Der Artikel befasst sich nur mit den Acer Aspire One der ersten Generation Aspire One A110(L/X) und Aspire One A150(L/X). Bei Anwendung auf andere Aspire-One-Modelle ist also Vorsicht geboten. Insgesamt ist der Artikel schlecht strukturiert, verwirrend und nicht immer wikikonform. Ergänzungen zu Problemen und Lösungen sollten zukünftig besser in den allgemeinen Artikel Netbooks einfließen.
Das Acer Aspire One ist eines von zahlreichen Netbooks, die zum Netbook-Boom erschienen sind. Ähnlich wie die meisten Hersteller setzt auch Acer auf den Intel Atom Prozessor. Auch der integrierte Chipsatz stammt von Intel. Das Acer Aspire One kommt mit einem 8,9" Display, integriertem WLAN, einer 10/100MBit LAN-Karte, einer integrierten Webcam, zwei Multicardreader-Slots, einem VGA-Ausgang, einem Mic-Eingang und einem Headphone-Ausgang daher.
Hier wird die Installation von Ubuntu Karmic Koala auf dem Aspire One und Aspire One L (mit der 8GB SSD) erklärt. Fast alles hier entstammt dem englischen Wiki
, wo man auch einige Punkte detailliert nachlesen kann.
Das Acer Aspire One funktioniert mit Ubuntu Karmic Koala (9.10) Out-of-the-box. Einige wenige Komponenten benötigen nur bei den Vorgängerversionen kleine Nacharbeiten.
Die Installation von Ubuntu auf dem Aspire One ist auf verschiedene Arten möglich. Ist ein ausreichend großer USB-Stick vorhanden (>= 1GB), ist der einfachste Weg der Installation den Stick boot-fähig zu machen und von diesem aus zu installieren. Siehe dazu Live-USB.
Der alternative Weg führt über ein externes CD/DVD-Laufwerk, welches über USB angeschlossen wird, oder eine Netzwerk-Installation per PXE-Boot. Letzteres hat den Vorteil, dass gleich die aktuellen Pakete installiert werden und somit ein langwieriges Distributions-Update entfällt.
Durch Drücken der F12-Taste im Bootscreen des Aspire One, kann das Boot-Device ausgewählt und die Ubuntu-Installation gestartet werden.
Falls sich die Fenster unter der Verwendung von Compiz nicht über den oberen Rand verschieben lassen, kann man folgende Einstellung für Compiz in einem Terminal treffen [3]
gconftool --set --type=bool /apps/compiz/plugins/move/allscreens/options/constrain_y false
Seit Ubuntu 9.10 gibt es ein schweres Problem mit dem Zugriff auf die Disk. Betroffen sind scheinbar kaum HDDs, aber vor allem SSDs, am meisten offenbar dann, wenn es sich um schnellere, nachgerüstete handelt (z.B. von SuperTalent). Symptome: Zuerst beim Installieren (im Partitionieren) und später bei jedem Booten kommt es zu merklichen Verzögerungen, die LED für den Plattenzugriff leuchtet, und eine Fehlermeldung mit einer HSM-Violation erscheint. Da in manchen Fällen nicht nur eine lästige Verzögerung eintritt (Bootup-Time bis zu 2:30 min!), sondern auch Schäden am Dateisystem, in manchen Fällen sogar an der SSD selbst vorkommen können, sollte man diesen Fehler ernst nehmen.
Zwei Optionen zur Lösung:
1) Workaround nutzen, wie im Bugreport hier
beschrieben: Vor, während und nach dem Installieren und nach jedem udev-Update die Datei devkit-disks.rules modifizieren.
2) Die Installation von 9.10 auf dieser Hardware vermeiden - und entweder auf 10.04 warten oder zurück zu Jaunty Jackalope switchen.
Alles funktioniert out of the Box. Auch der "Sleep Modus" beim Zuklappen des Deckels.
Ab Ubuntu 9.04 Jaunty Jackalope funktioniert auch der Ruhezustand im Allgemeinen ohne Probleme.
