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Adobe Reader

Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:

Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

./adobereader_logo.png Der Adobe Reader {de} ist ein PDF-Betrachter von Adobe, dem Unternehmen, das das Format PDF ursprünglich entwickelt hat und weitere Software dazu vermarktet. Der Adobe Reader ist keine freie Software, aber kostenlos erhältlich – im Gegensatz zum Programm Adobe Acrobat, mit dem sich PDF-Dateien erstellen und bearbeiten lassen.

In jüngerer Zeit häufen sich Sicherheitslücken mit den in Adobe Reader 8.x und 9.x eingeführten JavaScript-Funktionen und der Flash-Unterstützung. Dies kann dazu führen, dass bereits beim einfachen Betrachten einer .pdf-Datei mit dem Acrobat Reader das System kompromittiert werden kann. Siehe dazu auch den Abschnitt Sicherheitsaspekte.

./adobereader8.png

Installation

Seit Version 8.0 des Adobe Readers bietet Adobe eigene Pakete an, die sich unter Ubuntu problemlos installieren lassen. Ältere Versionen als 8.x sollten aufgrund von Sicherheitslücken nicht mehr genutzt werden. Adobe Reader X ist nicht für Linux erhältlich.

Paketquellen

Über Canonical Partner stehen zwei Versionen zur Verfügung. Bitte nur eines der beiden Pakete installieren [1]:

Wiki/Vorlagen/Installbutton/button.png

Wiki/Vorlagen/Installbutton/button.png

Jetzt kann man den Adobe Reader aus dem Menü über "Büro -> Adobe Reader" starten. Beim ersten Start muss man die Lizenzbedingungen akzeptieren.

Fremdpaket

Der Adobe-Reader kann auch als einzelnes Paket (nur 32-Bit!) von der Homepage heruntergeladen {de} werden. Im Auswahlmenü wählt man "Linux" sowie die gewünschte Sprache. Nun werden die aktuell verfügbaren Versionen bzw. Installationspakete und deren Dateigrößen angezeigt. Nun wählt man das bevorzugte Installationspaket (.deb) aus. Nach dem Herunterladen muss es noch manuell installiert [2] werden.

Der entscheidende Nachteil dieser Methode: man wird nicht wie gewohnt über Sicherheitsupdates bzw. Aktualisierungen informiert. Man muss sich selbst aktualisierte Pakete manuell herunterladen und erneut installieren. Man sollte daher Canonical Partner (siehe oben) den Vorzug geben.

Hinweis:

Vor der manuellen Installation einer aktuelleren Version muss zuerst die alte Version deinstalliert werden.

64-Bit

Die 64-Bit-Version wird von Adobe nicht als Fremdpaket angeboten. Wer diese bevorzugt, wird auf dem Adobe FTP-Server {dl} fündig. Der Dateiname lautet AdbeRdr9.x.y-z_i486linux_enu.bin (englische Oberfläche) oder AdbeRdr9.x.y-z_i486linux_deu.bin (deutsche Oberfläche). Nach dem Herunterladen muss die Datei noch ausführbar gemacht werden, bevor man den Installationsassistenten aufrufen kann.

Auch hier gelten die bereits genannten Nachteile: man muss sich selbst um Aktualisierungen kümmern.

Schriftenpakete

Adobe bietet erweiterte Schriftsätze für Japanisch, Chinesisch (vereinfacht oder traditionell), Koreanisch und Extended (erweiterte Sprachunterstützung für hebräische, arabische, thailändische, vietnamesische und mittel- und osteuropäische Zeichen einschließlich kyrillischer und griechischer Zeichensätze) an.

Die Schriftenpakete befinden sich auf der Homepage von Adobe {de} . Am Ende der Seite findet man drei Auswahlmenüs: die Adobe Reader Version, das gesuchte Schriftpaket und das Betriebsystem. Für Linux liegen die Dateien als .tar.gz vor. Diese muss man entpacken [3] und über die Konsole in den Ordner wechseln. In einem Terminal [4] startet man mit:

sudo ./INSTALL 

die Installation. Der Standardinstallationspfad von Adobe Reader ist /opt, dies bestätigt man. Nach der Installation sollten PDF-Dateien mit den entsprechenden Sprachen problemlos geöffnet werden.

