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Dropbox

Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:

./logo.png Dropbox {en} ist ein kommerzieller Online-Datenspeicher. Über ein Client-Programm werden automatisch neu angelegte Dateien über das Internet zu Dropbox hochgeladen oder Änderungen aktualisiert. Client-Programme gibt es für alle gängigen Betriebssysteme. Über eine Weboberfläche {en} kann auch ohne den Client auf die Daten bei Dropbox zugegriffen werden, allerdings gibt es dort für einzelne Dateien eine Größenbeschränkung von maximal 300 Megabyte; Möchte man größere Dateien hoch laden, muss zwingend der Client verwendet werden.

Der Dienst bietet standardmäßig 2 GiB Speicherplatz kostenlos an. Neben der Erweiterung des Speichers gegen Bezahlung besteht auch die Möglichkeit, über Nutzerwerbung den eigenen kostenlosen Speicher zu erweitern.

Weitere Funktionen sind

  • Revisionsverwaltung von Dateien

  • Freigabe von Dateien oder Ordner für Dritte über das Webfrontend und über das Kontextmenü im Dateimanager

Dropbox verschlüsselt {en} die Daten, bevor sie auf den Webspeicher (Dropbox benutzt dazu Amazons Webstorage-Dienst S3) hochgeladen werden. Allerdings hat Dropbox die Kontrolle über den Schlüssel, also kann Dropbox hochgeladene Daten einsehen. Dem kann man relativ einfach mit Verschlüsselung entgegenwirken.

Installation

Wie eingangs beschrieben, benötigt man einen Client, damit die zu sichernden bzw. synchronisierenden Daten vom eigenen Rechner zu Dropbox kopiert werden können. Dropbox hat dazu einen Daemon (englisch für Dienst) und ein Plugin für den Dateimanager der GNOME- und Unity-Desktopumgebungen Nautilus geschrieben.

Der Dienst ist proprietäre Software. Er arbeitet, einmal geladen, unauffällig im Hintergrund und synchronisiert den Ordner ~/Dropbox mit dem eigenen Account auf Dropbox. Das Nautilus-Plugin ist freie Software. Es visualisiert über Symbole, ob die Dateien bereits synchronisiert wurden oder ob sie gerade hochgeladen werden.

Seit Ubuntu 11.10 ist ein Dropbox-Client für den Dateimanager Nautilus in den Ubuntu-Paketquellen enthalten. Dropbox passt sich damit perfekt in die GNOME-Desktopumgebung von Ubuntu ein.

  • nautilus-dropbox (multiverse)

Wiki/Vorlagen/Installbutton/button.png mit apturl

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install nautilus-dropbox 

sudo aptitude install nautilus-dropbox 

Fremdquelle

Wer eine Ubuntu-Version verwendet, die Dropbox nicht in ihren Paketquellen bereitstellt, der kann die von Dropbox für 32-Bit und 64-Bit bereitgestellten Pakete benutzen. Mit der Installation der Pakete wird automatisch eine Dropbox-Paketquelle in das System integriert, was den Vorteil einer automatischen Aktualisierung der Software bietet. Alternativ kann die Paketquelle auch manuell hinzugefügt werden.

Von Dropbox werden DEB-Pakete {dl} angeboten. Die Pakete können für Ubuntu 12.04 heruntergeladen werden. Nachdem man sie für die korrekte Ubuntuversion und Architektur geladen hat, müssen DEB-Pakete noch installiert werden.

Hinweis!

Fremdpakete können das System gefährden.

Anschließend muss noch der proprietäre im Hintergrund laufende Dienst installiert werden.

Paketquelle manuell hinzufügen

Eine manuelle Einrichtung der Paketquelle erfolgt auf diese Weise:

Um aus der Fremdquelle zu installieren, muss man die folgenden Paketquellen freischalten:

Hinweis!

