple Computer lesen, bevor sie hier mit der Lektüre des GRUB Artikels sinnvoll fortfahren können, da auf Apple Computern GRUB nicht ohne weiteres installiert werden kann und erst einige Vorarbeiten nötig sind.

Das ab Karmic Koala standardmäßig installierte GRUB 2 wird im Artikel GRUB 2 behandelt. Will man ab Karmic Koala bei der Installation entgegen der Vorgabe ein Grub Legacy installieren, so muss man die Befehlszeile (zu erreichen mit F6) diesen Zusatz grub-installer/grub2_instead_of_grub_legacy=false vor den -- einbringen:

Bei Ubuntu wird der Boot-Loader GRUB verwendet, um sich selbst und andere auf dem System installierte Betriebssysteme zu starten. Standardmäßig wird GRUB im MBR (Master Boot Record) der ersten Festplatte (sda bzw. hda) installiert. Dies bringt den Vorteil einer einfachen Installation und eines einfachen Updates des Bootloaders.

GRUB konfigurieren

Für eine grafische Konfiguration kann man den Startup Manager verwenden. Der GRUB Bootloader wird über die Datei /boot/grub/menu.lst konfiguriert. In dieser Datei befinden sich nicht nur die für GRUB notwendigen Informationen, wo welcher Kernel oder welches Betriebssystem zu finden ist, sondern auch Informationen, für das Skript update-grub, welches die menu.lst neu schreiben kann. Das Skript wird z.B. bei der Installation eines neuen Kernels ausgeführt. Weitere Informationen sind im entsprechenden Artikel nachzulesen.

Konfiguration während des Bootens ändern

Sollte es nach der Auswahl aufgrund einer Fehlkonfiguration zu einem Fehler wie

Error 17 : Cannot mount selected partition

kommen, lassen sich die Grub-Einträge temporär ändern. Wie das geht, ist unter Booten beschrieben. Änderungen werden allerdings nicht in die menu.lst geschrieben. Diese muss man nach erfolgreichem Booten selbst anpassen.

Installation

Bei der Installation von Ubuntu wird Grub automatisch installiert. Sollte es hierbei zu einem Fehler kommen oder - was in seltenen Fällen vorkommen kann - Grub auf der falschen Festplatte installiert worden sein, so kann dies nachgeholt werden. Dazu eignen sich die Methoden, die im folgenden Kapitel beschrieben werden. Ein eigener Artikel beschäftigt sich mit Sonderformen der Installation.

Achtung!

Die Installation von Grub geht mit dem Überschreiben des eventuell bestehenden Bootloaders - zum Beispiel dem einer Windowsinstallation - einher. Es wird daher empfohlen, zunächst eine Sicherung des bestehenden Bootloaders anzulegen.

Bootloader wiederherstellen

In manchen Fällen kann es notwendig sein, den Bootloader wiederherzustellen. Ein häufiges Beispiel ist die nachträgliche Installation eines Windows-Betriebssystems, bei dem der MS-eigene Bootloader in den MBR geschrieben wird.

Je nach vorhandener Rescue-CD gibt es hierbei verschiedene Möglichkeiten.

In folgenden Anleitungen wird davon ausgegangen, dass das Ubuntusystem auf der Partition /dev/sda2 installiert ist. Grub soll im MBR der selben Platte - also /dev/sda - installiert werden. Diese Daten müssen natürlich auf die eigene Situation angepasst werden. Wenn man nicht sicher ist, welche Bezeichnung richtig ist, kann man sich mit

sudo fdisk -l 

eine Übersicht der Partitionen anzeigen lassen. sda wird außerdem zu sdb oder sdc wenn es eine zweite Festplatte ist, auf manchen Systemen aber auch zu hda, hdb oder hdc.

Methode 1: Per "Super Grub Disk"

Alle, denen die nachfolgenden Lösungen zu kompliziert sind, sollten einen Blick auf die Super Grub Disk 1.0x {en} werfen. Mit einer kleinen (ca. 3 MB) Boot-CD/USB-Stick lässt sich recht einfach nicht nur Grub installieren, sondern auch ein vorhandenes Windows wieder starten.

Methode 2: "root-directory" Variante

Zunächst benötigt man eine Live-CD (Ubuntu Desktop-CD, Knoppix, etc.), von der man startet und dort dann ein Terminal öffnet [1].

