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Adobe Reader

Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:

Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

./adobereader_logo.png Adobe Reader {de} ist ein kostenloser PDF-Betrachter von Adobe, dem Unternehmen, das das Format PDF und die dazugehörige Software vermarktet. Der Adobe Reader ist kostenlos erhältlich, im Gegensatz zum Programm Adobe Acrobat, mit dem sich PDF-Dateien erstellen und bearbeiten lassen.

Die aktuellle Version (seit 10.04 Lucid Lynx 32/64 Bit!) ist seit 13/14.10.2011: adobereader-deu_9.4.2.0. Adobe Reader X ist zur Zeit (07.11.2011) nicht für Linux zu erhalten.

Seit Version 8.0 des Adobe Readers bietet Adobe eigene Pakete an, die sich unter Ubuntu problemlos installieren lassen. Neu ist die Unterstützung von Acrobat 3D v8 (3D-Objekte eingebettet in PDF, hauptsächlich im CAD-Bereich genutzt) und eine verbesserte Suchfunktion.

Neuere Versionen (ab 8.0) enthält darüber hinaus erweiterte Funktionen wie den »Start Meeting«-Button, mit dem Anwender Adobe Acrobat Connect starten. Dieser Service von Adobe ermöglicht Nutzern die Online-Zusammenarbeit in Echtzeit auf der Basis des Adobe Flash Players. Zu den weiteren Neuerungen gehören Funktionen, die eine partielle Veränderung und das abschließende Speichern von PDFs ermöglichen. Mehr Gründe für ein Upgrade {de} gibt es auf der Herstellerseite. Ältere Versionen als 8.x sollten aufgrund von Sicherheitslücken nicht mehr genutzt werden.

./adobereader8.png

Installation

Adobe Reader darf seit einiger Zeit nicht mehr unabhängig verteilt werden. Die Software ist nach wie vor kostenlos, Adobe verbietet aber anderen Unternehmen und Institutionen, den Adobe Reader ohne Genehmigung zu verteilen.

Paketquellen

Über Canonical Partner stehen zwei Versionen zur Verfügung. Bitte nur eines der beiden Pakete installieren [1]:

Wiki/Vorlagen/Installbutton/button.png

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Fremdpaket

Der Adobe-Reader kann auch als fertiges, deutschsprachiges Paket von der Homepage heruntergeladen {de} werden. Im Auswahlmenü wählt man "Linux -x86 (.deb)" sowie die gewünschte Sprache aus und klickt anschließend auf "Weiter".

Nun werden die aktuell verfügbaren Versionen und die Dateigröße angezeigt. Mit einem Klick auf "Jetzt herunterladen" wird das Paket heruntergeladen. Im Anschluss installiert man das Paket [2]. Jetzt kann man den Adobe Reader über das GNOME-Menü

  • "Anwendungen -> Büro -> Adobe Reader"

starten. Beim ersten Start muss man die Lizenzbedingungen akzeptieren.

Hinweis!

Fremdpakete können das System gefährden.

Problemlösungen

Schriftenpakete

Adobe bietet erweiterte Schriftsätze für Japanisch, Chinesisch (vereinfacht oder traditionell), Koreanisch und Extended (erweiterte Sprachunterstützung für hebräische, arabische, thailändische, vietnamesische und mittel- und osteuropäische Zeichen einschließlich kyrillischer und griechischer Zeichensätze) an.

Die Schriftenpakete befinden sich auf der Homepage von Adobe {de} . Am Ende der Seite findet man drei Auswahlmenüs: die Adobe Reader Version, das gesuchte Schriftpaket und das Betriebsystem. Für Linux liegen die Dateien als .tar.gz vor. Diese muss man entpacken [3] und über die Konsole in den Ordner wechseln. In einem Terminal [4] startet man mit:

sudo ./INSTALL 

die Installation. Der Standardinstallationspfad von Adobe Reader ist /opt, dies bestätigt man. Nach der Installation sollten PDF-Dateien mit den entsprechenden Sprachen problemlos geöffnet werden.

