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Desktop-Effekte

Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:

Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

./visuelle-effekte_logo.png

Seit Ubuntu 7.10 Gutsy Gibbon sind visuelle Effekte fest in Ubuntu eingebaut. Unterstützt der Grafiktreiber des Systems 3D-Beschleunigung, so werden die Effekte von Haus aus aktiviert - dies ist jedoch nur bei manchen Grafikkarten von Intel und ATI der Fall. Ansonsten muss zuerst ein proprietärer Grafiktreiber nachinstalliert werden (Nvidia). Erst dann kann das System die Effekte darstellen.

Die visuellen Effekte aktivieren den Fenstermanager Compiz, der dann die Effekte generiert. Bei der Einstellung "Normal" werden die Effekte nur sehr behutsam eingesetzt: Fensterrahmen von im Hintergrund gezeichneten Fenstern werden beispielsweise transparent, und Fenster werden beim Minimieren und Maximieren animiert in das Panel geschoben. Ausgefallene Effekte wie z.B. beim Verschieben wabbelnde oder beim Schließen abbrennende Fenster müssen extra aktiviert werden.

Hinweis:

Ab Natty Narwhal ist diese Option nicht mehr verfügbar, da mit Unity ein voll funktionierendes Compiz zwingend erforderlich ist und es, mal abgesehen von "Unity-2D", auch nicht abgewählt oder deinstalliert werden sollte!

Einrichten

./erscheinungsbild-visuelle_effekte.png Die Desktop-Effekte können unter GNOME in den Einstellungen zum Erscheinungsbild eingerichtet werden:

  • "System -> Einstellungen -> Erscheinungsbild -> Visuelle Effekte"

Unter Kubuntu sind die nativen Effekte zu empfehlen, wer jedoch Compiz nutzen möchte, muss dessen Konfigurationsdialog für die Effekte zuerst über folgendes Paket installieren[1]:

  • desktop-effects-kde

Wiki/Vorlagen/Installbutton/button.png

Den Dialog für Compiz startet man dann über:

  • "K-Menü -> System -> Desktop Effects"

Zur Wahl stehen:

Visuelle Effekte
Stufe Bedeutung
"Keine" Desktop-Effekte werden komplett deaktiviert, als Fenstermanager wird Metacity (GNOME) bzw. KWin (KDE) benutzt.
"Normal" Einfache Desktop-Effekte werden aktiviert. Fenster gleiten beim Minimieren bzw. Wiederherstellen nun sanft in die Taskleiste.
"Extra" Aufwendigere Effekte, wie beim Verschieben "wabbelnde" Fenster, werden zusätzlich aktiviert.

Diese drei Einstellungsmöglichkeiten ermöglichen das äußerst unkomplizierte Einrichten der visuellen Effekte. Allerdings kann Compiz deutlich mehr. Allerlei Effekte - von äußerst nützlich bis zu reiner Spielerei - und jedes Detail lässt sich einstellen. Dazu müssen jedoch weitere Programme installiert werden.

Konfigurieren

Achtung!

Unter Natty Narwhal, ob mit oder ohne Unity, darf dieser Konfigurations-Editor nicht installiert werden, damit wird das komplette System beim Login nicht mehr erreichbar!

./simple-ccsm.png Zur Konfiguration gibt es zwei Möglichkeiten: der "Einfache CompizConfig Einstellungs-Manager" und der erweiterte CompizConfig Einstellungs-Manager. Der "Einfache CompizConfig Einstellungs-Manager" soll die Konfiguration von Compiz benutzerfreundlicher gestalten. Nach der Installation [1] des Paketes

  • simple-ccsm (universe [2])

Wiki/Vorlagen/Installbutton/button.png

kann man diesen über die Schaltfläche "Benutzerdefiniert" im Reiter "Visuelle Effekte" bzw. über

  • "System -> Einstellungen -> Einfacher CompizConfig Einstellungs-Manager"

starten. Das Programm vereinfacht die Konfiguration einer Reihe von Effekten deutlich. Über verschiedene Profile lassen sich vorkonfigurierte Einstellungen abrufen. Wer will, kann in den einzelnen Reitern noch zusätzlich einzelne Effekte einstellen.

Einfacher Compiz Config Einstellungs-Manager
Effekt Auswirkung
"Info" Generelle Informationen
"Animationen Animationen beim Öffnen, Schließen oder Minimieren von Fenstern.
"Effekte" "Anwendungsumschalter:" Effekt beim Drücken von Alt + Tab ⇆ zum Wechseln von Anwendungen; "Desktop-Würfel Effekte:" Die einfachste Art den aus vielen Videos und Demos bekannten Würfel zu aktivieren und einzurichten; "Ergänzungen:" Zusätzliche Effekte wie Scale, Expo, Unschärfe beim Verschieben von Fenstern und "wackelnde" Fenster beim Verschieben.
"Arbeitsfläche" "Aussehen:" Effekt bei Drücken von Alt + Strg und gleichzeitigem Bewegen der Maus bei gedrückter linker Maustaste zeigt die virtuellen Desktops Tafel oder Würfel an; "Arbeitsflächen Spalten/Reihen:" Zahl der Spalten und Reihen an virtuellen Desktops.
"Barrierefreiheit" Funktionen für Sehbehinderte. So lässt sich mit der Maus das Bild vergrößern bzw. verkleinern.
"Ecken" Die Ecken und Kanten des Bildschirmes lassen sich mit Funktionen belegen. So kann man beispielsweise das Expo-Plugin aktivieren lassen, wenn man mit der Maus in die rechte obere Ecke fährt.

Weiterführende Einstellungen lassen sich über diesen Assistenten jedoch nicht vornehmen, hier muss man auf den "CompizConfig Einstellungs-Manager" zurückgreifen.

Erweiterte Konfiguration

Mit dem CompizConfig Einstellungs-Manager lassen sich die visuellen Effekte von Compiz bis in kleinste Detail einstellen. Das Programm ist daher äußerst komplex. Es war ursprünglich für Leute gedacht, die beispielsweise vordefinierte Sets an Animationen für eine Linux-Distribution bereitstellen wollen. Dies sollte bei der Nutzung berücksichtigt werden.

Problembehebung

Die Desktop-Effekte konnten nicht aktiviert werden

Gelegentlich kommt es beim Versuch, die Effekte zu aktivieren, zu dieser Fehlermeldung. Leider sagt die Fehlermeldung nichts über die genaue Ursache aus. Um eine aussagekräftigere Fehlermeldung zu erhalten, muss Compiz in einem Terminal gestartet werden:

compiz --replace & 

Dabei wird das System überprüft und einige Statusmeldungen ausgegeben. Sollte eine der Überprüfungen fehlschlagen, dann wird Compiz nicht gestartet und stattdessen der Standard-Fenstermanager geladen.

Weitere Probleme und Lösungen sind im Artikel Compiz/Problembehebung zu finden.

Diese Revision wurde am 7. Januar 2012 um 13:24 Uhr von Heinrich Schwietering erstellt.
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