Zusätzliche Fremdquellen können das System gefährden.

deb http://linux.dropbox.com/ubuntu VERSION main

Die Pakete aus der Quelle sind mittlerweile auch signiert. Der Schlüssel muss manuell über

sudo apt-key adv --keyserver pgp.mit.edu --recv-keys 5044912E 

zur Paketverwaltung hinzugefügt werden. Anschließend kann man Dropbox über das Paket

  • nautilus-dropbox (ppa)

Wiki/Vorlagen/Installbutton/button.png mit apturl

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install nautilus-dropbox 

sudo aptitude install nautilus-dropbox 

installieren [1]. Nun muss der Dateimanager Nautilus neu gestartet werden.

Dienst installieren

Nach der Installation des Paketes muss noch der Dienst aus dem Internet geladen werden, dieser ist nicht im Paket enthalten. Dazu muss einmalig der Installationsassistent über "Anwendungen -> Internet -> Dropbox" gestartet werden. Über dieses kleine Programm wird dann der Dienst geladen und installiert und auch automatisch gestartet, wobei das Symbol von Dropbox im Benachrichtigungsfeld auftauchen sollte.

Installation hinter einem Proxy

Wenn die Installation des Diensts hinter einem Proxy erfolgt und der Installationsassistent hängt, weil er nicht zum Dropbox-Server durchdringt, sollte der Installationsassistent nicht über die GUI wie oben gestartet werden, sondern durch Eingabe dieses Befehls im Terminal:

dropbox start -i 

Dann können die Proxy-Einstellungen über die Schaltfläche Connection settings der GUI so lange angepasst werden, bis die Verbindung hergestellt werden kann.

Kubuntu

Es gibt ein KDE-Servicemenü, welches viele sonst nur über Nautilus oder das Webfrontend verfügbare Funktionen bietet und von kde-apps {en} heruntergeladen werden kann. Nachdem man das .tar.gz-Archiv entpackt [5] hat, wechselt man in das dadurch erstellte Verzeichnis und führt dort das Skript

./install-it.sh 

aus. Das Servicemenü funktioniert nur, wenn man zuvor Dropbox installiert (siehe nächster Abschnitt) hat. Die Bedienung ist ähnlich zu der für Nautilus beschriebenen, nur eben nicht auf diesen Dateimanager beschränkt. ./dropbox_kde.png

Um die optische Integration in den Plasma-Desktop zu verbessern, gibt es einen Satz angepasster Symbole {en}. Die Installation funktioniert wie dort beschrieben, nur dass es bei der aktuellen Version von Dropbox keinen icons-Ordner mehr gibt. Statt dessen müssen die Bilddateien aus dem Archiv in den Ordner ~/.dropbox-dist/images/hicolor/16x16/status/ verschoben werden.

Außerdem ist es empfehlenswert, noch folgende Pakete zu installieren, um alle Funktionen des Servicemenüs nutzen zu können:

  • klipper

  • sqlite3

  • python

  • python-m2crypto

  • xdg-utils

Wiki/Vorlagen/Installbutton/button.png mit apturl

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install klipper  sqlite3  python  python-m2crypto  xdg-utils 

sudo aptitude install klipper  sqlite3  python  python-m2crypto  xdg-utils 

Xubuntu

Die Erweiterung Thunar Dropbox {en} bietet für den Dateimanager Thunar eine Dropbox-Integration. Der Blogbeitrag How to Install Dropbox Plugin for Thunar in Ubuntu XFCE Desktop {en} hilft bei der Installation weiter. Aber auch hier gilt: bitte zuerst den folgenden Abschnitt beachten!

Sonstige Desktopumgebungen

Dropbox unterstützt offiziell nur GNOME als Desktopumgebung für Linux. Benutzt man eine andere Desktopumgebung oder eventuell gar keine - beispielsweise wenn man einen Server betreibt - dann muss man nicht auf Dropbox verzichten. Der Daemon läuft völlig unabhängig von der Desktop-Umgebung und braucht nicht einmal einen XServer.

