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Gnome2 Globalmenu
ist eine Weiterentwicklung des Mac-Menüs. Ziel ist es, bei GNOME- (Gtk+) und später auch Qt-Anwendungen das Menü - also die Leiste in der in Anwendungen "Datei | Bearbeiten | Ansicht | ..." steht - in ein Applet des GNOME Panel auszulagern. Das Menü erscheint dann nicht mehr im Programmfenster, sondern an der entsprechenden Stelle im Panel. Dadurch steht in der Anwendung mehr Platz zum Anzeigen der Inhalte zur Verfügung. Vorteile durch den Einsatz:
es spart Platz - besonders gut für Note- und Netbooks
Menüs und Fensterliste liegen logisch dicht beieinander
Man hat kein Problem mehr mit engen Fenstern, da die Menübreite nicht mehr auf die Breite der Fenster beschränkt ist (siehe Inkscape, The GIMP)
Es ist weniger irritierend: Falls zwei oder mehr Menüleisten auf einmal auf dem Bildschirm sind, kann das manche Leute dazu bringen, die falsche zu wählen.
Globalmenu ist der erste Schritt zu einem dokumentzentrierten Desktop: Discussion and thoughts On A Document-Centric Gnome 
Die Verlegung des Anwendungsmenüs in das Panel funktioniert bis dato nur mit GNOME- bzw. GTK-Anwendungen. Also beispielsweise Gimp, Pidgin oder Nautilus. Programme wie Firefox, Thunderbird oder OpenOffice.org zeigen auch weiterhin ihr Menü im Anwendungsfenster an.
| Beispiel der offiziellen Homepage |
| Weiteres Beispiel mit Nautilus |
| Volles Bildschirmfoto mit GIMP |
Obwohl der offizielle Projektname mit "gnome2" beginnt, lautet der Arbeitstitel noch "gnome" (ohne die 2). Daher sind auch die Pakete dementsprechend benannt. Derzeit ist es nur auf Englisch erhältlich, aber Übersetzungen sind bereits in Bearbeitung. Die PPA-Paketquellen für Hardy funktionieren momentan wegen Abhängigkeitsproblemen noch nicht.
Derzeit läuft es schon stabil. Dennoch handelt es sich um eine Version, die die 1.0 noch nicht erreicht hat. Daher sind noch nicht alle gewünschten Features implementiert. In der aktuellen 0.7.8 sind aber bereits die verfügbaren Funktionen sehr stabil.
Um das Programm aus dem PPA
ppa von globalmenu-team zu installieren, muss, abhängig von der Ubuntu-Version, eine der folgenden Paketquellen eingetragen werden:
Zusätzliche Fremdquellen können das System gefährden.
Für Synaptic oder Softwareverwaltung KDE: ppa:globalmenu-team/ppa (dabei wird automatisch der Schlüssel der Quelle importiert)
oder für ältere Versionen (VERSION durch den Codenamen der verwendeten Version ersetzen):
deb http://ppa.launchpad.net/globalmenu-team/ppa/ubuntu VERSION main
Um die Quelle zu verwenden, sollte man den Signierungsschlüssel für diese Quelle einspielen. Dazu verwendet man folgenden Befehl:
sudo apt-key adv --recv-keys --keyserver keyserver.ubuntu.com DA6DEEAA
Nach dem Hinzufügen der Paketquelle kann das Programm über das Paket
gnome-globalmenu (ppa)
installiert werden.
Man klickt mit der rechten Maustaste auf ein Panel seiner Wahl (oder auf ein neu erstelltes) und wählt "Zum Panel hinzufügen". Dort taucht dann das "Global Menu Applet" auf. Auf dieses klickt man ebenfalls mit rechts und wählt "Einstellungen". Im folgenden Dialog klickt man auf "Globales Menü für GTK-Anwendungen aktivieren".
Achtung Hardy-Nutzer: Gnome unterstützt in Hardy das automatische Laden von Modulen nicht. Es muss daher die Datei ~/.gnomerc angelegt werden. Diese muss folgenden Text beinhalten:
export GTK_MODULES=globalmenu-gnome
Wie auf den Bildschirmfotos zu sehen hat man jetzt nur noch eine Menüleiste für alle Fenster. Dort erscheint immer das Menü des derzeit aktivierten Fensters. Wenn man also z.B. das Fenster von Pidgin aktiv ist, so erscheint das Menü von Pidgin. Klickt ihr auf den Desktop, so erscheint das Menü von Nautilus.
Startet man GIMP, so sind die Änderungen am auffälligsten. Besonders hier merkt man den gewonnen Platz auf dem Desktop. Nicht GNOME-integrierte Programme wie Firefox und OpenOffice profitieren nicht vom Platzgewinn, da dieses keine GTK+-Programme sind.
Weitere Einstellungsmöglichkeiten findet ihr mit Rechtsklick auf das Applet. Diese sind recht selbsterklärend. Beim Verschieben ist das Applet leer, sofern keine Anwendung das Menu füllt (z.B. Nautilus). Da das Applet keinen "Anfasser" hat, ist es dadurch unsichtbar. Mit gefülltem Menu kann man dieses allerdings auch "sichtbar verschieben".
Wahrscheinlich liegt dieses Problem am verwendeten GTK-Thema. Um es temporär zu umgehen. wählt man im Dialog "Erscheinungsbild" (siehe GNOME Desktop anpassen) ein anderes Thema. Falls das Problem damit behoben ist, sollte es beim Google Issue Tracker (s.u.) gemeldet werden.
Prinzipiell stellt das global-menu team ein Plugin fürs Xfce-Panel bereit, allerdings ist es zur Zeit unmaintained. Die Version 0.7.8 funktioniert mit dem Xfce-Panel 4.6.x, die aktuellere 0.7.9 nicht.
Die Installation geht genau wie bei der Version für Gnome, allerdings muss man - bevor man das Plugin zum Panel hinzufügt - noch die Datei ~/.config/xfce4/xinitrc mit folgendem Inhalt erstellen:
1 2 3 4 | #!/bin/sh export GTK_MODULES=globalmenu-gnome . /etc/xdg/xfce4/xinitrc |
Danach aus- und wieder einloggen und dann sollte sich das Panel-Plugin wie jedes andere zum Panel hinzufügen lassen.
Unter code.google.com
kann man Probleme melden...
...und unter launchpad translations
kann man den Übersetzern unter die Arme greifen (Launchpad-Account benötigt).
Diese Revision wurde am 3. Juni 2010 um 20:41 Uhr
von Heinrich Schwietering erstellt.
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GNOME, Desktop, Ubuntu, Xfce
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