Adobe Flash findet man heutzutage auf vielen Webseiten. Sei es als Werbebanner, als Funktion zum Abspielen von Audio- oder Videodaten oder auch als komplette Webseite. Flash wurde ursprünglich von der Firma Macromedia entwickelt, die dann von Adobe aufgekauft wurde. Wer über freie Alternativen nachdenkt, findet diese im Artikel Flash vermeiden. Adobe Flash 10 löst eine Reihe von Problemen der Vorgängerversion und ist auf dem selben Stand wie beispielsweise die Windows-Version. Die aktuelle Version lässt sich ab Ubuntu 8.10 Intrepid direkt installieren.
flashplugin-installer (multiverse)
Auch Nutzer eines 64-Bit-System müssen dieses 32-Bit-Plugin nutzen. Die Kompatibilität wird automatisch über den nspluginwrapper hergestellt, ohne dass weitere Einstellungen nötig sind.
Bis Juni 2010 stellte Adobe Labs ein 64-Bit-Flash-Plugin im Beta-Stadium zur Verfügung. Der Support wurde eingestellt.
Das Flash-Plugin ist auch in dem Metapaket ubuntu-restricted-extras enthalten.
Fremdpakete können das System gefährden.
Seit Flash 10 bietet Adobe auch .deb-Pakete zur Installation an. So kann man Flash bequem selbst installieren. Allerdings wird bei diesem Weg Flash nicht über die automatischen Updates aktualisiert.
Das 32-Bit-Paket kann direkt von Adobe
heruntergeladen werden. Als Version muss man in der Auswahlbox ".deb für Ubuntu 8.04+" auswählen. Das heruntergeladene .deb-Paket kann dann installiert [3] werden.
Installiert man Adobe Flash über die Paketverwaltung mit dem Paket flashplugin-nonfree, so wird das Flash-Plugin nach /usr/lib/flashplugin-nonfree/libflashplayer.so kopiert. Das .deb-Paket von Adobe installiert es jedoch nach /usr/lib/adobe-flashplugin/libflashplayer.so.
Man sollte daher unbedingt darauf achten, dass flashplugin-nonfree aus den Paketquellen und das .deb von Adobe nicht zur selben Zeit installiert sind, sonst wird beispielsweise immer noch das über die Paketverwaltung installierte Flash 9 und nicht Flash 10 benutzt.
Um eine Flash-Datei (*.swf) ohne Browser wiedergeben zu können, kann man einen Standalone-Flashplayer herunterladen. Dazu wählt man von der Seite adobe.com
den Link "Download the Linux debugger and standalone players". Nachdem man das Archiv entpackt hat, findet man im Ordner standalone/release/ ein weiteres Archiv, das ebenfalls entpackt wird. Die enthaltene Datei flashplayer kann man durch einen Doppelklick öffnen.
Nach der Installation von Adobe Flash sollte man kurz überprüfen, ob das Plugin korrekt installiert wurde. Dazu den Browser beenden und neu starten.

Nun den Text about:plugins in die Adresszeile des genutzten Browsers eingeben und mit
⏎ bestätigen. Alle auf Mozilla basierenden Browser (Firefox, Seamonkey, Epiphany, etc.) und auch Opera zeigen dann Informationen über die installierten Plugins an. Unter "Shockwave Flash" findet man die gewünschten Informationen.
Mit Gnash und swfdec gibt es freie Alternativen zum proprietären Adobe Flash. Die Entwicklung dieser Alternativen ist mittlerweile sehr weit. So funktioniert beispielsweise YouTube mit swfdec schon erstaunlich gut, doch noch sind die Entwickler nicht am Ende ihrer Ziele. Manche Dinge klappen mit Gnash oder swfdec noch nicht so gut wie bei Adobe Flash.
Mancher Anwender installiert sich nun aus Versehen oder Unkenntnis Gnash oder swfdec, so dass das System nun die freien Alternativen statt Adobe Flash benutzt. Sollte Adobe Flash wider Erwarten "schlecht" funktionieren, so sollte man überprüfen, ob die Pakete
mozilla-plugin-gnash
swfdec-mozilla
installiert wurden. Sollte dies der Fall sein, so sollte man sie entfernen [1].
Das Adobe Flash Browser-Plugin liegt, wenn es über die Paketverwaltung installiert wurde, im Verzeichnis /usr/lib/flashplugin-installer/ und /usr/share/ubufox/plugins/. Doch der Webbrowser sucht nicht nur hier nach möglichen Plugins. So durchsucht bspw. Firefox das eigene Profil im Homeverzeichnis des Benutzers, also in ~/.mozilla/plugins ebenfalls nach einem Plugin.
Liegt nun irgendwo eine ältere Version des Flash-Plugins, so wird eventuell diese benutzt und eine neuere Version, die über die Paketverwaltung installiert wurde, ignoriert. Daher sollte man nach weiteren Versionen der Datei libflashplayer.so suchen. Dies kann man sehr schnell mittels locate machen.
sudo updatedb # locate Datenbank aktualisieren locate libflashplayer.so # Mit locate nach libflashplayer.so suchen
Sollte hier mehr als nur die Treffer in /usr/lib/flashplugin-installer/ und /usr/share/ubufox/plugins/ erscheinen, so sollte man diese Dateien löschen oder umbenennen (Ausnahme: /var/cache/flashplugin-nonfree/libflashplayer.so). Üblich sind beispielsweise Treffer in ~/.mozilla/plugins. Dies wäre ein Flash-Plugin, das sich manuell in den Profilordner von Firefox kopiert wurde.