Problembehebung

Graues Fenster

./adobereader8_einstellungenbrowser.png

Ein bekannter Fehler ist ein leeres graues Fenster beim ersten Start von Adobe Reader 8. Um den Fehler zu beheben, schließt man die die bereits geöffnete PDF-Datei (nicht das Programm) und man gibt den Pfad zur libgtkembedmoz-Datei an. Diese Bibliothek ist Teil des Mozilla-Web-Browsers und ist in jedem Mozilla basierten Browsers enthalten. Typische Programm-Ordner sind daher /usr/lib/firefox , /usr/lib/seamonkey, /usr/lib/thunderbird, /usr/lib/mozilla.

Man navigiert zu den Internet-Einstellungen "Bearbeiten -> Grundeinstellungen -> Internet" und trägt den Programmordner des Mozilla basierten Browsers ein. Im Falle von Mozilla Firefox also /usr/lib/firefox. Siehe dazu auch das nebenstehende Bildschirmfoto.

Überhöhter Speicherverbrauch

Manchmal kann es vorkommen, dass die CPU-Auslastung während oder nach der Verwendung von Adobe Reader 8 plötzlich "grundlos" in die Höhe schießt. Schuld daran ist die von Adobe Reader verwendete ld-linux.so.2. Installiert [1] man das Paket

  • lsb

Wiki/Vorlagen/Installbutton/button.png

so wird dieses anstatt von ld-linux.so.2 verwendet und das Problem sollte nicht mehr vorkommen.

deutsche Version bleibt englisch

Der Fehler tritt auf, wenn zuvor der englische Adobe Reader installiert war. Den versteckten Ordner ~/.adobe im Homeverzeichnis löschen und das Programm neu starten. Dabei werden aber alle Einstellungen gelöscht, die man vorgenommen hatte.

Fehler beim Druckvorgang

Der Adobe Reader nutzt standardmäßig lpr aus dem Paket cups-bsd. In manchen Paketversionen fehlt offenbar diese Abhängigkeit. Dann erhält man die Fehlermeldung:

"Fehler beim Druckvorgang. Prüfen Sie, ob der Drucker mit dem Computer verbunden ist."

Abhilfe schafft die Installation des folgenden Pakets:

  • cups-bsd

Wiki/Vorlagen/Installbutton/button.png

Bei der Nutzung von Unity wird zwar das AdobeReader-Menü in das Globalmenü portiert, allerdings sind die Menü-Punkte nicht lesbar. Um das Menü im Programmfenster zu nutzen, editiert man die Datei /opt/Adobe/Reader9/bin/acroread mit Root-Rechten in einem beliebigen Editor. Jetzt fügt man unter den Kommentarzeilen (Zeilen mit "#") folgende Zeile ein:

export UBUNTU_MENUPROXY=

Sicherheitsaspekte

In jüngerer Zeit häufen sich Sicherheitslücken mit den in Adobe Reader 8.x und 9.x eingeführten JavaScript-Funktionen und der Flash-Unterstützung. Dies kann dazu führen, dass bereits beim einfachen Betrachten einer .pdf-Datei mit dem Acrobat Reader das System kompromittiert werden kann. Daher wird empfohlen, JavaScript in den Einstellungen des Programms abzuschalten. Alternativ kann man auch nur einzelne JavaScript-Funktionen deaktivieren. Eine JavaScript-Blacklist befindet sich in der Datei /opt/Adobe/Reader9/Reader/GlobalPrefs/reader_prefs. Dort kann man beispielsweise folgende Zeile hinzufügen:

/JavaScriptPerms [/c << /BlackList [/t (Doc.printSeps) ] >> ]

Allerdings darf nicht verschwiegen werden, dass viele .pdf-Formulare zwingend auf JavaScript angewiesen sind bzw. im einzelnen geprüft werden muss, ob und wie sich derartige Änderungen auf PDF-Dokumente auswirken.

Ein Deaktivieren der ebenfalls sicherheitskritischen Flash-Unterstützung im Reader ist nicht vorgesehen, allerdings kann man die zuständige Datei libauthplay.so.0.0.0 manuell löschen. Im Zweifelsfall sollte man auf eine der freien Alternativen {de} bzw. auf die im Artikel PDF genannten Programme ausweichen. Bitte dann auch hier darauf achten, die Alternativen durch Updates aktuell zu halten.

Diese Revision wurde am 30. April 2012 09:59 von aasche erstellt.
Die folgenden Schlagworte wurden dem Artikel zugewiesen: Büro, unfreie Software

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