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GNOME Panel

GNOME Panel

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Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:

Dieser Artikel ist größtenteils für alle Ubuntu-Versionen gültig.

Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

Baustelle/GNOME_Panel/gnome-panel.png Das GNOME-Panel und die darin eingebundenen Applets sind ein zentraler Bestandteil des GNOME-Desktops. Bei der Einrichtung eines neuen Benutzers werden automatisch zwei Panels mit diversen Applets angelegt. Diese Anordnung kann vom Benutzer frei geändert werden. Das GNOME-Panel ist auch als Taskleiste (engl. Taskbar) oder Startleiste zu bezeichnen.

Prinzipiell kann ein Panel an jedem Bildschirmrand angelegt werden. Über die Eigenschaften lassen sich die Ausdehnung, die Größe oder die Farbe (bzw. Transparenz) einstellen. Es ist auch möglich, ein Panel nur zu zeigen, wenn sich der Mauscursor über diesem befindet.

Das Panel

Es kommt vor, dass Einsteiger Applets oder ganze Panels löschen und anschließend Funktionen vermissen. Um hier eine Orientierungshilfe zu bieten, werden im folgenden Abschnitt die Standard-Panels und Applets beschrieben und benannt, so dass man schnell herausfinden kann, was fehlt. Fehlt ein Panel, so kann man durch

  • "Rechtsklick auf ein Panel -> Panel anlegen"

ein weiteres Panel anlegen. Ein weiteres Applet kann man durch

  • "Rechtsklick auf ein Panel -> Zum Panel hinzufügen..."

hinzufügen.

Der obere Bildschirmrand

Baustelle/GNOME_Panel/panel_oben.png

Oberer Bildschirmrand
AppletBeschreibung
1) Menüleiste Startmenü mit allen Programmen, Orten und Systemeinstellungen.
2) Starter Starter können entweder per Drag&Drop aus dem Startmenü in ein Panel gezogen werden oder über "Zum Panel hinzufügen"-Menü neu erstellt werden.
3) Benutzerwechsel Schneller Wechsel zwischen Benutzerkonten, ohne dass die aktuelle Sitzung beendet wird.
4) Deskbar Programm zur schnellen Suche mittels Desktopsuchmaschinen wie Tracker bzw. Beagle.
5) Benachrichtigungsfeld Hier erscheinen Programme, die im Hintergrund arbeiten, ähnlich dem Systray von Windows.
6) Lautstärkeregler Regelt die Lautstärke der Soundkarte.
7) Uhr Ausgabe von Zeit und Datum, klickt man auf das Applet so wird ein Kalender mit den Terminen aus Evolution angezeigt.
8) Beenden... Startet den Abmelden-Dialog zum Herunterfahren, Neu-Starten, Standby... des Systems.

Hinweis:

Unter Umständen können 3) und 8) ein zusammengefügtes Applet bilden.

Der untere Bildschirmrand

Baustelle/GNOME_Panel/panel_unten.png

Unterer Bildschirmrand
AppletBeschreibung
1) Desktop anzeigen Minimiert alle Fenster und zeigt nur noch den Desktop an.
2) Fensterliste Zeigt alle laufenden Programme an. Ähnlich der Taskleiste von Windows.
3) Arbeitsflächenumschalter Schaltet zwischen den virtuellen Desktops um.
4) Mülleimer Öffnet den Dateimanager Nautilus mit den gelöschten Dateien. Durch einen Klick mit der rechten Maustaste rechte Maustaste erscheint ein Menü, aus dem heraus man den Mülleimer schnell leeren kann.

Hinweis:

Diese Liste legt keinen Wert auf eine vollständige Übersicht aller möglichen und unmöglichen GNOME-Applets. Es geht wie oben beschrieben nur um die grundlegenden Applets, die ein neuer Benutzer erhält.