Als erstes bindet man das Ubuntu-System mit

sudo mount /dev/sda2 /mnt 

ein.

Nutzt das System eine separate boot-Partition, so muss diese mit

sudo mount /dev/sda3 /mnt/boot 

eingebunden werden. Bei einer normalen Installation ist diese Partition nicht vorhanden, und somit dieser letzte Befehl nicht erforderlich.

GRUB lässt sich nun leicht durch

sudo grub-install --root-directory=/mnt /dev/sda 

neu installieren.

Der Befehl "update-grub" kann bei dieser Methode nicht verwendet werden.

Der Parameter --recheck sollte zusätzlich verwendet werden, wenn es zu folgender Fehlermeldung kommt:

/dev/sda does not have any corresponding BIOS drive

Methode 3: Chroot über ein Live-System

Jedes Live-System ist zur Reparatur geeignet - ob Ubuntu Desktop-CD, Knoppix oder ein Mini-Linux von Diskette.

Hinweis:

Es ist wichtig, dass die Systemarchitektur des Live-Systems mit der des installierten Ubuntu-Systems übereinstimmt. Es ist also nicht ohne Weiteres möglich, sich mit chroot und einer 32Bit-LiveCD in ein 64Bit-System einzuloggen. Wird die gleiche CD wie zur Installation genutzt, so sollte es keine Probleme geben.

Nach dem Start des Live-Systems muss die Partition mit dem installierten Ubuntu-System eingebunden werden. Dazu muss ein Terminal geöffnet werden [1] und der Befehl

sudo mount /dev/sda2 /mnt 

ausgeführt werden.

Nutzt das System eine separate boot-Partition, so muss diese mit

sudo mount /dev/sda3 /mnt/boot 

eingebunden werden. Bei einer normalen Installation ist diese Partition nicht vorhanden, und somit dieser letzte Befehl nicht erforderlich.

Vor dem Wechsel in das installierte System muss diesem der Zugriff auf wichtige Systeminformationen zugesichert werden. Man bindet dazu das Verzeichnis mit den Gerätedateien innerhalb des installierten Systems ein:

sudo mount -o bind /dev /mnt/dev 

Ähnlich verfährt man mit dem Schnittstellendateisystem /proc. Dieses wird mit

sudo mount -t proc /proc /mnt/proc 

eingebunden.

Nun erfolgt der Wechsel in das installierte System:

sudo chroot /mnt /bin/bash 

Und endlich kann GRUB neu geschrieben werden:

grub-install /dev/sda 

Sollte hier der Fehler "Could not find device for /boot: Not found or not a block device." auftreten, gebt folgende Zeile vor dem grub-install ein:

cp /proc/mounts /etc/mtab 

Falls Grub zum ersten Mal installiert wird, sollte nun auch

update-grub 

ausgeführt werden.

Abschließend wird die chroot-Umgebung mit

exit 

verlassen und das Live-System beendet.

Methode 4: GRUB mit Alternate-CD neu schreiben

Sollte man gerade keine Live-CD zur Hand haben (oder nicht so lange warten wollen, bis sie gebootet hat), kann man auch die Ubuntu Alternate-CD nehmen. Einfach die Installation so lange durchlaufen lassen, bis die Frage nach den Partitionen kommt. Mit Alt + F2 auf die Konsole wechseln und mit bestätigen. Man ist jetzt automatisch als Root angemeldet.

mount /dev/sda2 /mnt/ 

Vor dem Wechsel in das installierte System muss diesem der Zugriff auf wichtige Systeminformationen zugesichert werden. Man bindet dazu das Verzeichnis mit den Gerätedateien innerhalb des installierten Systems ein:

mount -o bind /dev /mnt/dev 

Ähnlich verfährt man mit dem Schnittstellendateisystem /proc. Dieses wird mit

mount -t proc /proc /mnt/proc 

eingebunden.

