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Adblock

Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:

Dieser Artikel ist größtenteils für alle Ubuntu-Versionen gültig.

Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

./adblockplus_icon.png Mit der Erweiterung Adblock bzw. seinem Nachfolger Adblock Plus {de} kann man in Firefox und Chromium verhindern, dass in Internetseiten eingebundene Werbung angezeigt wird. Neben der Tatsache, dass man die Werbung nicht mehr sieht, hat das Blockieren von Werbeeinblendungen den angenehmen Nebeneffekt, dass Webseiten schneller laden, weniger Transfer-Volumen benötigen und somit den Geldbeutel von Internetsurfern ohne eine Flatrate schonen.

Seit mehreren Jahren steht für Mozilla bzw. Firefox die Erweiterung Adblock zur Verfügung, deren Entwicklung jedoch vor geraumer Zeit stockte. Daher wird seit Anfang 2006 äußerst aktiv die neue Version Adblock Plus entwickelt, das gegenüber dem älteren Adblock-Derivat deutlich verbessert und daher zu bevorzugen ist und seit Dezember 2010 {en} auch als Beta-Version für Chromium zur Verfügung steht.

Hinweis:

Im weiteren Artikel wird ausschließlich von Adblock gesprochen – es ist aber immer von Adblock Plus die Rede.

Vergleich mit und ohne Adblock

Wie eine Internetseite mit und ohne Werbeblocker aussieht, kann man dem folgenden Beispiel entnehmen:

Unterschied einer Webseite mit und ohne Adblock
Ohne Adblock Mit Adblock
./ohneadblock.png ./mitadblock.png

Experten-Info:

In allen auf Webkit basierenden Browsern (Chromium, Midori, rekonq usw.) können Inhalte immer erst nachträglich gefiltert werden. Nur bei den auf Gecko-basierenden Browser (Firefox, IceCat, SeaMonkey) kann AdBlock verhindern, dass unerwünschte Inhalte gar nicht erst heruntergeladen werden.

Installation

Chromium

Wie jede andere Erweiterung kann auch Adblock über den Chrome Web Store {en} installiert werden. Dazu ruft man die zur Erweiterung gehörende Seite {de} auf und folgt den dortigen Instruktionen.

Firefox

Die manuelle Installation von Erweiterungen im Browser Firefox wird ausführlich im Artikel Firefox/Erweiterungen beschrieben. Das Suchwort mit dem die Erweiterung gefunden werden kann lautet "Adblock Plus".

Inhalte blocken

Es können "individuelle Regeln" gebildet werden, indem durch Rechtsklick auf einen Link bzw. eine Grafik diese über den entsprechenden Menüpunkt zukünftig geblockt werden kann. Eine Einführung in die manuelle Erstellung von Filtern findet sich auf der Adblock Plus-Homepage {de} . Ausführliche Informationen zu Adblock finden sich im Abschnitt Links.

In Firefox lässt sich darüber hinaus für jede Seite eine "Liste der blockierbaren Elemente" anzeigen, die durch Rechtsklick bei Bedarf ebenfalls geblockt oder auch in die "Ausnahmeliste" aufgenommen werden können.

Filterlisten nutzen

Startet man Adblock das erste Mal, startet ein Assistent mit dessen Hilfe man bestehende Filterlisten auswählen kann. Diese können bei Bedarf über "Filter -> Filterabonnement hinzufügen" aktiviert werden. Diese Listen aktualisiert Adblock automatisch über das Internet, so dass neue Werbe-URLs schnell gefiltert werden können.

Man sollte es in jedem Falle vorziehen, eine vorgefertigte Filterliste zu nutzen. Diese werden von der Gemeinschaft oder eizelnen Personen gepflegt und sind damit stets aktuell. Des Weiteren gibt es einige Besonderheiten beim Erstellen der Filter zu beachten, da es sonst passieren kann, dass die Filter Adblock selbst ausbremsen.

Empfehlenswerte Filterlisten

Es gibt, begibt man sich auf die Suche, hunderte, wenn nicht gar tausende verschiedene Filterlisten für Adblock. Für deutsche bzw deutschsprachige Anwender lassen sich vier sehr empfehlenswerte Listen aussprechen. So findet man im deutschen Firefox-Forum {de} jeweils von den dortigen Nutzern MonztA (EasyList-Filterliste) und Dr. Evil sowie der Firefox-Community gepflegte Filterlisten, welche vor allem für das deutschsprachige Internet von Vorteil sind.

Achtung!

Man sollte keine „konkurrierenden“ Listen einsetzen, da diese den Webbrowser extrem ausbremsen können. Im unteren Beispiel sollte man sich also entweder für die Easylist (MonztA) oder für Dr. Evils Liste entscheiden, da diese zum Teil die gleichen Filter nutzen. Die beiden anderen (EasyPrivacy und MonztAs Socialfilter) können dagegen mit anderen kombiniert werden.

Empfehlenswerte Filterlisten für deutschsprachige Nutzer
Name Filterliste Bemerkung Forenthread
EasyList-Filterliste (MonztA) https://easylist-downloads.adblockplus.org/easylistgermany+easylist.txt Blockt nahezu jegliche Form von Werbung Forenthread {de} zur Pflege der Liste
EasyPrivacy https://easylist-downloads.adblockplus.org/easyprivacy.txt Blockt Trackingskripts, Zählpixel, Google-Analytics usw. easylist.adblockplus.org {de}
MonztAs Social-Filter http://monzta.maltekraus.de/adblock_social.txt Blockt Social-Media-Buttons (Facebook, Twitter und Co) Forenthread {de} zur Pflege der Liste.
Dr. Evil https://adblock.maltekraus.de/adblock.txt Es wird nur „nervige“ Werbung (Flash, Animationen) geblockt Forenthread {de} zur Pflege der Liste

Es gibt daneben auch noch diverse andere Filter-Abonnements {de} .

