Dieser Artikel ist größtenteils für alle Ubuntu-Versionen gültig.
Dieser Artikel listet Programme für das File Transfer Protocol (FTP) und FTP-fähige Dateimanager auf. Mit diesen Anwendungen können Daten auf FTP-Server geladen bzw. Daten heruntergeladen werden. Üblicherweise lädt man z.B. Webseiten per FTP auf einen Webserver hoch.
Prinzipiell ist es nicht zwangsläufig notwendig, ein FTP-Programm zu installieren. Die Dateimanager der großen Desktop-Umgebungen GNOME und KDE können von Haus aus mit "entfernten Dateisystemen" umgehen. Die Dateimanager kommen sicherlich nicht an die Leistungsfähigkeit eines reinen FTP-Clients heran. Wer jedoch nur ab und zu Daten per FTP verschiebt, braucht kein extra Programm zu installieren.
Der Dateimanager Nautilus der GNOME-Desktopumgebung kann von Haus aus mit zahlreichen Netzwerkprotokollen umgehen. Natürlich beherrscht er auch FTP. (mehr)
Unter Kubuntu kann man man von jeder Anwendung heraus eine ftp-Verbindung zu einem Server aufbauen. Man gibt in der Adressleiste der Anwendung einfach
ftp://BENUTZERNAME@DOMAINNAME
ein. Anschließend erscheint ein Fenster, in dem man seine Zugangsdaten eigeben kann. So lassen sich zum Beispiel mit Kate erstellte Dateien direkt vom Server laden oder auf ihm speichern, genauso ist der Zugriff mit Dolphin möglich, so dass bequem Dateien verschoben, kopiert oder gelöscht werden können.
CrossFTP
ist ein einfach zu bedienender, auf Java basierender, plattformunabhängiger FTP-Client. Daher muss zuerst Java installiert werden.
Die Software wird ganz anders als gewohnt gestartet. CrossFTP kann zwar lokal installiert werden, schneller geht es aber als Java-Anwendung aus dem Netz: auf der Downloadseite
klickt man auf die "Web Start Now"-Schaltfläche.
Alternativ kann man CrossFTP auch aus einem Terminal [3] über den Befehl:
javaws http://www.crossftp.com/crossftp.jnlp
starten. Den Befehl kann man also auch als Starter verwenden. Sollte man CrossFTP häufig benutzen oder die Anwendung im Intranet zur Verfügung stellen wollen, so sollte man es in Betracht ziehen, CrossFTP auf einem eigenen Webserver zur Verfügung zu stellen. Dazu gibt es auf der Downloadseite ein "offline installation package". Dieses Archiv muss im Document-Root eines Webservers entpackt werden und kann dann, wie oben beschrieben, lokal gestartet werden.
FileZilla ist ein schneller FTP und SFTP Client mit sehr vielen Features. Er unterstützt unter anderem die Wiederaufnahme abgebrochener Datentransfers, die Verwaltung verschiedener FTP-Sites, SSL, Drag&Drop und eine Menge mehr. Die Anwendung läuft nach der Installation in der systemweit eingestellten Sprache.
FireFTP ist kein "richtiges" FTP-Client-Programm: es handelt sich um ein Add-on für den Webbrowser Firefox. Allerdings bietet es zahlreiche Funktionen, die so manches ausgewachsene FTP-Programm in den Schatten stellen. So können beispielsweise Verzeichnisse verglichen und synchronisiert werden.
FireFTP
kann sehr einfach installiert werden. Wie bei allen Firefox Add-ons üblich, muss der Browser nach der Installation neu gestartet werden. Danach findet man im Browser unter
"Extras -> FireFTP"
den Eintrag für FireFTP.
bareFTP
ist ein FTP-Client für GNOME, der auf Mono und GTK# aufbaut. Das Programm unterstützt unter anderem die folgenden Protokolle: FTP, FTPS, SSH. Es lässt sich direkt aus den Paketquellen von Ubuntu installieren [1]:
bareftp (universe)
gFTP
ist ein FTP-Client, welcher auf GTK+ aufbaut. Das Programm unterstützt unter anderem die folgenden Protokolle: FTP, HTTP, HTTPS, SFTP und FSP. Es lässt sich direkt aus den Paketquellen von Ubuntu installieren. (mehr)
KFTPGrabber ist ein einfach zu bedienender FTP-Client für die Desktop-Umgebung KDE . Er fügt sich aber auch gut in GNOME ein. KFTPGrabber kann schon mit der Grundinstallation FTP über TLS/SSL (explizit/implizit) und SFTP über SSH2.
Mit ftp gibt es ein sehr leistungsfähiges, textbasiertes Programm für die Kommandozeile. ftp ist normalerweise in der Standardinstallation von Ubuntu enthalten, kann ansonsten aber über das folgende Paket nachinstalliert [1] werden:
ftp
Der Aufruf erfolgt im Terminal [3] mit:
ftp SERVERNAME_oder_IP
Nach Eingabe von Benutzername und Kennwort (Angaben in <...> variieren):
Connected to <SERVERNAME> 220 <Server-Version> ready. Name (<auf SERVERNAME>): <BENUTZERNAME> Password: ******** 230- 230 Logged in as <BENUTZERNAME> Remote system type is UNIX. Using binary mode to transfer files. ftp>
steht ein interaktiver Prompt zur Verfügung. Gibt man "help" ein, erhält man eine Befehlsübersicht. Wer mehr über die Nutzung von ftp erfahren möchte, der sollte die sehr ausführliche Manpage lesen.
Der Midnight Commander (Textoberfläche) kann ebenfalls FTP Verbindungen aufbauen. Die Eingabe der Zugangsdaten folgt diesem Schema:
/#ftp:BENUTZERNAME:PASSSWORT@FTPSERVER.DE
sitecopy synchronisiert zwei Verzeichnisse, wobei immer komplette Dateien übertragen werden. Dateien, die im Quellverzeichnis nur verschoben wurden, werden auch im Zielverzeichnis nur verschoben und nicht neu angelegt.
Für die Z-Shell steht das Modul zftp für die Konsolen-Bedienung und -Verwaltung von FTP-Verbindungen zur Verfügung.
Deutsche Einführung zu ftp
- Beschreibung der Kommandozeilenversion, Auszug aus dem Buch "Linux - Wegweiser zur Installation & Konfiguration"
Englische Einführung zu ftp
- Befehlsübersicht und einige Beispiele zu ftp
FTP-Client Filezilla
- LinuxUser 04/2008
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