
Seit Mitte Januar 2008 ist der Asus Eee PC
offiziell in Deutschland erhältlich. Der erste Eee PC (Modell 701) wird standardmäßig mit einer angepassten Variante von Xandros Linux
ausgeliefert. Neuere Eee PCs (900er und 1000er Serie) werden teilweise auch in Kombination mit Windows XP vertrieben.
Hinweise zur Installation, Einrichtung und Benutzung von Ubuntu auf dem Eee PC finden sich im Wegweiser Netbooks. Dort werden auch weitere Installationskandidaten, wie die auf Eee PCs angepassten Derivate besprochen. In diesem Artikel werden zusätzliche oder abweichende Anpassungen für Eee PCs beschrieben. Viele der in diesem Artikel angesprochenen Anpassungen sind in den angepassten Derivaten bereits integriert.
Für die Auswahl des Installationsmediums (z.B. der bootbare USB-Stick) muss während des Bootvorgangs Esc gedrückt gehalten werden und in dem erscheinenden Menü ausgewählt werden.
Für einige Modelle (siehe unten) funktioniert nach der Installation von Ubuntu Hardy Heron 8.04 weder LAN noch WLAN. Man sollte daher, noch vor der Installation von Hardy, den Array-Kernel auf beispielsweise einen USB-Stick herunterladen und danach von dort installieren, wie hier
beschrieben.
Dieser Abschnitt [6] geht auf Besonderheiten bei der Partitionierung von Eee-Modellen bieten. Eine Übersicht verbauter Festspeicher (Festplatten und SSD-Chips) in verschiedenen Modellen findet sich hier.
Moderne SSD-Chips, wie sie in den Eee-PCs verbaut sind, haben durch Wear Leveling eine mit herkömmlichen Festplatten vergleichbare Lebenserwartung.
Der EEEPC 701 verfügt über 4GB Speicher auf aufgelöteten SSD-Chips. Hier wird der Speicher schnell knapp und kann bei einem Defekt so gut wie nicht ausgetauscht werden. Zum Partitionieren gibt es folgende Optionen:
| Option | Vorteile | Nachteile |
| System komplett auf SSD (/) | höchste Geschwindigkeit | Speicherplatz knapp, SSD bei Verschleiß kaum austauschbar |
| System auf SSD (/), home auf SD-Karte (/home) | Speicherplatzproblem etwas entschärft | SSD bei Verschleiß kaum austauschbar |
| System komplett auf SD-Karte (/) | SD-Karte bei Defekt leicht austauschbar, ab 8GB-Karte Speicherplatzproblem gelöst | Datentransferrate der SD-Karte nicht so hoch |
Man sollte bei den SD-Karten "Class-6"-Karten nehmen, da diese am schnellsten sind. Karten der Größen 8 und 4 GB sind erfolgreich getestet worden.
Der Eee 1000 (ohne H) verfügt über zwei SSDs. Die schnellere 8 GB große SSD (/dev/sda) ist nur erreichbar wenn das Gehäuse komplett entfernt wird und daher im Gegensatz zur zweiten 32 GB großen SSD (/dev/sdb) nicht leicht austauschbar. Nachdem man alle vorhandenen Partitionen gelöscht hat, bietet es sich daher an /dev/sda als root (/) Partition zu nutzen und /dev/sdb als home. Eine Swap-Partition legt man am besten auch auf die große Platte.
(900er, 1000er, 1005er)
Wer den Boot Booster im Bios aktivieren will, benötigt eine mindestens 8 MB große Partition auf der ersten Festplatte, die bei der Auslieferung bereits besteht. Hat man diese gelöscht, erstellt man eine neue primäre EFI Partition [6] dieser Größe. Sollte das Partitionsprogramm nicht die Möglichkeit bieten EFI-Partitionen anzulegen (z.B. GParted), erstellt man stattdessen eine unformatierte Partition und führt anschließend folgendes Kommando aus:
X ist im folgenden Befehl durch die entsprechende Partitionsnummer zu ersetzten. Wird die Falsche Partition gewählt droht Datenverlust.
sudo sfdisk --change-id /dev/sda X ef # /dev/sdaX ist durch den Namen der Partition zu erstetzen.