Eigene Filterliste erstellen

Man kann sich eine eigene Filterliste erstellen. Dies kann verschiedene Gründe haben. Vielleicht gibt es Seiten, zu denen andere keinen Zugang haben (Intranet) oder man möchte diese in einem öffentlichen Forum nicht nennen.

Um eine eigene Filterliste erstellen zu können, muss man zuerst eigene Filter erstellen (siehe Werbung blocken). Dazu langt es schon aus, nur einen selbst erstellten Filter zu haben. Möchte man daraus nun eine eigene Filterliste erstellen, muss man die Adblock-Einstellungen öffnen und in der Menüleiste zu "Filter -> Eigene Filter exportieren" navigieren.

Man wird aufgefordert, einen Namen für die zu exportierende Textdatei zu wählen und diese abzuspeichern. Man sollte diese eben erstellte Textdatei mit einem Editor [1] seiner Wahl öffnen und einen Namen, eventuelle Hinweise und Kommentare sowie ein Ablaufdatum angeben.

Diesen Hinweisen, Kommentaren, dem Namen und dem Ablaufdatum müssen ein Ausrufezeichen (!) und ein Leerzeichen voranstehen, so dass eine Beispielfilterliste wie folgt aussehen könnte:

[Adblock Plus 1.1]
! Checksum: oGrtZ3YOoPL474TgJFP5ZQ
! Name der Liste
! Last modified:  13 Nov 2010 09:00 UTC
! Expires: 5 days (update frequency)
|http://api.flattr.com/button/*
heise.de##.blogbottom

Nachfolgende Tabelle beschreibt die einzelnen Zeilen eines Kopfes einer Filterliste:

Erklärungen des Kopfes einer Filterliste
Detail Erklärung
[Adblock Plus 1.1] Die erste Zeile [Adblock Plus 1.1] wird von Adblock selbst erstellt und gibt ab, welche Adblock-Version mindestens vorliegen muss, um die beinhaltende Filterliste nutzen zu können (siehe Adblock-FAQ {de} )
! Checksum: oGrtZ3YOoPL474TgJFP5ZQ Prüfsumme (Checksum) Weitere Hinweise zur Prüfsumme in Adblock findet man in der Adblock-FAQ {de}
! Name der Liste Dieser kann frei gewählt werden
! Last modified: 13 Nov 2010 09:00 UTC Letzte Modifizierung (manuell zu pflegen).
! Hier steht ein Hinweis oder Kommentar Es können auch andere Hinweise/Kommentare angegeben werden. Diese sind natürlich optional. Wichtig ist nur, dass ihnen ein Ausrufezeichen (!) gefolgt von einem Leerzeichen voranstehen
! Expires: 5 days (update frequency) Ablaufdatum (in diesem Fall 5 Tage). Adblock wird nach der eingestellten Zeit erneut schauen, ob es ein Update der Liste gibt. Weitere Hinweise zum Ablaufdatum in Adblock findet man in der Adblock-FAQ {de}
|http://api.flattr.com/button/* Die eigentlichen beiden Filter beginnen erst unterhalb des „Ausrufezeichen-Abschnittes“. In diesem Beispiel werden alle Flattr-Icons geblockt
heise.de##.blogbottom Es wird der Abschnitt namens "blogbottom" auf der heise.de-Seite versteckt (nicht geblockt)

Hat man nun einen Namen, eventuelle Hinweise und Kommentare sowie ein Ablaufdatum eingegeben, muss man, da sich die Prüfsumme (Checksum) durch die Editierungen geändert hat, eine neue erstellen. Dazu bedient man sich am besten dem Perl-Skript von Wladimir Palant, dem Betreuer von Adblock, welches hier {dl} heruntergeladen werden kann. Man speichert es sich am besten im Homeverzeichnis ab und ruft es dann über den Befehl im Terminal [2]

perl addChecksum.pl name_der_eigenen_filterliste.txt 

auf (der Name der eigenen abgespeicherten Filterliste muss abgeändert werden). Abschließend kann man dann diese Textdatei z. B. per FTP auf einen Webspace seiner Wahl laden und die URL der hochgeladenen Filterliste wiederum in Adblock über "Filter -> Filterabonnement hinzufügen" aufnehmen.

Weitere Möglichkeiten

Die bisherigen Lösungen zielen auf einzelne Browser ab. Wenn man stattdessen eine browser-unabhängige Lösung einrichten möchte, können die jeweiligen Filterlisten auch konvertiert werden und als Regelwerk eines Proxyservers dienen.

BFilter

Der Artikel BFilter/Adblock-Plus-Liste beschreibt eine Lösung für den Proxy BFilter.

Privoxy

Eine ausführliche Beschreibung ist im Artikel Privoxy zu finden.

Kritik

Inhaltsfilter aller Art lösen zum Teil Diskussion darüber aus, ob die Blockierung von Werbung dazu führen könnte, dass werbefinanzierte Angebote stark zurückgehen (Beispiel {en}). Auch gibt es einige Websitebetreiber, die dazu übergegangen sind, die Nutzung von AdBlock zu erkennen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. So blenden einige Websites Warnmeldungen ein, die auf das Konzept der Werbefinanzierung hinweisen und um Fairness bitten. Andere Websites loggen Adblock-Nutzer zwangsweise aus, selbst wenn diese die Seite in ihre Whitelist eingetragen haben. Eine Abhilfe ist bisher nicht bekannt, sofern AdBlock nicht komplett entfernt werden soll.

Diese Revision wurde am 6. Januar 2012 23:42 von aasche erstellt.
Die folgenden Schlagworte wurden dem Artikel zugewiesen: Internet, Firefox, Chromium

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