Dieser Artikel wird momentan von RedKnight erstellt. Als Fertigstellungsdatum wurde der 01.04.2012 angegeben.
Achtung: Insbesondere heißt das, dass dieser Artikel noch nicht fertig ist und dass wichtige Teile fehlen oder sogar falsch sein können. Bitte diesen Artikel nicht als Anleitung für Problemlösungen benutzen!
Dieser Artikel ist größtenteils für alle Ubuntu-Versionen gültig.
Die Konfiguration für APT kann an unterschiedlichen Stellen festgelegt werden, die unterschiedlich priorisiert sind. Es gilt die folgende Reihenfolge von oben nach unten.
Die Datei, die durch die Umgebungsvariable $APT_CONFIG benannt ist (falls die Variable gesetzt ist, unter Ubuntu standardmäßig nicht der Fall)
Die Dateien (in alphanumerischer Reihenfolge) im Verzeichnis Dir/Dir::Etc/Dir::Etc::Parts (unter Ubuntu standardmäßig /etc/apt/conf.d/), die die folgenden Anforderungen erfüllen:
Dateinamenerweiterung .conf oder keine Dateinamenerweiterung
Dateiname besteht aus Ziffern, Buchstaben oder aus Minus(-), Unterstrich(_) und Punkt(.)
Die Datei in Dir/Dir::Etc/Dir::Etc::main (unter Ubuntu standardmässig /etc/apt/apt.conf)
Dateien, die dem Befehl direkt durch die Kommandozeilenoption "-c" übergeben werden oder Optionen, die mittels Kommandozeilenoption "-o" gesetzt werden.
Es gilt immer die zuletzt gelesene Option; so gilt jederzeit eine im Befehl gesetzte Option. Ein Eintrag in Dir::Etc::main überschreibt einen anderslautenden Eintrag in einer Datei in Dir::Etc::Parts.
Ein Konfigurationseintrag hat eine standardisierte Form, um durch die Programme korrekt ausgewertet werden zu können. Zeilen, die mit // beginnen und Textteile, die von /* und */ eingeschlossen sind, werden als Kommentare gewertet und ignoriert. Ein Eintrag muss immer mit einem Semikolon (;) beendet werden. Die einzelnen Optionen sind eingeteilt in verschiedene Kategorien. Um eine Option zu bearbeiten, muss der komplette Pfad zur Option angegeben werden. Das kann auf zwei Arten geschehen: Entweder durch einen formatierten Absatz, in dem jede Stufe mit geschweiften Klammern geöffnet und geschlossen wird,
APT {
Get {
Assume-Yes "true";
Fix-Broken "true";
};
};oder durch eine einzige Zeile, in der die jeweiligen Stufen durch zwei Doppelpunkte getrennt sind:
APT::Get::Assume-Yes "true"; APT::Get::Fix-Broken "true";
Steuert das generelle Verhalten der APT-Unterprogramme
APT::Architecture gibt die Systemarchitektur an, für die Pakete heruntergeladen und installiert werden sollen (zum Beispiel i386 für 32-Bit bzw. amd64 für 64-Bit). Ist die Option nicht gesetzt, verwendet APT die Architektur, für die es selbst kompiliert wurde.
APT::Architectures gibt an, welche Systemarchitekturen unterstützt werden, da manche Architekturen abwärtskompatibel sind und die Binärpakete ihrer Vorgängerversionen ausführen können. Zum Beispiel kann i386-Binärcode auf amd64-Prozessoren ausgeführt werden.
Legt das erweiterte Verhalten von cron-jobs fest.
Veraltet, Nutzung von Periodic empfohlen.
Legt die Zeit in Sekunden fest, wie alt ein Paket höchstens sein darf, um von den Automatismen beachtet zu werden (0 entspricht keinem Höchstalter).
Legt die Zeit in Sekunden fest, wie alt ein Paket mindestens sein muss, um von den Automatismen beachtet zu werden (0 entspricht keinem Mindestalter).
Legt fest, ab welcher Cache-Größe (in MiB) der Paketcache automatisch geleert wird (0 entspricht keiner automatischen Löschung).
APT::Default-Release setzt die Pin-Priorität der Pakete aus der durch Codename oder Veröffentlichungsversion angegebenen Distribution auf den Wert 990. Als Codename kann zum Beispiel lucid verwendet werden, als Version z.B. 10.04.
Die Paketverwaltung wird angewiesen, den Paketstatus hold zu ignorieren. Damit können eventuell andere Auflösungen von Abhängigkeien angeboten werden. Die vergebenen Pinnings werden weiterhin beachtet.