Abschließend kann man den Boot-Booster im Bios ( F2 während des Starts drücken.) aktivieren. Dieser funktioniert nach einem weiteren Neustart.
Nach der "normalen" Installation funktionieren nicht alle Komponenten des Eee PC.
Die folgende Tabelle gibt ein Übersicht über Komponenten, welche mit der jeweiligen Version noch nicht funktionieren und welche Anspassungen notwendig sind.
Für Ubuntu Jaunty Jackalope 9.04:
Prozessortaktung muss angepasst werden
Für Ubuntu Intrepid Ibex 8.10:
Prozessortaktung muss angepasst werden
WLAN funktioniert erst nach Installation der Backports-Module oder mit NdisWrapper
eventuell USB-Problem
Prozessortaktung muss angepasst werden
WLAN funktioniert mit Madwifi ab Version 0.10.x
eventuell USB-Problem
Für Ubuntu Jaunty Jackalope 9.04:
-
Für Ubuntu Intrepid Ibex 8.10:
WLAN funktioniert erst nach Installation der Backports-Module
eventuell USB-Problem
Die Fn-Tasten für WLAN an/aus funktionieren nicht.
LAN (Netzwerkkarte) funktioniert erst mit Array Kernel
WLAN funktioniert mit Madwifi (900/900A) oder rt2860 (901), alternativ den Array Kernel installieren.
eventuell USB-Problem
-
Für Ubuntu Jaunty Jackalope 9.04:
WLAN erfordert bei manchen Geräten den Array Kernel
Für Ubuntu Intrepid Ibex 8.10:
WLAN erfordert den Array Kernel
eventuell USB-Problem
Webcam, LAN und WLAN erfordern Array Kernel
eventuell USB-Problem
Alles wichtige funktioniert einwandfrei „out of the box”.
Es funktionieren nicht:
Fn + F3 (Touchpad deaktivieren) und die extra Taste dafür,
Fn + F4 (Bildschirmauflösung verändern),
Fn + F7 (Bildschirm ausschalten),
Fn + F9 (Taskmanager starten, logisch..),
Scrollen mit zwei Fingern
Problembehebung:
Zweifingerscrollen wird durch Erstellen einer Datei /etc/hal/fdi/policy/11-x11-synaptics.fdi als root mit folgendem Inhalt aktiviert:
<?xml version="1.0" encoding="ISO-8859-1"?>
<deviceinfo version="0.2">
<device>
<match key="info.capabilities" contains="input.touchpad">
<merge key="input.x11_driver" type="string">synaptics</merge>
<merge key="input.x11_options.SHMConfig" type="string">True</merge>
<merge key="input.x11_options.TapButton1" type="string">1</merge>
<merge key="input.x11_options.TapButton2" type="string">3</merge>
<merge key="input.x11_options.EmulateTwoFingerMinZ" type="string">10</merge>
<merge key="input.x11_options.EmulateTwoFingerMinW" type="string">7</merge>
<merge key="input.x11_options.VertTwoFingerScroll" type="string">1</merge>
<merge key="input.x11_options.HorizTwoFingerScroll" type="string">1</merge>
</match>
</device>
</deviceinfo>Probleme bereiten:
WLAN, bei manchen Geräten bricht die WLAN Verbindung in kurzen Abständen ab, Linux Backport Module installieren http://forum.ubuntuusers.de/topic/internetverbindungsprobleme-1/#post-2230536
Falls keine Verbindung zu einem WLAN möglich ist, lohnt es sich das komplette Networking inklusive des ath9k Kernelmoduls neu zu laden:
#!/bin/bash sudo service network-manager stop sudo /etc/init.d/networking stop sudo modprobe -r ath9k lsmod | grep ath #es sollte keine Ausgabe geben sudo modprobe ath9k sudo service networking start sudo service network-manager start
Laufzeit besser als unter Windows 7, Bootzeit 45s.
