Dieser Artikel ist größtenteils für alle Ubuntu-Versionen gültig.

Wie bei jedem Betriebssystem müssen auch bei Ubuntu regelmäßig Updates installiert werden. Diese Updates beinhalten Bugfixes und Sicherheitsupdates, allerdings keine neuen Programmversionen. Dies liegt an der Politik von Ubuntu, die besagt, dass nach der Veröffentlichung einer Ubuntu-Version keine neuen Programmversionen aufgenommen werden.
Dies soll gewährleisten, dass neue Pakete die Abhängigkeiten nicht zerstören oder zu neuen Programmfehlern führen. Sicherheitsrelevante oder die Stabilität deutlich erhöhende Änderungen werden jedoch meist zurückportiert, so dass die in den Ubuntu-Quellen vorhandenen Versionen auch von Neuerungen profitieren.
Auf diesem Wege wird die Ubuntu-Installation immer auf dem aktuellen Stand gehalten, was im Fall Hardy Heron bedeutet, dass das eigene System identisch zu der nachträglich veröffentlichten Version 8.04.3 ist - wenn man immer alle Updates eingespielt hat. Es ist daher nicht notwendig, diese neue Version eigenständig herunterzuladen und von CD zu installieren, es sei denn, der Ubuntu-Rechner hat keine oder nur eine eingeschränkte Verbindung zum Internet. In so einem Fall empfiehlt sich ein Update mittels einer aktuellen Ubuntu-Alternate-CD oder -DVD (siehe Downloads).
Wer ständig mit dem Internet verbunden ist, wird automatisch über neue Sicherheitsupdates informiert. Die Überprüfung auf neue Updates geschieht täglich.
Wenn Updates verfügbar sind, wird im Benachrichtigungsbereich des oberen Panels ein auffälliges Symbol angezeigt. Ein Klick darauf öffnet die Aktualisierungsverwaltung
Ab Jaunty wurde das Benachrichtigungssymbol abgeschafft, statt dessen öffnet sich bei Verfügbarkeit von Update die Aktualisierungsverwaltung automatisch, minimiert sich aber direkt auf das Panel.
Die Aktualisierungsverwaltung listet alle verfügbaren Updates auf. Die Schaltfläche "Prüfen" liest dabei die Paketquellen noch einmal neu ein, so dass die Liste an verfügbaren Paketen in jeden Fall auf dem neusten Stand ist. Über die Dropdownbox "Beschreibung der Aktualisierung" lassen sich Informationen zu jedem der aktualisierten Pakete einblenden. Ein Klick auf "Aktualisierungen Installieren" sorgt nun dafür, dass die markierten Updates heruntergeladen und installiert werden. Danach kann man den Dialog schließen.
Möchte man die Aktualiserungsverwaltung von Hand starten, so geschieht das über "System -> Systemverwaltung -> Aktualisierungsverwaltung" (GNOME) bzw. "Applications -> System -> Aktualisierungsverwaltung" (Xfce).
Seit Jaunty Jackalope überprüft der Update Notifier, falls man mit dem Internet verbunden ist, ob Sicherheitsupdates zur Verfügung stehen. Falls dies so ist, wird dies mit einem Symbol im Systemabschnitt der Kontrollleiste angezeigt. Ein Klick auf das Symbol startet die Softwareverwaltung KDE, welche die Möglichkeit bietet die Updates zu installieren. (mehr)
Mittels weniger Schritte kann man das System so einstellen, dass Bugfixes und Sicherheitsupdates automatisch installiert werden, ohne dass man als Benutzer aktiv werden muss. So kann man Administrativen Aufwand sparen.
Hier gibt es einen Dialog, in dem man zahlreiche Einstellungen rund um die Paketverwaltung vornehmen kann. Man findet ihn unter
"System -> Systemverwaltung -> Software-Quellen"
Unter "Updates" bzw. "Aktualisierungen" findet man die Option "Sicherheitsaktualisierungen ohne Bestätigung installieren". Ist diese aktiviert, so werden Sicherheitsupdates ohne Interaktion des Benutzers installiert.
Seit Kubuntu 7.04 Feisty Fawn ist es über den Adept Manager möglich, Sicherheitsupdates automatisch installieren zu lassen. Ab Kubuntu 9.04 Jaunty Jackalope wird dies in der Softwareverwaltung KDE konfiguriert. Das in älteren Versionen verwendete Adept bietet diese Möglichkeit nicht, hier musste man auf das Autoupdate von aptitude zurückgreifen. Adept zeigte dann nur die verfügbaren Nicht-Sicherheitsupdates an.
Hier muss ein Cronjob eingesetzt werden, der in den gewünschten Zeitabständen (zumindest sicherheitsrelevante) Aktualisierungen aufspielt. Cronjobs führen Skripte aus, deshalb muss irgendwo ein Skript angelegt werden, das die Sicherheitsupdates durchführt. Dieses Skript muss dann z.B. in /etc/cron.daily abgelegt oder von dort verlinkt werden. Die Datei muss ausführbar sein.
Hier ein Vorschlag für ein solches Skript:
#! /bin/sh
eval `cat /etc/lsb-release | grep "DISTRIB_CODENAME="`
echo "**************" >> /var/log/apt-security-updates
date >> /var/log/apt-security-updates
aptitude update >> /var/log/apt-security-updates
aptitude safe-upgrade -o Aptitude::Delete-Unused=false --assume-yes --target-release ${DISTRIB_CODENAME}-security >> /var/log/apt-security-updates
echo "Security updates (if any) installed"Zur Erklärung: Zuerst wird die aktuell installierte Distribution ausgelesen. Dann wird eine Trennlinie in die Log geschrieben, in die nächste Zeile dann das jeweilige Datum. Der "update" Befehl holt sich dann die Liste der verfügbaren Anwendungen und Aktualisierungen. Der "safe-upgrade" Befehl installiert alle Aktualisierungen, die aus dem Security-Repository stammen. Die Ausgabe der Aktualisierung wird dabei in die Log geschrieben. Es werden jedoch nur Aktualisierungen vorgenommen, die nicht die Installation oder Deinstallation eines Pakets zur Folge haben. Das wird erst mit einem "full-upgrade" erledigt.
Es gibt auch noch die Möglichkeit, das Paket cron-apt zu verwenden, das sich ebenfalls um automatische Aktualisierungen kümmert.
Diese Revision wurde am 28. Dezember 2009 um 10:14 Uhr
von martingr erstellt.
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