Steuert das Verhalten von autoclean. Angeschaltet löscht autoclean alle nicht mehr in den Paketquellen erhältlichen Pakete (Standardverhalten). Ausgeschaltet werden die Installationspakete installierter Versionen, die nicht mehr über die Quellen verfügbar sind, im Cache vorgehalten.
Mit dieser Option lässt sich der Vorgang des Konfigurierens eines Pakets steuern. Manche Programme benötigen ein bereits laufendes (und somit konfiguriertes) Programm als Abhängigkeit. Erkennt APT diese Abhängigkeit nicht automatisch (da Information von den Maintainern nicht korrekt angegeben), kann die sofortige Konfiguration kurzfristig ausgeschaltet werden.
Erlaubt APT, kurzfristig ein essentielles Paket, die eigentlich nicht entfernt werden dürfen, zu entfernen, falls das einen Konflikt lösen kann.
Diese Option ist für Entwickler gedacht. Unbedachte Nutzung kann das System unbrauchbar machen.
APT benutzt einen Cache im Hauptspeicher, um die Liste der verfügbaren Pakete zwischenzuspeichern und die nötigen Operationen möglichst schnell ausführen zu können. Die folgenden drei Optionen beinflussen die Größe dieses Caches.
Diese Optionen beeinflussen nicht das Verhalten von apt-cache.
Setzt die Größe in Bytes fest, die der Cache bei Programmstart belegt. Standardeinstellung ist 20971520 (ca 20 MB).
Legt die Schrittweite in Bytes fest, in der der Cache wächst, wenn die Startgröße nicht ausreicht. Standardeinstellung ist 1048576 (ca 1 MB).
Legt die maximale Größe des Caches fest. Standardeinstellung ist 0 (unbegrenzt).
Legt fest, welche Pakete als essentiell zum Übersetzen eigener Quelltexte betrachtet werden. Unter Ubuntu gibt es das Metapaket build-essential für diesen Zweck.
Steuert das Verhalten von apt-get.
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Steuert das Verhalten von apt-cache.
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Gibt Namen oder reguläre Ausdrücke für Namensmuster an, die nicht durch autoremove entfernt werden dürfen.
Gibt Namen oder reguläre Ausdrücke für Namensmuster an, die nicht durch markauto als "automatisch installiert" markiert werden sollen.
Die acquire-Sektion steuert das Verhalten beim Download von Paketen aus verschiedenen Arten von Paketquellen.
Steuert, ob das in den Kopfzeilen der Release-Dateien vorkommende Feld "Valid-Until" ausgewertet werden soll. Dies hilft zum Beispiel bei der Erkennung eines Replay-Angriff. Standardeinstellung ist true.
Angabe der Zeit in Sekunden, die eine Release-Datei nach ihrer Erstellung höchstens gültig ist. Überschneidet sich der Wert mit einem vorkommenden Wert von "Valid-until", wird der kleinere Zeitraum überprüft. Eine Angabe von 0 bedeutet unendliche Gültigkeit.
Angabe der Zeit in Sekunden, die eine Release-Datei nach ihrer Erstellung mindestens gültig ist.
Steuert, ob APT statt kompletter Paketdateien PDiffs, die Unterschiede zwischen neuem und altem Stand, herunterladen soll. Dies verringert den Netzwerkverkehr. Standardwert true.
Legt fest, ob APT die Verbindungen zum Paketquellen-Spiegelserver über die Adresse (host) oder über die URI (access, zum Beispiel ftp, http, cdrom) verwaltet.
Maximale Anzahl der erneuten Versuche, einen Download zu beenden, nachdem er vorher fehlschlug.
Wenn true darf APT auf dem Spiegelserver einer symbolischen Verknüpfung folgen. Das erlaubt die Verwaltung mehrer Quellen mit weniger Platzbedarf. Wenn false aktiviert ist, muss die Datei tatsächlich an der angegenen URL erreichbar sein. Standardwert true.
Steuert das Verhalten von APT beim Herunterladen von http-Paketquellenservern.
Legt fest, ob APT einen speziellen http-Proxy benutzen soll (siehe auch Beispielsektion). Die Angabe von DIRECT weist den Proxy an, die Daten auf jeden Fall beim Paketquellenserver anzufordern. false verbietet die Benutzung eines systemweit geltenden Proxies. Ohne eine Angabe (Standardeinstellung) wird die Umgebungsvariable $http_proxy ausgewertet.
Legt fest, nach wievielen Sekunden eine Verbindung als Timeout gewertet werden soll.