Laufzeit schlecht als unter Windows XP, powertop spricht von 7,2 Watt Verbrauch bei aktiviertem WLAN, Bildschirmhelligkeit auf der zweitniedrigsten Stufe, Camera, Cardreader deaktiviert.
Alles wichtige funktioniert „out of the box”.
networkmanager gnome vers. 0.8 hat mitunter instabile wlan-Verbindung (streaming etc.); Abhilfe:Networkmanager wicd 1.6.1; läuft stabil
damit der Sound stabil bleibt: Die letzte Zeile aus der /etc/modprobe.d/alsa-base.conf (die da lautet "options snd-hda-intel power_save=10 power_save_controller=N") auskommentieren http://forum.ubuntuusers.de/topic/ubuntu-auf-dem-eee-1101-ha/8/
Die Grafikkarte wird nicht vollständig unterstützt (Intel GMA500 Poulsbou:nur verringerte Auflösung)
>> Lösungsansatz: https://wiki.ubuntu.com/HardwareSupportComponentsVideoCardsPoulsbo/ (danach geht nur 1366 x 768)
Einige Funktionstasten funktionieren nicht:
z.B.:
Fn + F5 (Bildschirm dunkler),
Fn + F6 (Bildschirm heller),
andere Funktionstasten die nicht mit der Grafik zusammenhängen funktionieren (WLAN, Lautstärke, ...)
keine Probleme nach Bios Update auf 0323 vom 30.12.2009 (über parallele XP-Installation und Asus-Update-Service, andere aber nicht getestete Varianten siehe unten), danach Verbesserung von s3 resume, Lüftersteuerung, Batterielaufzeit u.a.
Alles funktioniert „out of the box”.
Aufgrund des extrem langsamen Prozessors, der hier aus Gründen der langen Laufzeit mit internem Akku eingebaut wurde, kann jedem Fenster buchstäblich beim Aufbauen oder Schließen zugesehen werden. Das Netbook benötigt zudem sehr lange zum Booten (bis zu 2,5 Min.) - für Linux absolut nicht zu gebrauchen.
Für die Eee-Familie existiert bis Jaunty Jackalope der optimierte Array-Kernel
, in dem bereits alle benötigten Treiber eingebaut wurden.
Um aus der Fremdquelle zu installieren, muss man, abhängig von der Ubuntu-Version, eine der folgenden Paketquellen freischalten:
Zusätzliche Fremdquellen können das System gefährden.
Für Ubuntu Jaunty Jackalope 9.04:
deb http://www.array.org/ubuntu jaunty main
Um die Fremdquelle zu authentifizieren, kann man
entweder den Signierungsschlüssel herunterladen
und in der Paketverwaltung hinzufügen oder folgenden Befehl ausführen:
wget -q http://www.array.org/ubuntu/array-apt-key.asc -O- | sudo apt-key add -
Danach kann man aus folgenden Paketen wählen [1]:
linux-netbook (Netbook-Kernel, soll auch für Nicht-EeePC-Netbooks geeignet sein)
linux-netbook-eeepc (EeePC-Kernel)
Man beachte das weiter Vorgehen nach der Installation des neuen Kernels
Um aus der Fremdquelle zu installieren, muss man, abhängig von der Ubuntu-Version, eine der folgenden Paketquellen freischalten:
Zusätzliche Fremdquellen können das System gefährden.
Für Ubuntu Intrepid Ibex 8.10:
deb http://www.array.org/ubuntu intrepid eeepc
deb http://www.array.org/ubuntu hardy eeepc
Um die Fremdquelle zu authentifizieren, kann man
entweder den Signierungsschlüssel herunterladen
und in der Paketverwaltung hinzufügen oder folgenden Befehl ausführen:
wget -q http://www.array.org/ubuntu/array-apt-key.asc -O- | sudo apt-key add -
Danach kann man aus folgenden Paketen wählen [1]:
linux-eeepc (EeePC-Kernel)
linux-eeepc-lean (extraschlanker und stark angepasster EeePC-Kernel, nur für Intrepid)
Leider funktioniert die Mixereinstellung der Soundkarte mit einigen dieser Kernel nicht reibungslos, da einige Kanäle vertauscht werden, bzw. nicht erscheinen. Hier hilft der Alsamixer.