Den Daemon kann man direkt bei Dropbox herunterladen. Es gibt ihn für 32-bit {dl} oder 64-bit {dl} . Durch den Download erhält man ein .tar.gz-Archiv, das man entpacken muss [5]. Das daraus resultierende Verzeichnis .dropbox-dist sollte auf jeden Fall direkt in das Homeverzeichnis geschoben werden. Wenn man nun Dropbox zum ersten Mal startet [4]

~/.dropbox-dist/dropboxd 

erscheint der übliche Einrichtungsassistent. Nun muss man nur noch dafür sorgen, dass ~/.dropbox-dist/dropboxd in der eigenen Desktopumgebung automatisch geladen wird. Leider bindet sich Dropbox nicht direkt in andere Dateimanager als Nautilus ein. Die wichtigste Funktion von Dropbox - die Synchronisierung der Daten - funktioniert jedoch auch ohne Nautilus.

Einrichtung

Hinweis:

Wie eingangs erwähnt, ist der Account bei Dropbox kostenlos. Nur wer mehr Speicherplatz als die kostenlosen 2 GiB benötigt, muss für Dropbox bezahlen.

dropbox_account_setup.png
Einrichtung des Accounts

Direkt nach dem ersten Start von Nautilus muss Dropbox auf dem Rechner eingerichtet werden. Dazu muss zuerst die lokale Installation mit einem Account bei Dropbox verknüpft werden. Der Assistent, der einem bei der Einrichtung hilft, erscheint sofort nach dem Start von Nautilus.

Hier kann man nun einen neuen Account auf Dropbox anlegen oder - falls man Dropbox bereits auf einem anderen Rechner eingerichtet hat - den neuen Rechner zu einem schon bestehenden Dropbox-Account hinzufügen. Im letzten Schritt kann man das zu synchronisierende Verzeichnis auswählen, die Standardeinstellung ist ~/Dropbox.

Bedienung

Hinweis:

Bislang ist es nicht möglich, mehrere Ordner auszuwählen. Mittelfristig möchte {en} Dropbox es ermöglichen, beliebige Ordner zur Synchronisierung auszuwählen.

Wer weitere Ordner als nur ~/Dropbox synchronisieren möchte, der kann eine Verknüpfung (Symlink) setzen, die nach ~/Dropbox zeigt (Beispiel). So lassen sich weitere Ordner zur Synchronisierung hinzufügen.

Die Bedienung von Dropbox ist nun simpel. Alles, was man im Ordner ~/Dropbox im eigenen Homeverzeichnis ablegt, wird zu Dropbox hochgeladen und in Zukunft synchronisiert. Hat man also beispielsweise zwei Rechner zum eigenen Dropbox-Account hinzugefügt und kopiert auf einem Rechner eine Datei nach ~/Dropbox, so wird sie automatisch auf dem zweiten Rechner heruntergeladen.

Ändert man eine Datei innerhalb von ~/Dropbox, so wird nur die Änderung hochgeladen und auf dem zweiten Rechner wiederum synchronisiert. Die zu übertragenden Daten werden also so minimal wie möglich gehalten.

Symbol in Benachrichtungsfeld

dropbox_panel_kontextmenü.png
Kontextmenü des Panel-Icons

Dropbox erscheint als Symbol im Benachrichtungsfeld des GNOME Panels. Das Symbol ändert sich, je nachdem, was Dropbox gerade macht. Werden Daten hoch- oder runtergeladen, so rotieren kleine Pfeile, sind alle Daten synchron ist dies durch ein grünes Häckchen gekennzeichnet. Über einen Klick mit der rechten Maustaste auf das Icon gelangt man in ein Kontextmenü, über das man seinen lokalen Dropboxordner öffnen, das Webfrontend aufrufen, zuletzt geänderte Dateien einsehen, den Status des eigenen Accountes auslesen, Hilfestellung bekommen, den Account kostenpflichtig upgraden und auch Einstellungen vornehmen kann. Außerdem ist es hier möglich den im Hintergrund arbeitenden Dienst zu stoppen, worauf hin das Icon aus dem Panel verschwindet und Daten nicht mehr synchronisiert werden.