Legt fest, wie viele Befehle in Folge ohne Empfangsbestätigung an den Mirror geschickt werden sollen. Werte von 0 bis 5 sind möglich. Fehlerhafte oder nicht RFC-konforme Server benötigen selten die Angabe 0.
Legt das Limit für die benutzte Bandbreite in KiB/s fest. Eine Einstellung von 0 (Standard) entspricht keiner Beschränkung.
Erlaubt die Angabe eines im http-Requests zu nutzenden User Agents.
Legt fest, ob APT Weiterleitungen (Redirects) (Statuscodes 3xx) folgen soll.
Legt fest, ob heruntergeladene Dateien im Cache gespeichert werden sollen. Möglicher Wetre sind true und false. Standard ist false.
Für das Verständnis dieser Sektion sind weitere Kenntnisse über SSL und die benutzten Zertifikate notwendig.
Steuert das Verhalten von APT beim Herunterladen von https-Mirrors. Alle http-Optionen gelten auch für https, sofern nicht anders festgelegt. Zusätzlich erlaubt https:
Angabe, in welchem Verzeichnis die Informationen zu vertrauenswürdigen Zertifikaten gespeichert sind. Eine Einzelangabe per Host im Format
<host>::CaInfo
ist möglich.
Legt fest, ob das Zertifikat des Gegenübers auf eine gültige Siganturkette überprüft werden soll. Mögliche Werte sind true und false. Eine Einzelangabe per Host im Format
<host>::Verify-Peer
ist möglich.
Legt fest, welches Zertifikat zur Authentifizierung des Clients am Mirror benutzt wird.
Legt fest, welche privaten Schlüssel zur Authentifizierung des Clients am Mirror benutzt wird.
Legt die zu benutzende SSL-Version fest. Die Angaben TLSv1 und SSLv3 sind möglich. Eine Einzelangabe per Host im Format
<host>::SslForceVersion
ist möglich.
Steuert das Verhalten von APT beim Herunterladen von ftp-Mirrors.
Legt fest, ob APT einen speziellen ftp-Proxy benutzen soll (siehe auch Beispiel für http). Die Angabe von DIRECT weist den Proxy an, die Daten nicht aus seinem Cache zu senden. false verbietet die Benutzung eines systemweit geltenden FTP-Proxies. Ohne eine Angabe (Standardeinstellung) wird die Umgebungsvariable $ftp_proxy ausgewertet.
Eine Einzelangabe per Host im Format
<host>::Proxy
ist möglich.
Legt fest, ob passiver oder aktiver (true oder false) FTP-Modus benutzt werden sollen. Vorgabe ist true für passiven Modus.
Legt fest, ob die RFC2428-Befehle EPSV und EPRT benutzt werden. Möglich sind true und false. Standard ist false, wodurch die Befehle nur bei IPv6-Verbindungen benutzt werden.
Erlaubt es, den Einhängepunkt einer auf Cdrom vorliegenden Paketquelle anzugeben, falls der Einhängepunkt nicht in der fstab steht.
/cdrom/::Mount "MOUNTPOINT";
Legt fest, welche Kompressionsformate von APT benutzt werden können und mit welcher Methode die entsprechenden Archive entpackt werden:
Acquire::CompressionTypes::Dateierweiterung "Methodenname";
Die Zuordnung der Methoden zu Programmen erfolgt dann im Schlüssel Dir::Bin.
Legt die Priorität fest, in der die einzelnen Formate benutzt werden. Die Angabe von gz impliziert auch die Angabe von bzip2.
Acquire::CompressionTypes::Order { "lzma"; "gz"; };
Legt fest, ob als .gz heruntergeladene Dateien gepackt gespeichert werden sollen. Mögliche Angaben sind true und false. Standard ist false.
Legt fest, in welcher Reihenfolge APT versucht, die Übersutzngsdateien herunterzuladen. Mögliche Werte sind environment, none und spezielle Kürzel der Spracheinstellungen.
In diesem Abschnitt wird festgelegt, welche Einstellungen und Programme wo im Dateisystem gesucht werden. Die Pfade werden entsprechend der Reihenfolge der Konfigurationseinträge zusammengesetzt, wenn sie nicht mit einem führenden / als absolut gekennzeichnet sind. Soll dieser Mechanismus genutzt werden, wird das führende / von Dir selbst festgelegt. Ein / am Ende des jeweiligen Pfads bezeichnet den Eintrag als Verzeichnis.
Enthält die Pfade, an denen die einzelnen aufgerufenen Unterprogramme im Verzeichnisbaum gesucht werden. Zum Beispiel:
gzip "/bin/gzip";
Enthält einen Pfad, an dem sich speziell für die Benutzung mit APT abgewandelte Binärprogramme befinden.