Der Array-Kernel ist nun im Bootmenü verfügbar. Damit dieser Kernel als Standard gebootet wird, müssen eventuell Einstellungen im Bootmenü [7] vorgenommen werden. Dies ist nach einem Update des normalen Ubuntu-Kernels eventuell erneut nötig.
Wenn mit dem Array-Kernel alles gut läuft, kann man optional den normalen Ubuntu-Kernel deinstallieren [8] um Platz zu sparen. Es empfiehlt sich allerdings wenigstens einen Ubuntu-Kernel zu behalten, dann kann bei Problemen mit dem Array-Kernel der Normale gebootet werden.
Die Backports-Module enthalten weitere Treiber u.a. für einige WLAN-Karten. Das Paket ist in den Ubuntuquellen vorhanden und heißt:
linux-backports-modules-intrepid ([1])
Nach einer Installation von Ubuntu Hardy Heron 8.04 oder Ubuntu Intrepid Ibex 8.10 von einem USB-Stick kann es vorkommen, dass weitere USB-Sticks als CD/DVD-Laufwerke eingebunden werden. In dem Fall muss man zunächst herausfinden, unter welchem Namen der USB-Stick eingebunden wurde, z.B: /dev/sdb1, und in der Datei /etc/fstab mit Administrationsrechten die entsprechende Zeile mit einem führenden # auskommentieren, z.B.:
# /dev/sdb1 /media/cdrom0 udf,iso9660 user,noauto,exec,utf8 0 0
Es kann bei diesem Modell sinnvoll sein, den RAM aufzurüsten, vor allem wenn man den Swap-Speicher weglassen will. Da der EEEPC 701 standardmäßig nur mit 512MB RAM ausgeliefert wird, muss man den RAM gegen einem 1 oder 2 GB-Riegel austauschen (nur ein Steckplatz vorhanden). Der RAM befindet sich unter einer Klappe an der Unterseite des Netbooks.
Auch wenn die Touchpads der 900er und 1000er Serie nur als PS2-Maus erkannt werden, kann es direkt, wie in der Tabelle beschrieben, mit mehreren Finger genutzt werden (Multitouch).
| Touchpad 900er, 1000er | |
| Finger | Maustaste |
| 1 | |
| 2 | |
| 3 | |
Erweiterte Multitouch-Fähigkeiten und Touchpadfunktionen (z.B. deaktiveren beim Tippen, siehe Touchpad) kann man mit dem Elantech Treiber nutzen. Ist der Array-Kernel installiert, ist der Treiber bereits vorhanden, jedoch noch nicht aktiviert, da dieser derzeit noch einige Probleme bereitet. Um den Elantech Treiber zu aktivieren, muss in die eventuell neu anzulegende Datei /etc/modprobe.d/eeepc noch folgende Zeile eingetragen werden[4]:
options psmouse elantech=1
Unter Hardy muss zudem zur Datei /etc/X11/xorg.conf mit Rootrechten folgendes hinzugefügt bzw. editiert [4] werden:
Section "InputDevice"
Identifier "Configured Mouse"
Driver "synaptics"
Option "SHMConfig" "true"
EndSection
Section "ServerLayout"
Identifier "Default Layout"
Screen "Default Screen"
InputDevice "Configured Mouse"Ab Intrepid wird stattdessen HAL verwendet und es muss die Datei /etc/hal/fdi/policy/shmconfig.fdi mit Rootrechten erstellt oder falls schon vorhanden, editiert werden:
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 | <?xml version="1.0" encoding="ISO-8859-1"?> <deviceinfo version="0.2"> <device> <match key="info.product" string="ETPS/2 Elantech Touchpad"> <merge key="input.x11_options.SHMConfig" type="string">True</merge> <merge key="input.x11_driver" type="string">synaptics</merge> </match> </device> <device> <match key="info.linux.driver" string="psmouse"> <merge key="input.x11_options.SHMConfig" type="string">True</merge> </match> </device> </deviceinfo> |
Das Touchpad lässt sich mit einer angepassten Version des Programms gsynaptics konfigurieren, welches im Paket
gsynaptics-elantech [1]
enthalten ist.
