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GNOME Do

Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:

Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

gnomedo_logo.png

GNOME Do {en} ist ein vielseitiger Anwendungsstarter, dessen Möglichkeiten weit über das simple Starten von Programmen hinaus gehen. Mit GNOME Do kann man Musik zu den Playlisten von Amarok, Rhythmbox oder Banshee hinzufügen, Dateioperationen ausführen, in Kontakten von Evolution oder Pidgin suchen und Mails bzw. Chats mit den gefundenen Treffern initiieren und vieles mehr.

Obwohl das Programm für GNOME geschrieben wurde, arbeitet es auch problemlos mit anderen Desktopumgebungen bzw. Fenstermanagern zusammen. Eine kurze Demonstration wie GNOME Do arbeitet, findet man beispielsweise hier {en} auf YouTube.

Installation

Aus der Paketverwaltung

gnomedo_beispiel.png

Seit Ubuntu "Hardy Heron" 8.04 kann man GNOME Do direkt aus der Paketverwaltung heraus installieren [1].

  • gnome-do (universe, [2])

  • gnome-do-plugins (universe) - Nützlich, da es viele Plugins enthält. Ab Ubuntu "Intrepid Ibex" 8.10 enthält dieses Paket auch das Plugin für Rhythmbox. Das Plugin für Amarok wurde aufgrund massiver Probleme entfernt.

  • gnome-do-plugin-amarok (universe, bis Ubuntu "Hardy Heron" 8.04 verfügbar) - Optional um die Musikdatenbank von Amarok zu durchsuchen

  • gnome-do-plugin-rhythmbox (universe, bis Ubuntu "Hardy Heron" 8.04 verfügbar) - Optional um die Musikdatenbank von Rhythmbox zu durchsuchen

Hinweis:

Das GNOME Do Plugin für Amarok ist in allen Versionen (Stand Anfang August 2008) fehlerhaft {en} ! Es lastet die CPU vollständig aus und hat ein Speicherleck. Die Entwickler raten davon ab, es zu installieren!

Paketquellen der Entwickler

GNOME Do wird derzeit sehr aktiv entwickelt. Das Programm macht dabei große Fortschritte. Eventuell ist es daher sinnvoll auf das PPA der Entwickler von GNOME Do zu setzen. Diese enthalten immer die aktuelle Version von GNOME Do.

Um das Programm aus dem PPA Wiki/Vorlagen/PPA/ppa.png ppa von do-core zu installieren, muss, abhängig von der Ubuntu-Version, eine der folgenden Paketquellen eingetragen werden:

Hinweis!

Zusätzliche Fremdquellen können das System gefährden.

Für Ubuntu Karmic Koala 9.10:

ppa:do-core/ppa (über Synaptic oder Softwareverwaltung KDE)

oder

deb http://ppa.launchpad.net/do-core/ppa/ubuntu karmic main

Für Ubuntu Jaunty Jackalope 9.04:

deb http://ppa.launchpad.net/do-core/ppa/ubuntu jaunty main

Für Ubuntu Intrepid Ibex 8.10:

deb http://ppa.launchpad.net/do-core/ppa/ubuntu intrepid main

Für Ubuntu Hardy Heron 8.04:

deb http://ppa.launchpad.net/do-core/ppa/ubuntu hardy main

Um die Quelle zu verwenden, sollte man den Signierungsschlüssel für diese Quelle einspielen. Dazu verwendet man folgenden Befehl:

sudo apt-key adv --recv-keys --keyserver keyserver.ubuntu.com 77558DD0  

Für Hardy ist allerdings nur Version 0.6.1 verfügbar, da aktuellere Versionen eine neuere Mono-Version benötigen. Will man Mono aktualisieren und eine aktuellere GNOME Do Version unter Ubuntu "Hardy Heron" 8.04 einsetzen, kann man die folgende Paketquelle benutzen:

deb http://ppa.launchpad.net/directhex/ppa/ubuntu hardy main

Danach kann man GNOME Do über die Pakete

  • gnome-do

  • gnome-do-plugins - Plugins für GNOME Do

  • gnome-do-docklets- Docklets für GNOME Do im Docky Modus (neu seit GNOME Do 0.8.2)

installieren [1].