Im Reiter "General" der "Preferences" lässt sich der dropbox-Dienst vom aktuellen Account lösen und ggf. zun einem anderen dropbox-account zuordnen. Es besteht darüber hinaus die Möglichkeit den Ort des zu synchronisierenden lokalen Dropboxordners festzulegen und zu wählen, ob der Dienst mit dem Systemstart automatisch anlaufen, das Symbol im Benachrichtigungsfeld angezeigt werden und eine Synchronisation bei Rechnern im gleichen lokalen Netzwerk über eben dieses erfolgen soll. Diese letzte Option beschleunigt die Synchronisation enorm.

Im Reiter "Network" kann man eine maximale Up- bzw. Downloadrate definieren sowie Einstellungen für einen zu benutzenden Internet-Proxy vornehmen.

Nautilus

dropbox_nautilus_neu.png
Dropbox in Nautilus

Auch in Nautilus selber erscheint Dropbox. Alle Dateien oder Ordner in ~/Dropbox tragen von nun an zusätzliche Symbole. Dateien, die bereits vollständig mit Dropbox synchron sind, tragen einen grünen Haken. Dateien oder Ordner, die noch synchronisiert werden müssen, erscheinen mit zwei blauen rotierenden Pfeilen. So erkennt man schnell, ob der Stand der Datei aktuell ist.

Klickt man auf eine Datei oder einen Ordner innerhalb von ~/Dropbox mit der rechten Maustaste, so erscheint im Kontextmenü der zusätzliche Eintrag "Dropbox". Über diesen lassen sich im Webfrontend gelöschte Dateien sowie ältere Dateiversionen ansehen und herunterladen. Sollte man also einmal eine Datei oder einen Ordner geändert und gespeichert haben, so kann man über diese Funktion eine ältere Version heraussuchen und die fälschlicherweise gesicherte Version korrigieren. Auch eine Veröffentlichung von Dateien und Ordnern ist direkt über das Nautilus-Kontextmenü möglich.

Webfrontend

dropbox_webfrontend_neu.png
Dropbox-Webfrontend

Das Webfrontend {en} ist letztendlich die Schaltstelle für Dropbox. Hier können ältere Revisionen von Dateien angesehen und wiederhergestellt, Dateien oder Ordner für Dritte freigegeben und natürlich auch Dateien aus der Dropbox herunter- bzw. hochgeladen werden.

So hat man von jedem Rechner aus Zugang zu den in der Dropbox gesicherten Daten und deren Änderungshistorie.

Upgrade

Zur Aktualisierung öffnet man die Eingabekonsole, beendet den Dropbox Service, löscht das Arbeitsverzeichnis und startet ihn mit der Option „auto install“ erneut:

dropbox stop
rm -r ~/.dropbox-dist
dropbox start -i 

Anschließend wird automatisch die aktuellste Version heruntergeladen, eingerichtet und gestartet.

Tipps

Erweiterung des Gratisspeichers durch "Referrals"

Der zur Verfügung stehende Gratisspeicher kann durch das Werben weiterer Nutzer auf bis zu 18 GiB (2 GiB Grundspeicher + 32 mal 500 MiB für Nutzerwerbung) erweitert werden. Dazu ist es möglich, entweder vom Webfrontend {en} generierte links, sogenannte Referrals {en} zu versenden, die die umworbenen User dann nutzen können oder diese per email-Kontakt oder diverse soziale Netzwerke zur Nutzung einzuladen. Der Werber und der Umworbene erhalten bei erfolgreicher Installation des Clients durch den Geworbenen jeweils 500 MiB zusätzlichen Gratisspeicher. Ein Forumeintrag mit Referral-Links, die von ubuntuusers.de-Nutzern eingestellt wurden, ist als registrierter Nutzer in der "Lounge" des Forums zu finden. Für Studenten und für zahlende Mitglieder ist es besonders interessant, denn sie erhalten Sonderkonditionen. Pro geworbenem Nutzer erhalten Premiumkunden 1 GiB gratis Zusatzspeicher. Die aktuellen Sonderkonditionen für Studierende sind der entsprechenden Website zu entnehmen: (www.dropbox.com/edu {en}).