Tipps

Panels und Applets verschieben

Panels

Wie schon eingangs erwähnt, können weitere Panele angelegt werden, diese können anschließend beliebig verschoben werden. Dazu klickt man an einer freien Stelle des Panels mit der linken oder mittleren Maustaste auf das zu verschiebende Panel und hält die Taste gedrückt. Der Mauscursor wandelt sich zu einer Hand, und man kann das Panel an eine beliebige Kante des Desktops verschieben. Seit Ubuntu "Jaunty Jackalope" 9.04 muss dazu in der Standardeinstellung zusätzlich die Alt-Taste gedrückt werden, so wird verhindet dass das Panel nicht mehr aus Versehen verschoben werden kann.

Applets

Baustelle/GNOME_Panel/applet_verschieben.png

Auch alle Elemente der Panels lassen sich beliebig auf den Panels ausrichten. Dabei ist zu beachten, dass man Applets auf dem Panel sperren kann. Diese gesperrten Applets lassen sich nicht verschieben. Daher müssen zu verschiebende Applets erst über einen Rechtsklick und die Abwahl von "Auf dem Panel sperren" freigegeben werden.

Danach kann man jedes Applet über einen Rechtsklick auf das Applet und "Verschieben" auf dem Panel verschieben. Bewegt man die Maus über ein anderes Panel, so wird das Applet sogar von einem Panel auf das Andere verschoben. Alternativ kann man Applets und Panels auch mit gedrückter mittlerer Maustaste verschieben.

Schriftfarbe des Panels ändern

Um die Schriftfarbe des Panels zu ändern muss man zuerst die Datei .gtkrc-2.0 im Homeverzeichnis erstellen und mit folgendem Inhalt füllen[4]:

#Schriftfarbe im Panel
style "panelColor" { 
	fg[NORMAL]	= "#FFFFFF"		# Farbe Weiß
} 
widget "*PanelWidget*" style "panelColor"
widget "*Applet*" style "panelColor"
widget_class "*PanelApplet*" style "panelColor"

Die Farben werden im so genannten Hexadezimalformat angegeben, welche auch als Webfarben bezeichnet werden. Wer eine andere Farbe für die Schrift im Panel als weiß haben will kann das #FFFFFF durch eine andere, beliebige Webfarbe ersetzen z.B. durch rot (#FF0000) oder gelb (#FFFF00).

Nach einem Neustart des gnome-panels per

pkill gnome-panel 

oder des XServers sollte sich die gewünschte Panelschriftfarbe eingestellt haben. Als Alternative bietet sich die Anwendung GNOME-Color-Chooser an. Leider ist es damit noch nicht möglich, alle Schriftfarben anzupassen (beispielsweise hat die Änderung der Schriftfarbe im Panel keine Auswirkung auf das Applet cpufreq).

Panel vollständig minimieren

Stellt man ein Panel auf automatisch minimieren, so erscheint nach wie vor ein recht breiter Streifen des Panels am Bildschirmrand. Diesen Wert kann man jedoch mit dem GNOME-Konfigurationseditor [3] ändern. Dazu muss man den Schlüssel

  • /apps/panel/toplevels/top_panel_screen0

für das obere Panel bzw.

  • /apps/panel/toplevels/bottom_panel_screen0

für das untere Panel suchen und den Wert auto_hide_size von "6" auf z.B. "0" ändern.

Hierbei bleibt immer ein Pixel für das Panel erhalten, da dieses sich sonst nicht mehr einblenden ließe.

Erweiterte Konfigurationsmöglichkeit

Wer das Panel weiter konfigurieren möchte, findet im gconf-editor weitergehende Einstellungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel die Zeit bis zum Verstecken des Panels ("hide-delay").

Unechte Transparenz

Bei diesem Verfahren wird ein kleines transparentes Bild für den Hintergrund des Panels benutzt (Beispiele {de}). In der Datei gnome_panel_backgrounds.zip {dl} befinden sich geeignete Bilder. Die Bilder aus der Datei entpacken, mit der rechten Maustaste (rechte Maustaste) das Panel anklicken, dann "Eigenschaften -> Hintergrund -> Hintergrundbild" und das gewünschte Bild auswählen.