Wenn sich das Home-Verzeichnis auf einer Speicherkarte befindet, schlägt die Ausführung des Standby-Modus fehl. Es erscheint dann lediglich links oben der blinkende Cursor und das Betriebssystem hängt. Dieses Verhalten ist unabhängig vom verwendeten internen Speicherkartenleser.
Es empfiehlt sich daher, dass Home-Verzeichnis nicht auf einer Speicherkarte anzulegen. Wenn dies bereits geschehen ist, beispielsweise weil man es während der Installation so eingerichtet hat, kann der entsprechende Eintrag in der Datei fstab auskommentiert werden.
Achtung: Eine Anmeldung an die grafische Benutzeroberfläche ist dann nicht mehr möglich, das Home-Verzeichnis muss auf der Konsole kopiert werden.
Beim Aspire One 150 funktioniert der Ruhezustand ohne Probleme, auch und besonders mit uswsusp.
Die Energieverwaltung wird nicht 100%ig unterstützt. So funktioniert der Ruhezustand nicht. Auch gibt es mit einzelnen Hardware-Komponenten Probleme mit dem Schlafmodus (siehe Sound).
Das Booten von der SD-Karte ist nicht möglich.
ab Karmic Koala (Ubuntu 9.10) funktioniert die untenstehende Version über die /boot/grub/menu.lst nicht mehr , da diese Datei nicht mehr existiert.
Daher muss nun die neue /boot/grub/grub.cfg angepasst werden. Da diese permanent "read-only" ist und nicht editiert werden darf, wird dies über die /etc/default/grub und einem anschliessenden Update gemacht:
Dazu öffnet man die Datei /etc/default/grub mit Root-Rechten [4], sucht die Zeile welche mit "GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT=" beginnt und fügt hinter dem Gleichheitszeichen den Wert "pciehp.pciehp_force=1" hinzu. Beispiel vorher/nachher:
GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT="quiet splash" GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT="pciehp.pciehp_force=1 quiet splash"
Anschließend muss nur noch die Datei /boot/grub/grub.cfg neu generiert werden:
sudo update-grub2
Die ganze Prozedur lässt sich mit den folgenden Befehlen vereinfachen. (Der erste Befehl funktioniert nur auf einem System, bei welchem der Standardwert der Variable noch nicht geändert wurde. Deswegen unbedingt nachher das Ergebnis kontrollieren.)
sudo sed -i '/GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT/s/quiet splash/pciehp.pciehp_force=1 quiet splash/g' /etc/default/grub sudo update-grub2
Der erste Befehl fügt die Aktivierung des für ExpressCards zuständigen Hotplug-Modul pciehp als Kernelbootparameter hinzu, in dem er die Standard-Bootoption "quiet splash" um "pciehp.pciehp_force=1" erweitert. Der zweite Befehl führt das Update aus - nach einem System-Neustart funktioniert der rechte Kartenleser, auch wenn keine Karte beim Booten eingelegt war.)
Bis Ubuntu 9.04 (Jaunty Jackalope) werden der linke SD/HC Kartenleser und der rechte Multi-Kartenleser aktiviert, wenn beim Booten die Karte bereits eingesteckt ist. Probleme gibt es nur bei älteren Karten, die ggfs nicht mehr erkannt werden. Tipp vor dem Kauf ausprobieren!
Mit dem BIOS-Version 3309 funktioniert der linke Kartenleser ganz normal im laufenden Betrieb, egal ob mit eingelegter Karte gebootet wurde oder nicht. Der rechte Kartenleser funktioniert auf die gleiche Weise, wenn dem Kernel in /boot/grub/menu.lst folgende default boot option mit übergeben wird:
defoptions=pciehp.pciehp_force=1
Die Option ist bereits vorhandenen anzuhängen.