Alternativ zu gsynaptics kann man versuchen, die Mausbeschleunigung mit xset einzustellen.
man xset -> vollständige Anleitung Beispiele: xset m 7 10 & -> schnelle Maus xset m 3 10 & -> normal schnelle Maus xset m default & -> Werkseinstellungen
Bei der Steuerung der Hardware helfen verschiedene Zusatzprogramme. Dabei muss für eee-control und Eeeasy Scripts der array.org-Kernel verwendet werden, sonst funktionieren diese nicht.
Man sollte sich für eine Variante (Eeeasy Scripts, eee-control oder eee-applet) entscheiden. Gleichzeitige Installation mehrerer dieser Programme, kann unvorhersagbare Konsequenzen haben.
Zur Steuerung von Bluetooth, Wireless, Kamera und Kartenleser (je nach Modell), sowie des Energieverbrauchs und die Belegung der Hotkeys. Zusätzlich lässt sich mit eee-control noch eine intelligente Lüftersteuerung aktivieren.
Installation
Bis einschließlich Jaunty
Wenn der Array-Kernel installiert ist, lässt sich aus der gleichen Paketquelle auch das Paket
eee-control [1]
installieren. Alternativ können Pakete für Versionen bis einschließlich Jaunty von der Seite http://greg.geekmind.org/eee-control/deb/ heruntergeladen und einzeln installiert werden. [1]
Fremdpakete können das System gefährden.
Für Karmic
Für Karmic benötigt man keinen Array-Kernel mehr. Fertige Pakete können von http://danamlund.dk/eee-control/eee-control.html heruntergeladen und installiert werden.
Unter Umständen kann es Probleme mit dem starten von eee-control geben, abhängig vom verwendeten EEE-PC und der Bios-Version. Im Problemfall bitte die Problembehebung weiter unten beachten.
Fremdpakete können das System gefährden.
Nach der Installation
Der Befehl eee-control-tray platziert ein Icon im Systemabschnitt der Kontrollleiste, über das die Hardware gesteuert werden kann und die Tastenbelegungen der Sondertasten verändert werden kann. In Autostart ist beschrieben, wie dieser Befehl beim Start automatisch ausgeführt werden kann, in neueren Versionen sollte dies aber automatisch erfolgen.
Auch in eee-control gibt es die Möglichkeit, die Taktfrequenz über den FSB zu ändern. Sollte es damit Probleme geben, kann es daran liegen, dass die Methode zur Kontrolle der Taktfrequenz nicht gefunden wird. Es gibt zwei Möglichkeiten zur Lösung des Problems.
Man ändert in der Datei /etc/eee-control.conf die Methode, mit der die Taktfrequenz gesteuert wird. Die verschiedenen Methoden stehen in der Datei beschrieben und können hinter
fsb-method:
eingetragen werden [3].
Man findet die Kontrolldatei für die voreingestellte she Methode. Der korrekte Pfad muss in der Variable locations der Datei /usr/lib/python2.6/dist-packages/EeeControl/she.py eingetragen sein [3]. Ein Eintrag für locations mit allen bisher bekannten Pfaden ist nachfolgend dargestellt. Dabei ist unbedingt auf die korrekte Einrückung zu achten, da es sich bei der verwendeten Sprache um Python handelt.
1 2 3 4 5 6 7 | class SHE: # Possible locations of the control file locations = [ "/proc/acpi/asus/cpufv", "/sys/devices/platform/eeepc/she", "/sys/devices/platform/eeepc/cpufv" ] |
Eee-control Fehlermeldung beim Überfahren des Applets: "Fehler beim Kommunizieren mit eee-control-daemon!"