In Textfelder eingegebene Umlaute und Sonderzeichen werden unter Umständen nicht richtig dargestellt. Statt dessen werden kryptische Zeichen dargestellt.
Das ist ein bekannter Bug
in der Linux-Version des Players, der selbst noch in der Version 10 von Adobe Flash besteht. Als Problemlösung können die Zeichen als Tastenkombination mit
Strg oder
Alt eingegeben werden. Also z.B.
Strg +
Ü oder
Alt +
Ü.
Bei einigen ATI-Karten kommt es zu erheblichen Perfomanceproblemen im Zusammenspiel mit Flash 10. Flashseiten bringen sogar CPU-starke Systeme auf 100%ige Auslastung. Hier kann folgender Eintrag in der Device-Section der /etc/X11/xorg.conf helfen, falls der von Ubuntu mitgelieferte Radeon-Treiber genutzt wird.
Section "Device" Identifier "Configured Video Device" Option "AccelMethod" "XAA" EndSection
Der Flashplayer legt spezielle Flash-Cookies (Local Shared Objects) an, die sensible Daten enthalten können. Diese können nicht über die Standard-Cookie-Verwaltung im Browser verwaltet bzw. entfernt werden, sondern nur über den online erreichbaren Settings-Manager
. Dieser Settings-Manager verwaltet die lokalen Einstellungen des Flash-Plugins.
Wer ganz sicher gehen möchte, dass alle Flash-Cookies und dazugehörige Verzeichnisse gelöscht werden, muss in ~/.macromedia/Flash_Player/ alle Unterverzeichnisse löschen:
rm -rf ~/.macromedia/Flash_Player/*
Dabei gehen die mit dem Settings-Manager geänderten Einstellungen verloren und müssen gegebenenfalls neu eingetragen werden.
Wer zusätzlich noch das Anlegen neuer Flash-Cookies verhindern will, sollte folgenden Befehl ausführen:
rm -rf ~/.macromedia/Flash_Player/* ; chmod -R a-rw ~/.macromedia/Flash_Player/
Wer die Flash-Cookies automatisch beim Starten oder Beenden des Firefox-Browsers löschen möchte, der kann die Erweiterung BetterPrivacy
verwenden. Ist diese installiert, dann lassen sich über "Extras -> BetterPrivacy" Flash-Cookies von Hand oder auch automatisch löschen. Die bei addons.mozilla.org angebotene Version ist leider etwas veraltet. Auf der Homepage
des Autors findet sich die aktuelle Version, die sich aber nur noch in Firefox 3.5 installieren lässt. Die letzte Version für Firefox 3.0 ist 1.37, sie kann man von hier
aus installieren.
Als Alternative bietet sich Bleachbit an, das nicht nur diese "Super-Cookies" entfernen kann.
Wenn Flashvideos abgespielt werden, aber kein Ton zu hören ist, könnte sich ein Blick in folgenden Artikel lohnen: Soundprobleme
Ab Ubuntu 9.10 Karmic gibt es in Verbindung mit Compiz Probleme, innerhalb von Flash-Applets Knöpfe anzuklicken. Es handelt sich um einen Konflikt des Flashplayer-Plugins mit dem Desktop-Anzeigen-Modul von Compiz. Es existieren dazu folgende provisorische Lösungen:
Mit einem Editor[5] mit Root-Rechten[7] in der Datei /usr/lib/nspluginwrapper/i386/linux/npviewer öffnen und vor der letzten Zeile die folgende Zeile einfügen
export GDK_NATIVE_WINDOWS=1
Deaktivieren des Compiz-Moduls "Desktop Anzeigen", beispielsweise mit dem CompizConfig Einstellungs-Manager
Weitere Informationen zu diesem Problem findet man hier.
Es kann unter Umständen dazu kommen, dass bei Ubuntu 9.10 Karmic (64-Bit) im Vollbildmodus das Bild ruckelt (vielleicht auch andere Versionen). Abhilfe schafft bei diesem Verhalten ggf. das Anlegen der Datei mms.cfg mit dem Inhalt
"OverrideGPUValidation=true"
Diese wird mit Root-Rechten[7] nach /etc/adobe kopiert, der Ordner muss ggf. erst angelegt werden. Falls die Datei vorhanden ist, muss sie entsprechend erweitert werden.
Quelle: Forums-Post mit bestem Dank an der_Lukas
Ab Ubuntu Karmic Koala 9.10 sollte man den flashplugin-installer aus den Paketquellen nehmen. Da aber ein Entfernen des Adobe Flashplayer 10 zu einem Fehler führt (und dieser nicht mehr gestartet werden kann):
E: flashplugin-nonfree: Paket ist in einem sehr schlechten inkonsistenten Zustand - Sie sollten es erneut installieren, bevor Sie es zu entfernen versuchen.
sind folgende Befehle notwendig, um den Adobe Flashplayer wieder vom System zu entfernen:
sudo rm /var/lib/dpkg/info/adobe-flashplugin.prerm sudo dpkg --remove --force-remove-reinstreq adobe-flashplugin
oder
sudo rm /var/lib/dpkg/info/flashplugin-nonfree.prerm sudo dpkg --remove --force-remove-reinstreq flashplugin-nonfree sudo dpkg --purge --force-remove-reinstreq flashplugin-nonfree
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