Jetzt bewegt man sich in das eingebundene Verzeichnis und wechselt in das Ubuntu-System ( Strg + D verlässt das Verzeichnis wieder):

cd /mnt/
chroot /mnt/ 

Jetzt kann die neue Konfiguration in den MBR geschrieben werden:

grub-install /dev/sda 

Der nächste Befehl analysiert das root-System und schreibt eine Standard-Konfiguration. Das ist nur notwendig, falls keine Konfiguration vorliegt, oder Fehler enthalten sind.

update-grub 

Danach wird mit folgenden Befehlen die chroot-Umgebung verlassen und das System schließlich neu gestartet:

exit
reboot 

Methode 5: GRUB wiederherstellen bei Benutzung von LVM

Sollte man einen Logical Volume Manager für seine Festplatte benutzen, muss man ein bisschen mehr Aufwand treiben. Am besten ist hierfür die Desktop-CD von Ubuntu zu nutzen.

Zur Nutzung des Logical Volume Managers muss als erstes das Paket lvm2 installiert werden.

sudo apt-get install lvm2 

Nun muss der LVM-Kerneltreiber geladen werden.

sudo modprobe dm-mod 

Dann muss man das LVM zugänglich machen. Das geht im Terminal [1] mit den Befehlen

sudo vgscan
sudo vgchange -a y 

Wenn man sich nicht sicher ist, wie die Namen der Volumes im LVM lauten kann man diese mit folgendem Befehl anzeigen lassen.

sudo lvscan 

Nun sollte man die Partition mit dem Root-Verzeichnis (/) einbinden:

mkdir /mnt/ubuntu
mount /dev/mapper/LV-root /mnt/ubuntu 

Ebenso müssen die anderen Logical Volumes eingebunden werden:

mount /dev/mapper/LV-usr /mnt/ubuntu/usr
mount /dev/mapper/LV-home /mnt/ubuntu/home 

Das /dev/mapper/LV-* muss nach den eigenen Namensvergaben angepasst werden.

Die üblicherweise separate boot-Partition muss mit

sudo mount /dev/sda3 /mnt/ubuntu/boot 

eingebunden werden.

Nun kann man ganz normal mit der chroot-Umgebung (siehe oben) weiter machen.

Methode 6: GRUB wiederherstellen mit der GRUB-Konsole

Bei dieser Methode müssen sämtliche Arbeitschritte manuell ausgeführt werden, die ansonsten vom Skript grub-install durchgeführt werden. Darin liegt die besondere Bedeutung dieser Methode: Sollte grub-install - aus welchem Grund auch immer - mit der Systemkonstellation nicht zurechtkommen, so ist eine manuelle Installation hilfreich. Oft werden bei diesem Vorgang auch hilfreiche Fehlermeldungen ausgegeben, die die Ursache des Problems näherbringen.

Zunächst muss sichergestellt werden, dass die benötigten Komponenten im Verzeichnis /boot/grub/ der Rootpartition abgelegt wurden. Wird eine separate Bootpartition verwendet, so müssen die Komponenten statt dessen dort im Verzeichnis /grub/ vorliegen. Mögliche Komponenten finden sich normalerweise im Verzeichnis /usr/lib/grub/i386-pc. Bei anderen Architekturen muss der Pfad angepasst werden. Im Zweifelsfall sollte man alle Dateien kopieren.

Jetzt wird die GRUB-Konsole mit Root-Rechten gestartet [1]:

sudo grub 

Als nächstes wird die Partition festgelegt, die das Verzeichnis /boot/grub (bzw. /grub bei Verwendung einer boot-Partition) beinhaltet. Diese kann über den Befehl

find /boot/grub/stage1 

aufgerufen werden. Anschließend wird mit nachfolgendem Befehl die Boot-Partition gewählt:

grub> root (hd0,x) 

Dabei wird x durch die oben gefundene Partition ersetzt. Nun kann die eigentliche Installation mit

grub> setup (hd0) 

durchgeführt werden. Probleme - zum Beispiel fehlende Komponenten - werden für gewöhnlich an dieser Stelle von GRUB gemeldet.

Abschließend kann die GRUB-Konsole mit

grub> quit 

verlassen werden.

Zu beachten ist, dass Geräte und Partitionen in der GRUB-eigenen Notation angegeben werden müssen: Die Platten- und Partitionszählung beginnt dabei bei Null. Die hier in allen Beispielen verwendete Rootpartition /dev/hda2 wäre demnach (hd0,1).

Sicherheitsaspekte

Man kann GRUB auch vor unautorisiertem Zugriff schützen, insbesondere den Recovery Modus. Näheres dazu siehe hier.