Echte Transparenz

Um Panels wirklich transparent zu machen, und nicht nur durch eine Überlagerung des Hintergrundbildes Transparenz zu simulieren, muss ein Umweg über Compiz Fusion genommen werden.

Im CompizConfig Einstellungs-Manager wird im Abschnitt Barrierefreiheit unter Opacity, Brightness and Saturation eine Einstellung für das Panel vorgenommen.

Es wird ein neuer Eintrag bei den "Window specific settings" erzeugt. Als Fenster gibt man "(class:gnome-panel) | name=gnome-panel" an. Da die Icons im Panel allerdings ebenfalls transparent werden, sollte der Wert für die Transparenz nicht zu niedrig eingestellt werden.

Individuelle Installation von GNOME

Sollte man GNOME nachträglich installieren und geht hierbei nicht den Weg über das Metapaket ubuntu-desktop, so sollte man nicht vergessen das Paket

  • gnome-applets

Wiki/Vorlagen/Installbutton/button.png

zu installieren [1]. Erst dadurch ist es möglich, Applets - zu denen auch Icons im GNOME-Menü gehören - hinzuzufügen. Falls dieses Paket fehlt, erscheinen Fehlermeldungen wie

OAFIID: GNOME_Panel_TrashApplet

auf dem Bildschirm.

Problemlösungen

Icon-Cache neu generieren

Beim Hinzufügen von Applets kann es vorkommen, dass Icons fehlen. So ist dieses in der Vergangenheit z.B. beim Network Manager Applet geschehen. Als Fehlermeldung kommen Meldungen wie "Applet konnte benötigte Ressourcen nicht finden und kann deshalb nicht fortfahren." In diesem Fall kann man den Icon-Cache mittels des Befehls [2]

sudo gtk-update-icon-cache -f /usr/share/icons/hicolor 

neu generieren.

Panel zurücksetzen

Bei Problemen gibt es die Möglichkeit, die Konfiguration des Panels auf den Ausgangszustand zurückzusetzen. Dazu führt man als Benutzer im Terminal [2] folgenden Befehl aus:

gconftool-2 --recursive-unset /apps/panel 

Damit die Änderung sichtbar wird, muss man sich ausloggen oder das Panel neustarten mit

pkill gnome-panel 

Schrittweite der Lautstärke-Veränderung anpassen

Das Intervall, mit dem die Lautstärke verändert wird, wenn über dem Lautstärkeregler gescrollt wird oder eine Tastenkombination genutzt wird, lässt sich einstellen. Dazu mit dem gconf-editor den Schlüssel /apps/gnome_settings_daemon/volume_step anpassen.

Ubuntu Netbook Remix: Panels verschwunden

Wechselt man mit dem Desktop-Switcher vom netbook-launcher auf den normalen Gnome-Desktop, sind unter Umständen beim nächsten Login alle Panels weg und man sieht nur einen leeren Desktophintergrund. Dies ist ein bekannter Bug und tritt jedes Mal auf, wenn per Desktop-Switcher vom netbook-launcher auf den Gnome-Desktop umgeschaltet wird. Eine Lösung dafür ist im Artikel Ubuntu Netbook Remix zu finden.

Benachrichtigungsanzeigen verschwunden

Unter dem Applet Benachrichtigungsanzeige werden unter Ubuntu 10.04 Lucid Lynx der Lautstärkeregler, die Batterieanzeige und Me_Menu zusammengefaßt. Beheben kann man dies indem man mit der rechten Maustaste rechte Maustaste auf das Panel klickt und aus der Liste "Benachrichtigungsanzeige" auswählt. Um das zusätzliche Icon preferences-desktop-accessibility.png auszublenden deaktiviert man unter "Tastatur-Barrierefreiheit -> Barrierefreiheit" den Punkt "Funktionen zur Barrierefreiheit mittels Tastatur ein- und ausschalten" unter Barrierefreiheit.

Diese Revision wurde am 10. Mai 2010 um 18:12 Uhr von Heinrich Schwietering erstellt.
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