Dropbox auf einem Server ohne XServer

Experten-Info:

Der Einsatz von Dropbox auf einem Server erfordert einige Kenntnisse mit dem Arbeiten mit Prozessen.

Selbst auf einem Server, der über keinen XServer verfügt, kann man Dropbox benutzen. Die Installation des Dropbox-Daemons kann wie oben beschrieben durchgeführt werden, allerdings kann ohne XServer natürlich nicht die Verknüpfung mit einem Dropbox-Account durchgeführt werden.

Für diese kann man entweder X-Forwarding über SSH benutzen und so das Fenster zur Aktivierung auf einem zweiten Linux-Rechner anzeigen lassen, oder man installiert Dropbox auf einem zweiten Linux-Rechner, führt auf diesem die Registrierung durch, beendet Nautilus sowie den Dropbox-Daemon und kopiert dann den Ordner ~/.dropbox von diesem Rechner in das Homeverzeichnis des eigenen Benutzers auf den Server.

Zumindest beim zweiten Fall wird die Sache etwas umständlich. Zum einen muss auch hier

dropbox start -i 

ausgeführt werden. Nach dem Download des Dienstes erscheint die Meldung

Dropbox isn't running!

Jetzt

~/.dropbox-dist/dropbox start 

ausführen, mit einem Browser den angegebenen Link öffnen, online einloggen und auf Anfrage ein zweites Mal das Passwort eintragen.

Erst jetzt ergibt

dropbox status 

das gewünschte Ergebnis, nämlich erst die Initialisierung, das Herunterladen der Dateiliste und schließlich die Synchronisierung.

Damit der Daemon dann automatisch beim Start des Rechners geladen wird, sollte man ihn im Bootprozess eintragen. Dies geht beispielsweise bei einem Ubuntu über den Eintrag von

1
su BENUTZER -c "/home/<user>/.dropbox-dist/dropboxd &"

Beispiel:

1
su manfred -c "/home/manfred/.dropbox-dist/dropboxd &"

in der rc.local. Damit man über ein Terminal etwas Kontrolle und ein paar Informationen über Dropbox gewinnen kann, gibt es in den Foren von Dropbox das Skript dbcli.py {en} . Dieses kann man benutzen, um Dropbox von einem Terminal aus zu steuern.

dbcli.py  
Usage: bin/dbcli.py <command> [options] ... <command> [options]
Available commands:
   status - Get overall status for the daemon.
   copypublic <file> - Copies the url to the clipboard (? I guess)
   install <x86/x86_64> - Tries to download the daemon and install it in your home directory.
   browse <folder> - Browse the specified folder in your browser.
   copygallery - Copies the gallery url to the clipboard.
   share <file> - Open the browser and shows share-information.
   file <file> - Get information about a file/folder.
   folder <folder> - Get information about a file/folder.
   help - Gives this.
   revisions <file> - Opens the revisions page in your browser for the specified file.

Alternativ (oder ergänzend) kann man für diesen Zweck das offizielle Skript dropbox.py {en} nutzen.