Der SD/HC-Kartenleser auf der linken Seite und der Multi-Kartenleser auf der rechten Seite des Netbooks sind standardmäßig bis Ubuntu 8.10 deaktiviert. Man kann sie mit folgendem Befehl aktivieren[3]:
modprobe pciehp pciehp_force=1
Um diesen Befehl bei jedem Systemstart auszuführen muss die oben genannte Zeile in die Datei /etc/rc.local mit Root-Rechten eingetragen werden[4]. Wichtig ist dass die Zeile vor
exit 0
eingetragen wird.
Die Steuerung des Lüfters per Software ist auf zwei Weisen möglich. Entweder durch Skripte (acerfand) oder durch ein Kernelmodul (acerhdf). Auf keinen Fall sollten beide Möglichkeiten gleichzeitig genutzt werden!
Mit acerhdf kann der Lüfter des Acer Aspire One automatisch und abhängig von der gemessenen Temperatur gesteuert werden. Dies wird durch ein Kernelmodul ermöglicht. Erfolgreich getestet wurde es ab 8.10, aber wahrscheinlich ist es auch in früheren Versionen möglich. Ab Karmic (9.10) ist es bereits als Kernelmodul enthalten (siehe unten).
Das Modul wurde von Peter Feuerer
geschrieben. Ausführliche Informationen zu acerhdf findet man auf der Homepage und in der README-Datei des Quellcode-Tarballs.
Mit Karmic ist das Modul bereits in der Version 0.5.16 (Release vom 2009-07-12) Bestandteil des Kernels und muss nicht extra kompiliert und installiert werden. Es sollte lediglich überprüft werden, ob das Modul (automatisch) beim Systemstart geladen wurde[3]:
$ lsmod | grep acerhdf acerhdf 7956 0
Falls dies nicht der Fall ist, acerhdf also nicht in der Ausgabe erscheint, sollte die vom Entwickler Peter Feuerer
genannte Möglichkeit, acerhdf bei Systemstart zu aktivieren, durch folgenden Einzeiler genutzt werden:
sudo sed -i '/exit 0/iecho -n "enabled" > /sys/class/thermal/thermal_zone0/mode' /etc/rc.local
Alternativ öffnet man die Datei /etc/rc.local mit Root-Rechten [4] und ergänzt die Zeile echo -n "enabled" > /sys/class/thermal/thermal_zone0/mode manuell vor der Zeile "exit 0" ein:
#!/bin/sh -e # [...] # By default this script does nothing. echo -n "enabled" > /sys/class/thermal/thermal_zone0/mode exit 0
Nach einem Systemneustart sollte die Ausgabe der Kernelmeldung
dmesg | grep acerhdf
wie folgt aussehen (die letzte Zeile bestätigt die Aktivierung!):
acerhdf: Acer Aspire One Fan driver, v.0.5.16 acerhdf: Fan control off, to enable do: acerhdf: echo -n "enabled" > /sys/class/thermal/thermal_zone0/mode acerhdf: kernel mode fan control ON
Die Konfiguration erfolgt wie weiter unten beschrieben, allerdings ist zu beachten, dass in dieser Version des Moduls die Temperaturen in 1000stel °C angegeben werden. Wollte man also den Lüfter vorher bei 68 °C einschalten lassen, hat man dort fanon=68 eingetragen. Dies muss nun auf fanon=68000 korrigiert werden. Sollte das Modul zum Zeitpunkt der Änderung schon geladen sein, muss man es einmal entfernen und neu laden[3][7]:
modprobe -r acerhdf ; modprobe acerhdf
Für weitere Optionen etc. siehe unten.
Da das Kernelmodul kompiliert werden muß, müssen dazu erst einmal die Voraussetzungen geschaffen werden. Es sind die Werkzeuge zum Kompilieren[5] und die richtigen Header[6] zu installieren. Das Kompilieren ist aber denkbar einfach und in wenigen Augenblick erledigt. Näheres zum Kompilieren findet sich unter Programme kompilieren[5], die Installation mittels checkinstall ist möglich und wird empfohlen.