Problem mit GRUB unter Adaptec SCSI Controllern

Ein recht häufiges Problem mit Adaptec SCSI-Controllern ist der "GRUB Hard Disk Error". Es kommen auch andere Fehlermeldungen vor, jedenfalls lässt sich der Computer nicht starten. Das verflixte an dem Fall ist, dass man mit der Super GRUB Disk unter der Funktion "direkt von MBR starten" einfach booten kann. Das Problem liegt an der Übergabe der LBA-Festplattengeometriedaten vom SCSI-Controller zum BIOS. Hier hat GRUB keine Chance. Auch LILO kann hier nichts ausrichten. Der Trick besteht in der Installation von GAG (Graphical Boot Manager). Dieser Bootmanager kann zwar weder Linux noch Windows allein booten, doch er kann auf vorhandene Booteinstellungen zugreifen und er hat kein Problem mit dem oben beschriebenen Bug. Wichtig ist hier, dass der Grub nicht mehr im MBR sondern auf der Linux Bootpartition installiert wird. Und das beste an diesem Manager ist, dass er direkt beim Booten konfigurierbar ist. Um Grub auf einer Partition (hier hda5) zu installieren, muss zum Beispiel folgendes als root eingeben:

grub-install /dev/sda5 

Aber erst nach der Installation von GAG (link siehe unten).

GRUB Error 12, 13 und 21

Error vor dem GRUB-Bootmenü

Sollte die Fehlermeldung kommen, bevor der GRUB das Bootmenü auflistet, kann die Ursache mehrere Quellen haben.

Ursache 1

GRUB ist nicht auf der richtigen Festplatte/Partition installiert.

Hinweis:

Bei einer Standardinstallation darauf achten, dass die Festplatte, auf die Ubuntu installiert werden soll, auch an erster Stelle in der Bios-Bootreihenfolge steht. Da GRUB automatisch auf (hd0,0) installiert wird. Sollte auf dieser Festplatte der Master Boot Record eines anderes Betriebssystem sein, so wird dieser überschrieben. Um ihn wiederherzustellen, müsst man den MBR wieder herstellen. Wie das geht, steht weiter unten im Artikel.

Ursache 2

Die Einträge groot und kopt in der menu.lst sind nicht korrekt. Um herauszufinden, welche Festplatte dort eingetragen werden muss, gibt man mit Hilfe einer Live-CD in der Konsole

sudo fdisk -l 

ein.

Hinweis:

Die erhaltene Liste kann man folgendermaßen verstehen. /dev/sda1 ist die erste Festplatte, dafür steht das "a", und die "1" steht für die erste Partition dieser Festplatte. PATA Festplatten werden als /dev/hda1 aufgelistet. Unter dem Punkt boot zeigt das * an, wo ein MBR vorhanden ist.

Für groot und kopt=root müsste nun, wenn der MBR von Ubuntu auf der /dev/sda1 liegt,

groot=(hd0,0) und für kopt=root=/dev/sda1 ro

eingetragen werden.

Achtung!

Dies müssen nicht unbedingt die richtigen Einträge für Root in den Kerneleinträgen für Ubuntu sein.

Error nach dem GRUB-Bootmenü

Es kommt des Öfteren vor, dass GRUB zwar das Bootmenü auflistet, man aber beim Auswählen eines Betriebssystems eine Fehlermeldung zurückbekommt. Sollte der Fehler Error 12, Error 13 und Error 21 sein, drückt man im GRUB-Bootmenü C. Jetzt befindet man sich in der Grubkonsole. Hier gibt man

find /vmlinuz 

ein, damit wird angezeigt, auf welcher Partition GRUB Ubuntu erwartet. Dies gibt man anschließend in der menu.lst bei den Kerneleinträgen unter root ein.

Fehler bei Windows-Boot

Sollte eine Fehlermeldung bei der Auswahl von Windows erscheinen, so lässt dies entweder

  1. einen falsch eingegebenen root-Eintrag vermuten

  2. die Weiterleitung des GRUB zum Windows-Bootloader mittels chainload +1 ist nicht eingegeben

  3. oder es muss noch der "map-Trick" angewendet werden. Ein Hinweis auf dieses Problem ist, wenn nach Wahl des Menüeintrags nur die Meldung "Starting up..." ohne weitere Fehlermeldung erscheint. Einzelheiten zur Anwendung der map-Anweisung findet man im Artikel menu.lst

Zuerst muss man aber herausfinden, auf welcher Festplatte GRUB Windows erwartet. Hier die Möglichkeiten, wie man die richtige Festplatte für den root-Eintrag findet.