Daten verschlüsselt speichern

Empfindliche Daten sollten nicht unverschlüsselt in einem Onlinespeicher wie Dropbox abgelegt werden. Zwei Möglichkeiten bieten sich hier an:

  • TrueCrypt glänzt durch einfache Bedienung, hohe Sicherheit und Interoperabilität. Besonders für Dropboxnutzer, die auch von Windows und Mac OS auf ihre verschlüsselten Dropbox-Daten zugreifen möchten, empfiehlt es sich. Dazu muss ein Truecrypt-Container in der Dropbox erstellt oder hineingeschoben werden. Dieser wird dann an einem Punkt außerhalb der Dropbox eingehangen. Auch wenn der Container relativ groß ist, z.B. mehrere MiB, muss bei kleinen Veränderungen des Inhalts des Containers nicht immer der ganze Container synchronisiert werden. Hierzu muss lediglich die Option "Zeitstempel von Containerdateien beibehalten" in den TrueCrypt-Einstellungen aktiviert sein. Dies ist in TrueCrypt aber die Standardeinstellung (mehr dazu in diesem Blog-Eintrag {de}). Es sollte allerdings beachtet werden, dass Dropbox den Container nur synchronisiert, wenn er geschlossen ist. Dieses Verhalten kann in manchen Fällen zu ärgerlichen Dateikonfliken führen, vor allem wenn von zwei PCs gleichzeitig im Container gearbeitet wird. Mehr dazu im Blogbeitrag Warum TrueCrypt bei mir nix auf der Dropbox zu suchen hat {de} (06/2011).

  • EncFS bietet sich an, wenn nur mit unixoiden Betriebssystemen gearbeitet wird, also z.B. mit mehreren Ubuntu-Rechnern. EncFS hat gegenüber TrueCrypt den Unterschied, dass es nicht mit Containern arbeitet, sondern Dateien verschlüsselt, die gesamte Ordner- und Dateistruktur aber beibehält. Das ist nicht unbedingt ein Vorteil, da man Dateigrößen und die Länge der Dateinamen auch an den verschlüsselten Daten erkennen kann. Günstig ist jedoch, dass man dann nicht mit einem "klobigen" Container arbeiten muss, dessen Größe irgendwann ausgereizt ist. Bei der Benutzung von EncFS erstellt man einen verschlüsselten Ordner innerhalb der Dropbox und hängt ihn an einem Ort außerhalb der Dropbox ein. Das Skript zum Einhängen des Ordners speichert man am besten in der Dropbox (aber natürlich außerhalb des verschlüsselten Ordners).

Weitere Informationen zu Verschlüsselung gibt es im Artikel Sicherheit und im Blogbeitrag Dropbox verschlüsseln mit encfs {de} (07/2013).

Mehrere Dropbox-Instanzen verwenden

Leider ermöglicht es Dropbox nicht selber, einen zweiten Account zu nutzen, deswegen muss man einen kleinen Workaround machen, um 2 (oder mehr) Accounts zu verwenden. Bei der folgenden Anleitung wird davon ausgegangen, dass bereits eine funktionierende Dropbox-Instanz installiert ist, welche beim Anmelden auch automatisch gestartet wird und problemlos funktioniert. Wenn manuell installiert wurde, müssen möglicherweise noch die Pfade angepasst werden!

Als aller erstes wird ein neuer versteckter Ordner im eigenen Home-Ordner angelegt:

mkdir ~/.dropbox2 

Anschließend muss eine zweite Dropbox-Instanz in den vorher angelegten Ordner installiert werden. Dazu werden folgende Befehle der Reihe nach ausgeführt:

HOME=~/.dropbox2
/usr/bin/dropbox start -i
HOME=~/ 

Nach dem zweitem Befehl startet die grafische Installationsverwaltung von Dropbox, wo dann z.B. auch der Arbeitsordner geändert werden kann. Nach dem Abschluss der grafischen Installation muss noch der letzte Befehle ausgeführt werden.