Benutzung

Nach der Installation der Pakete von GNOME Do, kann man das Programm über

  • "Anwendungen -> Zubehör -> GNOME Do"

starten. Öffnet man das Programm, so erscheint sofort das Fenster von GNOME Do. Sind die Desktop-Effekte aktiviert bzw. wird ein Fenstermanager genutzt, der Composite-Effekte bieten kann, so ist das Fenster von GNOME Do teilweise transparent.

Das Fenster gliedert sich in bis zu drei Teile. Links wird gesucht und rechts eine Aktion für das Suchergebnis ausgewählt. Wird eine Aktion gewählt, die weitere Interaktion bedarf, so erscheint ein drittes Feld, in dem man ein Ziel auswählen kann. So funktioniert GNOME Do immer nach dem Prinzip "Suche, Aktion und eventuell ein Ziel". Zwischen den einzelnen Teilen kann man mit der Tab ⇆ Taste umschalten.

Führt man eine Aktion aus bzw. schließt man das Fenster von GNOME Do mit Esc, so wird GNOME Do weiterhin im Hintergrund ausgeführt. Mit der Tastenkombination Windows +          kann man das Programm wieder in den Vordergrund holen.

Einstellungen

gnomedo_preferences.png

GNOME Do lässt sich recht umfangreich anpassen. Dies geschieht in den Einstellungen des Programmes. Um diese zu öffnen, blendet man das Fenster von GNOME Do mit Windows +          ein und klickt auf den Pfeil in der rechten oberen Ecke des Fensters. Darauf öffnet sich ein Popup-Menü. Über "Preferences" gelangt man dann in die Einstellungen von GNOME Do. Hier lässt sich dann Einstellen, dass GNOME Do automatisch startet, ob ein Icon im Benachrichtigungsfeld angezeigt werden soll, die Tastenkombination für GNOME Do ändern, sowie Plugins (de-)aktivieren.

Sitzung

Damit GNOME Do automatisch beim Einloggen in die Desktopumgebung geladen wird sollte man das Programm in die Sitzung der genutzten Desktopumgebung einfügen. In den Einstellungen findet man dazu die Optionen "Start GNOME Do at login" und "Hide window on first launch (quiet mode)". So startet GNOME Do automatisch nach dem Einloggen ohne dass das Fenster des Programmes eingeblendet wird.

Beispiele

GNOME Do ist sehr intuitiv zu bedienen, doch manche Funktionen entdeckt man erst, wenn man sich ein bisschen in GNOME Do eingearbeitet hat. Anhand einer Reihe von Beispielen soll die Arbeitsweise von GNOME Do erläutert werden.

Beispiel 1: Programm starten

gnomedo_programmstarten.png

Die gebräuchlichste Aktion für GNOME Do ist es Programme zu starten. Dazu holt man GNOME Do in den Vordergrund und gibt den Namen des Programms ein. Dabei wird die Eingabe automatisch vervollständigt. Ist das passende Programm gefunden, so kann man es über starten. Hier ist zu beachten, dass GNOME Do die Namen aus dem Anwendungsmenü benutzt. So startet nicht "gedit" den Editor der GNOME Desktopumgebung, sondern "Texteditor", so wie es eben im "Menü -> Anwendungen" auch steht.

Beispiel 2: Musik suchen und abspielen

gnomedo_musik.png

Sind die passenden Plugins installiert (s.o.) so kann GNOME Do Musik aus den in den Musikdatenbanken Rhythmbox, Amarok oder Banshee suchen und abspielen. Dazu gibt man einfach den Namen eines Interpreten oder eines Albums ein. Im Aktionsfeld kann man dann bestimmen, ob die Titel die Playliste ersetzen sollen ("Play") oder ob sie an die aktuelle Playliste angehängt werden sollen ("Add to Play Queue").

Beispiel 3: Dateioperationen

gnomedo_dateioperation.png

Selbst Dateioperationen lassen sich mit GNOME Do ausführen. Gibt man als Suchbegriff einen Namen einer Datei oder eines Ordners ein, die/der im eigenen Homeverzeichnis liegt, so kann man im Aktionen-Feld "Copy to..." bzw. "Move to..." auswählen. Danach öffnet sich ein drittes Feld, in dem man ein Ziel auswählen kann.

Docky

Hinweis:

Die Projekte Docky und GNOME Do werden mittlerweile getrennt voneinander entwickelt. Wer sich nur für Docky interessiert, sollte diesen Artikel lesen.