Nach der Installation muß das Modul noch in den laufenden Kernel geladen[7] werden:
sudo modprobe acerhdf
Das Modul nimmt somit sofort seine Arbeit auf. Je nach aktueller Systemtemperatur stoppt auch gleich der Lüfter. Eventuelle Mitteilungen des Moduls beim Laden können abgefragt werden:
dmesg|grep acerhdf
Funktioniert das Modul, kann der aktuelle Zustand des Lüfters im Terminal[3] erfragt werden mit:
cat /sys/class/thermal/thermal_zone0/cdev0/cur_state
Die Temperatur erfährt man aus
cat /sys/class/thermal/thermal_zone0/temp
Soll das Modul bei jeden Start automatisch geladen werden, muß der Eintrag acerhdf noch /etc/modules hinzugefügt[4] werden.
Das Modul kann manuell durch Optionen beim Laden konfiguriert werden, z.B. durch
sudo modprobe acerhdf interval=5 fanon=65 fanoff=60
...oder (empfohlen) durch Hinzufügen einer Datei[4] mit Optionen zu /etc/modprobe.d/acerhdf.conf, z.B.:
options acerhdf interval=5 fanon=65 fanoff=60
Dabei beschreibt interval das Intervall, in dem die Temperatur abgefragt wird, fanon und fanoff die Schwellen, ab denen der Lüfter ein- bzw. ausgeschaltet wird. Der Standard für die drei Werte ist 10, 67 und 62.
Nähere Informationen können dem beiliegenden README.txt entnommen werden. Dabei bitte unbedingt die Warnhinweise zu den weiteren Optionen beachten.
Eine zu hohe Temperaturgrenze des Lüfters kann zu Beschädigung und Verbrennung des Systems führen!
Die Temperatur kann im Terminal[7] entweder als Einmalabfrage durch
cat /sys/class/thermal/thermal_zone0/temp
oder permanente Abfrage durch
watch --differences cat /sys/class/thermal/thermal_zone0/temp
beobachtet werden. Bei der permanenten Abfrage erfolgt der Abbruch mit STRG+C
Die permanente Temperaturanzeige auf dem Desktop-Panel ist auch durch das sensors-Applet möglich :
Anleitung für Ubuntu 9.10 (Karmic Koala)
Das Paket
sensors-applet
wird benötigt, damit werden automatisch alle 4 Pakete
hddtemp libsensors-applet-plugin0 libsensors4 lm-sensors sensors-applet
installiert und rund 1.8 MB freier Speicherplatz belegt.
Den automatischen Aufruf der HDD-Konfigurationsmenüs abbrechen, wenn man statt einer Festplatte (HDD) eine Solid State Disk (SSD) benutzt. Ansonsten bootet das System stark verzögert mit einer Fehlermeldung (da keine Festplatte vorhanden ist).
Anm.: Die mittels sensors-Applet optionale Anzeige der Festplatten-Temperatur ist bisher nicht vom WIKI-Autor getestet/dem WIKI-Autor bekannt geworden.
Das Applet muss zur Panelleiste hinzugefügt werden, indem man eine freie Stelle mit der rechten Maustaste erwischt und den Menuepunkt Zum Panel hinzufügen auswählt.
Das in Karmic Koala enthaltene coretemp-Modul ist leider immer noch fehlerhaft. Daher erscheint zuerst kein Temperaturwert in der Panelanzeige. Die Kernelmeldung dmesg | grep coretemp liefert "unknown cpu" für den im Aspire One verbauten ATOM-Prozessor. Daher kompiliert man sich das passende coretemp-Modul wie folgt :
mkdir $HOME/coretemp # Arbeitsverzeichnis erstellen cd coretemp # und ins Verzeichnis wechseln
In einem Editor wird dort die Datei coretemp.c erstellt, dazu den Inhalt von http://git.kernel.org/?p=linux/kernel/git/torvalds/linux-2.6.git;a=blob_plain;f=drivers/hwmon/coretemp.c;h=4c15ed7eb7865ea5d7390d13451fb46b690439a4;hb=708a62bcd5f699756bae81491e64648fbf19e2a4
kopieren man und speichert die damit erstellte Datei coretemp.c in das eben erstellte Arbeitsverzeichnis $HOME/coretemp.