Wenn dieser Fehler auftritt und sich auch nicht mit einem einfachen Neustart des Dienstes eee-control beheben lässt, so liegt das an der Biosversion des jeweiligen eee. Man kann entweder das Bios downgraden oder aber die daemon-Datei bearbeiten. Dazu geht man wie folgt vor:
find /sys/ | grep brightness
Ist das Resultat
/sys/devices/virtual/backlight/acpi_video0/brightness
dann
elif os.path.exists("/sys/class/backlight/eeepc/brightness"):
brn_path = "/sys/class/backlight/eeepc/brightness"in den Zeilen 85-86 der Datei /usr/bin/eee-control-daemon nach
elif os.path.exists("/sys/class/backlight/acpi_video0/brightness"):
brn_path = "/sys/class/backlight/acpi_video0/brightness"ändern. Danach sollte ein Neustart des Systems durchgeführt werden.
Dieses HowTo wurde mit einem neuen eee-1005ha-h erfolgreich getestet!
Ab Ubuntu 8.10 steht zusätzlich das Eee-Applet
zur Verfügung, mit dessen Hilfe man den Prozessor übertakten kann, die Lüfter steuern kann sowie Kamera, Cardreader und WLAN (de-) aktivieren kann. Falls das Applet nicht mit installiert wird kann man es über das Paket
eee-applet (universe, [2])
installieren. Dabei müssen auch die #Backports-Module installiert sein.
Die ACPI-Skripte von elmurato benötigen den angepassten Eee PC-Kernel von array.org
, da das benötigte Modul asus_eee nicht im Ubuntu-Kernel enthalten ist. Eine Liste der unterstützten Modelle findet sich im Forenthread im Netbooknews-Forum
. Die Skripte dienen nicht nur der Unterstützung der Hotkeys, sondern ändern auch die Taktfrequenz des Prozessors über den den FSB, sodass längere Akkulaufzeiten möglich sind.
Die Skripte liegen nicht als Paket vor und müssen deshalb von Hand mit den folgenden Befehlen für Intrepid installiert werden [3]:
wget -nc http://www.informatik.uni-bremen.de/~elmurato/EeePC/Intrepid_Eeeasy-Scripts.tar.gz tar -xvzf Intrepid_Eeeasy-Scripts.tar.gz cd Intrepid_Eeeasy-Scripts ./acpi-scripts.sh install
Für ein Update auf eine neuere Version muss der letzte Befehl durch ./acpi-scripts.sh update ersetzt werden. Mittels ./acpi-scripts.sh remove können die Skripte deinstalliert werden.
Für Jaunty sind eigene Versionen des Skript verfügbar. Dazu siehe Forenthread im Netbooknews-Forum
.
Bei einem normalen Start von Ubuntu lädt das System (leider) keinen Treiber (den sogenannten "Gouvernor") für den Celeron Prozessor (z.B. 701). Dies bedingt, dass der Prozessor ständig mit der höchsten Taktfrequenz läuft. Dies lässt sich durch das Laden des Kernelmodules [5] p4-clockmod beheben, anschließend kann man einen anderen "Scaling Governor" einstellen, z.B. "ondemand" oder "conservative". Wie das geht steht im Artikel Prozessortaktung, hier findet man auch weitere Informationen zu diesem Thema.
Möchte man eine andere Auflösung als die nativen 800x480 Pixel (z.B. beim 701) nutzen, so kann man diese simulieren hierzu muss die /etc/X11/xorg.conf so bearbeitet werden (vorhandene Sektionen mit dem gleichen Namen sind zu ersetzen) [4]:
Section "Device"
Identifier "Intel Corporation Mobile 915GM/GMS/910GML Express Graphics Controller"
Boardname "i810"
Busid "PCI:0:2:0"
Driver "i810"
Screen 0
Option "PageFlip" "1"
EndSection
Section "Monitor"
Identifier "Generic Monitor"
Vendorname "Plug 'n' Play"
Modelname "Plug 'n' Play"
EndSection
Section "Screen"
Identifier "Default Screen"
Device "Intel Corporation Mobile 915GM/GMS/910GML Express Graphics Controller"
Monitor "Generic Monitor"
Defaultdepth 24
SubSection "Display"
Depth 24
Virtual 1024 768
Modes "1024x768" "800x480"
EndSubSection
EndSectionUm unterwegs den Bildschirm schnell abdunkeln zu können, kann man sich eine Datei mit dem Inhalt
xset dpms force off
anlegen und als Anwendungsstarter ins Panel bzw. Menü legen.