Seit GNOME Do 0.8 kann GNOME Do auch als Dock, also als Leiste am unteren Rand des Bildschirms, fungieren. Dazu muss in den Einstellungen zu GNOME Do ( Windows +          - klick auf Pfeil) unter "Einstellungen -> Erscheinungsbild" das Thema "Docky" aktiviert werden. Docky taucht jedoch nur in dieser Auswahl auf, wenn entweder die Desktop Effekte aktiviert worden sind, also Compiz als Fenstermanager benutzt wird, oder die Effekte von Metacity aktiviert wurden.

docky.png

Umgang mit dem Docky

Icons die dort nicht erscheinen sollen, können einfach mit der Maus herausgezogen werden. Fehlende Icons können mit Klick auf das kleine Pluszeichen hinzugefügt werden, wenn der Befehl eingegeben aber noch nicht ausgeführt wurde. Praktisch dabei ist, dass man auch ganze "Befehlsketten" in die Leiste legen kann.

Plugins installieren

gnomedo_plugins.png

GNOME Do kann durch eine Reihe von Plugins erweitert werden. Über Plugins lassen sich zahlreiche Funktionen nachrüsten. So kann GNOME Do Bookmarks von Firefox oder Epiphany durchsuchen. In den Kontakten von Evolution oder Pidgin stöbern und Chats bzw. Emails zu diesem Kontakten einleiten und vieles mehr. Über die Einstellungen kann man selber bestimmen welche Plugins GNOME Do nutzen soll. Einzelne Plugins lassen sich dort (de-) aktivieren und auch konfigurieren.

Docklets aktiveren

gnomedo_Docklets.png

Seit Gnome Do 0.82 kennt das Programm eine spezielle Form von Plugins: Docklets. Wie die bereits bekannte Uhr oder den Mülleimer erscheinen die Docklets rechts in einem separaten Bereich. Zur Verfügung stehen neben der erwähnten Uhr und dem Mülleimer Docklets zur Überwachung der CPU-Auslastung (gleichzeitig eine Abkürzung zum Systemmonitor), des Batteriestatus, ein Workspace-Switcher, ein Wetterbeobachter und eine Lautstärkenregelung. Docklets müssen erst über das Paket gnome-do-docklets installiert werden.

Docklets werden als eigene Kategorie Plugins geführt. Nach der Aktivierung wie oben beschrieben müssen die Docklets jedoch erst zu Docky hinzugefügt werden, indem sie unter Einstellungen --> Erscheinungsbild ausgewählt werden.

Unter KDE 4

Wie man dem Namen entnehmen kann, ist GNOME Do eigentlich für Gnome entwickelt worden, trotzdem funktioniert es auch mit KDE und hat mit "Glass Frame" auch ein Theme, die dem KDE Standardstyle nachempfunden ist.

Problembehebung

Es kann jedoch vorkommen, dass GNOME Do nicht mehr wie vorgesehen über den anderen Fenstern erscheint, sondern von diesen verdeckt wird. Hier eine Lösungsmöglichkeit von der Entwicklerseite {en}:

  • In KDE 4 geht man in die Systemeinstellungen und dort auf “Fenstereigenschaften“, wählt links “Fensterspezifische Einstellungen” und klickt rechts im Fenster auf “Neu”. Als Beschreibung wählt man beispielsweise “Do” (immer ohne “), “Fensterklasse (Programmtyp)” auf “Exakte Übereinstimmung” stellen und in das Feld “do” eintippen.

  • Auf den Reiter “Fenster-Besonderheit” wechseln, dort “Begrüßungsbildschirm” auswählen, bei “Fenstertitel” “Exakte Übereinstimmung” wählen und “Do” in das Feld eintippen.

  • Auf den “Provisorien“-Reiter klicken, das Häkchen vor “Vorbeugung gegen Übernahme der …” setzen und dahinter “Erzwingen” und “Keine” auswählen. Das Häkchen vor “Fenstertyp” setzen und hier “Erzwingen” und “Begrüßungsbildschirm” auswählen.

  • OK klicken und das Gnome-Do Fenster sollte auch unter KDE im Vordergrund erscheinen.

Diese Revision wurde am 17. Dezember 2009 um 09:23 Uhr von tinger erstellt.
Dieser Seite wurden folgende Begriffe zugeordnet: GNOME, System, Dock

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