Möglichkeit 1

Beispiel: Eingebaut sind zwei Festplatten. Auf Festplatte eins ist Windows. Auf Festplatte zwei sind Ubuntu und GRUB installiert. Im Bios steht Festplatte zwei an erster Stelle zum Booten. Damit glaubt GRUB Ubuntu muss auf (hd0,0) sein. Die Festplatte eins steht an der zweiten Stelle. Damit müsste sich für GRUB Windows auf (hd1,0) befinden.

Möglichkeit 2

Eine zwar nicht so elegante, aber dennoch effektive Methode ist es, Windows einfach mit allen möglichen Varianten in der menu.lst zu erstellen und anschließend auszuprobieren. Damit erspart man sich die langen Ladezeiten der Live-CD.

Eine Platte mit sechs Partitionen

  • Jeweils von (hd0,0) bis (hd0,6) bei Windows unter root eintragen.

Zwei Festplatten mit je drei Partitionen

  • Jeweils von (hd0,0) bis (hd0,3) und (hd1,0) bis (hd1,3) bei Windows unter root eintragen.

Hinweis:

Bei Raid 0 werden beide Festplatten als eine erkannt. Das heißt, (hd0,0) steht in diesem Fall für sda und sdb. Und eine dritte Festplatte folgt mit (hd1,0). Es ist auch möglich, dass die Raid 0 = SATA1 + SATA2 Festplatten als (hd1,0) erkannt werden und die SATA 3 als (hd0,0). Darum ist es immer besser, alle Varianten durchzuprobieren.

GRUB deinstallieren

Um GRUB aus dem Master Boot Record zu entfernen, gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Falls man ein reines Linux-System hat, kann man eine alte Sicherung des Master Boot Records einspielen (siehe oben).

Falls man ein Dualbootsystem mit Windows 2000/XP hat, kann man von der Windows Installations-CD booten und im Setup mit der Taste R die Wiederherstellungskonsole starten. Nun wählt man aus der Liste die eigene Windows-Installation aus und gibt das Administratorkennwort ein. Mit dem Befehl fixmbr wird der MBR überschrieben und GRUB deinstalliert. Dabei bleiben die Partitionen erhalten. Danach wird mit dem Befehl fixboot der Bootsektor der Windows-Partition neu geschrieben. Mit exit verlässt man die Wiederherstellungskonsole und startet den Computer neu. Nun wird Windows booten.

Besitzt man eine Installations-CD von Windows Vista, so kann nach dem Booten von CD beim ersten Fenster des Installationsprozesses nach dem Auswählen der Sprache die Option Computerreparaturoptionen gewählt werden. Nachdem der Computer nach bereits vorhandenen Installationen von Windows Vista gesucht hat, starte man die Eingabeaufforderung. Die Befehle zum Wiederherstellen des MBR haben sich seit den vorherigen Versionen von Windows verändert und lauten nun

Bootrec /FixMbr 

und

Bootrec /FixBoot 

Hinweis:

Die Wiederherstellungskonsole gibt es nicht auf allen Windows-CDs. So ist diese bei einigen OEM- oder Recovery-Versionen nicht vorhanden!

Wer keine Installations-CD zur Hand hat, kann sich unter Windows NT, 2000 und XP auch das Tool MbrFix.exe herunterladen (Download hier {en} , Doku hier {en} ) und dann in einem Terminal unter Windows den Befehl

MbrFix /drive <num> fixmbr 

eingeben, wobei für <num> die Laufwerksnummer (Zählung beginnt mit Null) anzugeben ist. Falls Windows Vista verwendet wird, lautet der Befehl

MbrFix /drive <num> fixmbr /vista 

Achtung!

Eine fehlerhafte Verwendung der Software kann möglicherweise zu einem Totalverlust der Daten auf der Festplatte führen!

Auf welcher Festplatte ist GRUB installiert?

Um herauszufinden, auf welcher Festplatte (oder Partition) der Bootloader installiert ist, kann man eine der hier beschriebenen Methoden verwenden: Skripte/GRUB finden.


Diese Revision wurde am 5. Dezember 2009 um 22:00 Uhr von RapaNui erstellt.
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