Graues Fenster

./adobereader8_einstellungenbrowser.png

Ein bekannter Fehler ist ein leeres graues Fenster beim ersten Start von Adobe Reader 8. Um den Fehler zu beheben, schließt man die die bereits geöffnete PDF-Datei (nicht das Programm) und man gibt den Pfad zur libgtkembedmoz-Datei an. Diese Bibliothek ist Teil des Mozilla-Web-Browsers und ist in jedem Mozilla basierten Browsers enthalten. Typische Programm-Ordner sind daher /usr/lib/firefox , /usr/lib/seamonkey, /usr/lib/thunderbird, /usr/lib/mozilla.

Man navigiert zu den Internet-Einstellungen "Bearbeiten -> Grundeinstellungen -> Internet" und trägt den Programmordner des Mozilla basierten Browsers ein. Im Falle von Mozilla Firefox also /usr/lib/firefox. Siehe dazu auch das nebenstehende Bildschirmfoto.

Überhöhter Speicherverbrauch

Manchmal kann es vorkommen, dass die CPU-Auslastung während oder nach der Verwendung von Adobe Reader 8 plötzlich "grundlos" in die Höhe schießt. Schuld daran ist die von Adobe Reader verwendete ld-linux.so.2. Installiert [1] man das Paket

  • lsb (Linux Standard Base 3.2 support package, )

Wiki/Vorlagen/Installbutton/button.png

so wird dieses anstatt von ld-linux.so.2 verwendet und das Problem sollte nicht mehr vorkommen.

Updates

Ein weiteres Manko entsteht aus der Situation, wenn der Adobe Reader nicht über Canonical Partner installiert wird: man wird nicht wie gewohnt über Sicherheitsupdates bzw. Aktualisierungen informiert. Zwar ist in das Programm ein interner Update-Mechanismus integriert, aber wer der Update-Politik des Herstellers nicht vertraut, muss sich selbst über aktuelle Versionen informieren sowie aktualisierte Pakete manuell herunterladen und installieren - ein entscheidender Rückschritt für sicherheitsbewusste Linux-Anwender.

Hinweis:

Vor der manuellen Installation einer aktuelleren Version muss zuerst die alte Version deinstalliert werden.

Sicherheitsaspekte

In jüngerer Zeit häufen sich Sicherheitslücken mit den in Adobe Reader 8.x und 9.x eingeführten JavaScript-Funktionen und der Flash-Unterstützung. Dies kann dazu führen, dass bereits beim einfachen Betrachten einer .pdf-Datei mit dem Acrobat Reader das System kompromittiert werden kann. Daher wird empfohlen, JavaScript in den Einstellungen des Programms abzuschalten. Alternativ kann man auch nur einzelne JavaScript-Funktionen deaktivieren. Eine JavaScript-Blacklist befindet sich in der Datei /opt/Adobe/Reader9/Reader/GlobalPrefs/reader_prefs. Dort kann man beispielsweise folgende Zeile hinzufügen:

/JavaScriptPerms [/c << /BlackList [/t (Doc.printSeps) ] >> ]

Allerdings darf nicht verschwiegen werden, dass viele .pdf-Formulare zwingend auf JavaScript angewiesen sind bzw. im einzelnen geprüft werden muss, ob und wie sich derartige Änderungen auf PDF-Dokumente auswirken.

Ein Deaktivieren der ebenfalls sicherheitskritischen Flash-Unterstützung im Reader ist nicht vorgesehen, allerdings kann man die zuständige Datei libauthplay.so.0.0.0 manuell löschen. Im Zweifelsfall sollte man auf eine der freien Alternativen {de} bzw. auf die im Artikel PDF genannten Programme ausweichen. Allerdings bitte auch hier darauf achten, die Alternativen durch Updates aktuell zu halten.

deutsche Version bleibt englisch

Der Fehler tritt auf, wenn zuvor der englische Adobe Reader installiert war. Das Verzeichnis ~/.adobe löschen und das Programm neu starten. Dabei werden alle Einstellungen gelöscht.

"Fehler beim Druckvorgang. Prüfen Sie, ob der Drucker mit dem Computer verbunden ist."

Der Adobe Reader nutzt standardmäßig lpr aus dem Paket cups-bsd. In manchen Paketversionen fehlt offenbar diese Abhängigkeit.

  • cups-bsd

Wiki/Vorlagen/Installbutton/button.png

Diese Revision wurde am 2. Februar 2012 um 20:59 Uhr von Heinrich Schwietering erstellt.
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