Bios-Updates sind gefährlich. Sollte man sich nicht sicher sein alles richtig zu machen, sollte man sich Hilfe suchen. Auf keinen Fall darf man den Rechner während eines Bios-Updates ausschalten, es könnte ihn zerstören. Ein Update nur mit vollem Akku und eingestecktem Netzteil vornehmen!
Um ein Bios Update des EEE-PC 900 vorzunehmen, war bisher ein Windows-System nötig. Es geht aber auch Problemfrei unter Linux. Zum Update werden benötigt:
Eine SD-Karte oder einen USB-Stick
Die Datei Drdosmin.img (z.B. von Biosflash.com)
Die neue Bios-Datei aus dem Support Bereich von Asus
Das Asus-Dos Flash tool, das man im Supportbereich von Asus findet.
Man lädt alle Dateien herunter, öffnet ein Terminal [3] und entpackt sie in einen Ordner.
unzip AFUDOSXXX.zip unzip ASUS_900_XXX.zip
Die Dateinamen sind den heruntergeladenen Versionen anzupassen.
Nun muss das Bootimage auf die SD-Karte kopiert werden:
dd if=drdosmin.img of=/dev/sdx
Dabei muss /dev/sdx natürlich der Gerätedatei des USB-Stick oder der SD-Karte entsprechen. Nun kopiert man AFUDOS und die neue Bios-Datei auf die SD-Karte [3]
cp AFUDOSXXX.exe /media/NO\ NAME/afudos.exe cp ASUS-900-XXXX.rom /media/NO\ NAME/xxx.rom
Dabei sind die Namen der einzelnen Dateien den entsprechend genutzen Versionen anzupassen. Sollte die SD-Karte in einem anderen Verzeichnis gemountet werden muss dies natürlich auch berücksichtigt werden.
Beim Neustart kann man nun durch Drücken von Esc das Bootmenü aufrufen. Bootet man nun von SD-Karte gelangt man in die DOS-Eingeabeaufforderung. Durch Eingabe von:
afudos.exe /ixxx.rom
wird das Bios-Update gestartet. Nach Abschluss des Updates wird man aufgefordert den Computer auszuschalten. Einen Neustart später hat man das neue Bios in Gebrauch.
Die zweite, auffällig einfachere Variante kommt sogar ganz ohne Betriebssystem aus. Dazu benötigt man:
Ein USB-Stick
Die Bios-Datei aus dem Asus Support-Bereich
Den USB-Stick formatiert man zunächst in FAT16. Danach kopiert man die Bios-Datei als [Nummer].ROM auf den Stick, wobei [Nummer] die Modellnummer des eigenen eeePCs (900, 700, ...) entspricht. Nun entfernt man alle USB-Geräte bis auf den USB-Stick und startet den Rechner neu. Beim Bootscreen kann man nun mittels Alt + F2 in den Update-Modus wechseln, in dem das Bios aktualisiert wird.
Auch wenn es Zwischendurch so aussehen kann, als wenn das System nicht mehr reagiert, sollte man auf keinen Fall den Vorgang unter- oder abbrechen! Dabei sollte das Netbook unbedingt an die Stromversorgung angeschlossen sein.
Am Ende wird man aufgefordert das System neuzustarten. Beim Boot beschwert er sich wegen eines Checksum-Fehlers, was allerdings normal ist. Man sollte trotzdem die Einstellungen überprüfen, weil es schon vorgekommen ist, dass einige Geräte nach einem Update deaktiviert waren.
Es gibt einige Netbooks, unter anderem einige der Eee PCs, bei dem das Lesen von SDHC Karten mit 2 oder mehr GB im Cardreader unter Jaunty Jackalope nicht funktioniert. Im Launchpad Bugreport wird ein Workaround beschrieben.
Diese Revision wurde am 25. Januar 2010 um 13:11 Uhr
von nightwing erstellt.
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