Um diese zweite Dropbox-Instanz automatisch zu starten, ist noch folgendes Skript nötig, welches dann auch in den Autostart eingetragen werden muss:

1
2
#!/bin/bash
HOME=~/.dropbox2 /usr/bin/dropbox start

Bei diesem Skript ist es nicht mehr nötig, dass -i hinter den Startbefehl für Dropbox zu schreiben, wie es oben bei der Installation der zweiten Dropbox-Instanz noch notwendig war!

Alternativen

Der Client für Dropbox ist unfreie Software. Verschiedene Projekte arbeiten an freien und offenen Alternativen für den Aufbau eines eigenen Onlinespeichers:

Problembehebung

Dropbox is running from an unsupported location

Dieser Fehlermeldung erhält man, wenn man unter Ubuntu 12.04 das Paket nautilus-dropbox aus den offiziellen Paketquellen installiert hat. Hintergrund sind Inkompatibilitäten zwischen dem offiziellem Paket und dem Fremdpaket (siehe 909488 und nautilus-dropbox questions {en}).

Anschließend stehen zwei Möglichkeiten zur Auswahl:

  1. "Don't Ask Again" - die Version aus den offiziellen Paketquellen weiternutzen

  2. "Install Dropbox Correctly" - die offizielle Version von Dropbox Inc. installieren

Integration in den KDE-Desktop

Standardmäßig übernimmt das Nautilus-Plugin, das unter Kubuntu im System-Tray zu finden ist, nicht das Design Kubuntus. Um die Integration in den Desktop aber erheblich zu verbessern, kann die Datei ~/.dropbox-dist/libstdc++.so.6 gelöscht oder besser umbenannt werden:

mv ~/.dropbox-dist/libstdc++.so.6{,.bak} 

Nach einem Neustart von Dropbox, wird nun auch hier der Oxygen-GTK-Stil verwendet und die grafische Benutzeroberfläche bettet sich weitaus besser in das Erscheinungsbild des Desktops ein.

Synchronisierung mit Mac OS X

Manche Software für Mac OS X speichert Dateien mit erweiterten Dateiattributen ab. Diese werden von den Standarddateisystemen in Ubuntu zwar unterstützt, sind aber nicht von Haus aus aktiviert. Nutzt man nun Dropbox, um zwischen einem Mac und einem Ubuntu mit ext3- oder ext4-Dateisystem zu synchronisieren, werden solche Dateien nur dann zum Ubuntu-Rechner übertragen, wenn die ext-Partition mit der Option user_xattr eingehängt ist. Andernfalls werden die Dateien zwar von OS X zu Dropbox, aber nicht von Dropbox zu Ubuntu übertragen. Wird eine in Ubuntu bereits vorhandene Datei mit OS X verändert und mit erweiterten Attributen gespeichert, wird sie aus dem Ubuntu-Ordner gelöscht.

Zur Lösung des Problems kann man im fstab-Eintrag der Partition, auf welcher der Dropbox-Ordner liegt, die Option user_xattr hinzufügen.

Deinstallation von Dropbox

Bei der Deinstallation von nautilus-dropbox werden nicht alle Dateien der Dropbox-Installation entfernt.

Mit den folgenden Befehlen kann man Dropbox vollständig (abgesehen vom ~/Dropbox) entfernen.

sudo apt-get remove nautilus-dropbox
rm -rvf ~/.dropbox ~/.dropbox-dist 

hohe Systemlast, häufige Abstürze oder Einfrieren des Dropbox Daemons

Hier hilft es meist nur alle lokalen Dropbox-Einstellungsordner zu löschen und das Programm aus dem Terminal neu zu starten. Die zu löschenden Ordner sind: ~/.dropbox ~/.dropbox-dist ~/Dropbox/.dropbox.cache

Anschließend kann man Dropbox mit dem Befehl

1
 dropbox start -i

neu starten.

Diese Revision wurde am 1. Juli 2014 22:52 von monika_krug erstellt.
Die folgenden Schlagworte wurden dem Artikel zugewiesen: unfreie Software, GNOME, Netzwerk, Internet, Büro