Legt fest, in welchem Verzeichnis sich die Caches für APT befinden.
Legt den Platz für die zwischengespeicherten Suchlisten der Paketinformationen fest. Um die Erstellung der Datei zu verhindern, kann die Konfiguration leer gelassen werden. Dies verzögert den Start von APT. Standard ist pkgcache.bin.
Legt den Platz für die zwischengespeicherten Suchlisten der Paketquelleninformationen fest. Um die Erstellung der Datei zu verhindern, kann die Konfiguration leer gelassen werden. Dies verzögert den Start von APT. Standard ist srcpkgcache.bin.
Legt fest, in welches Verzeichnis die zu installierenden Pakete (zwischen)gespeichert werden. Im Unterverzeichnis partial werden angefangene Downloads gespeichert.
Enthält den Pfad zu den Konfigurationsdateien. Standard ist etc/apt/ Einzelne Angeben werden wie für die sources.list gemacht:
Enthält den Pfad zur Hauptdatei sources.list. Normalerweise sources.list.
Enthält den Pfad zu Ergänzungsdateien zur sources.list. Normalerweise sources.list.d/.
Enthält den Pfad zur Hauptkonfigurationsdatei. Normalerweise apt.conf.
Enthält den Pfad zu Ergänzugsdateien der Konfiguration. Normalerweise apt.conf.d/.
Gibt an, in welches Verzeichnis die Ergebnisse der Paketoperationen als Logdatei gespeichert werden sollen. Standard ist var/log/apt/.
Im Normalfall wird APT als Wrapper für dpkg benutzt. Die Logdateien sind im Normalfall also leer und /var/log/dpkg.log wird benutzt. In diesem Fall enthalten die APT-Logs nur Start- und Endzeiten.
Erlaubt die Angabe des Dateinamens für die Logdatei. Standard history.log
RootDir ändert die Einstellung für alle in Dir:: angegebenen Pfaden von / auf die Angabe.
unbedachtes Setzen dieser Einstellung kann zu Schäden an der Paketverwaltung führen.
Enthält den Pfad zum Verzeichnis der mit dpkg geteilten status-Dateien. Standard ist var/lib/apt/.
Enthält den Pfad zur Statusdatei. Standard ist status.
Enthält das Verzeichnis, in das die heruntergeladen Paketlisten gespeichert (und eventuell entpackt, siehe Acquire::gzipIndexes) werden.
Gibt an, welche Dateien ignoriert werden. Die Angabe von Dateinamen und regulären Ausdrücken ist möglich. Standardmäßig werden Dateien, die auf .disabled, ~, .bak oder .dpkg-[a-z]+ enden, ignoriert.
Wenn der Rechner nur über einen Proxy-Server das Internet erreichen kann, muss man diesen in den Einstellungen von APT hinterlegen, damit sich Programme mittels apt-get installieren lassen. Wenn die grafische Oberfläche zur Verfügung steht, kann der Proxy einfach im Einstellungsmenü angegeben werden. Dazu die Einstellungen des Proxy-Servers nach folgendem Muster eintragen:
Acquire::http::proxy "http://[[benutzer]:[passwort]@]proxy:[port]";
Der Prefix http:// ist zwingend erforderlich.
Verlangt der Proxy keine Benutzerdaten, können diese einfach weggelassen werden. Die Aktualisierung der Paketlisten mit dem Befehl "sudo apt-get update" bringt nach dem Speichern der Proxy-Konfiguration Klarheit darüber, ob die Einstellungen korrekt sind.
Falls es Probleme mit einem systemweit genutzen Proxy gibt, kann die Nutzung eines Proxyservers für APT untersagt werden:
Acquire::http::proxy "false";
Falls ein einzlener verwendeter Quellserver andere Optionen benötigt, können diese auch pro Host festgelegt werden. Im Beispiel wird eine andere Lebensdauer (1 Tag = 86400 Sekunden) für die Indizes von Launchpad festgelegt:
http::http://ppa.launchpad.net::Max-Age "86400";
http://linux.die.net/man/5/apt.conf
- Manpage zur Konfigurationsdatei
APT
- Übersichtsartikel zur Paketverwaltungssoftware
Konfigration von APT
im Debian-Anwenderbuch
Diese Revision wurde am 3. März 2012 16:57 von Lasall erstellt.
Die folgenden Schlagworte wurden dem Artikel zugewiesen:
Server, Installation, Paketverwaltung, Shell, System
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