Außerdem muß die Datei Makefile erstellt werden, folgenden Inhalt kopieren und einfügen und ebenfalls im Arbeitsverzeichnis abspeichern :
obj-m += coretemp.o all: make -C /lib/modules/$(shell uname -r)/build M=$(PWD) modules clean: make -C /lib/modules/$(shell uname -r)/build M=$(PWD) clean
Dann die Kompilierung starten :
make
Wenn die Kompilierung ohne Fehlermeldung durchgelaufen ist :
sudo mv $HOME/coretemp/coretemp.ko /lib/modules/$(''uname -r'')/kernel/drivers/hwmon/
sudo modprobe coretemp # coretemp-Modul laden und aktivieren
sudo sed -i '/lp/icoretemp' /etc/modules # coretemp-Modul beim Systemstart laden (Eintrag in /etc/modules) Ein erster Test mit :
sensors # Temperatur auf der Konsole anzeigen lassen
sollte in etwa so ausfallen :
coretemp-isa-0000 Adapter: ISA adapter Core 0: +43.0°C (crit = +90.0°C) coretemp-isa-0001 Adapter: ISA adapter Core 1: +43.0°C (crit = +90.0°C) acerhdf-virtual-0 Adapter: Virtual device temp1: +0.1°C (crit = +0.1°C)
Abschlussarbeiten :
cd # Arbeitsverzeichnis verlassen rm -r coretemp # Arbeitsverzeichnis löschen
Es muss das sensors-Applet noch angepasst werden (Aktivierung bzw. Änderung der Bezeichnung):
Damit die Temperatur mit acerhdf übereinstimmt, muss noch im Hardware-Monitor die Temperatur um 18 Grad verschoben werden.
Um Missverständnisse vorzubeugen : Der Lüfter wird nicht mit dem coretemp-Model oder dem sensor-Applet gesteuert, sondern mit dem acerhdf-Modul.
Ab Ubuntu 8.04 kann die Lüfterregelung für das Aspire One als Dienst (oder Daemon) acerfand folgendermaßen eingerichtet werden. Man benötigt folgendes Paket[2]:
dmidecode
Anschließend benötigt man zwei Skripte, das acer_ec.pl-Skript und ein Skript, welcher als Daemon im Hintergrund läuft, acerfand. Anschließend muss man die Berechtigung auf "ausführbar" stellen und sie ins Programmverzeichnis kopieren. Nun muss man das Skript acerfand (am besten automatisch beim Booten) starten. Folgende Befehle führen alle Aktionen in einem Terminal durch [3]
wget http://aceracpi.googlecode.com/svn/trunk/acer_ec/acer_ec.pl wget http://electronpusher.org/~rachel/acerfand # Skripte herunterladen chmod a+x acer_ec.pl acerfand # Dateiberechtigung auf ausführend stellen sudo cp acer_ec.pl acerfand /usr/local/bin # kopiert Skripte ins Prgrammverzeichnis sudo acerfand # startet das Skript sofort
In der Datei /etc/rc.local kann man nun den Eintrag
acerfand
in einer neuen Zeile ergänzen [4], so wird der Lüfter immer ab Systemstart geregelt. Wichtig ist nur, dass der Eintrag vor der Zeile
exit 0
eingefügt wird. Den Temperaturbereich kann man einstellen in dem man die Datei /etc/acerfand.conf erstellt und mit folgendem Inhalt füllt:
INTERVAL=5 FANOFF=60 FANAUTO=70
Wobei INTERVAL den Intervall der Temperaturprüfung in Sekunden einstellt, FANOFF die Temperatur in °C für das Ausschalten des Lüfters und FANOUT die Temperatur in °C für das Einschalten des Lüfters. Laut Datenblatt verträgt die CPU des Aspire One (Intel Atom) bis zu 99°C, bevor sie beschädigt werden könnte.
Eine zu hohe Temperaturgrenze des Lüfters kann zu Beschädigung und Verbrennung des Systems führen!
Aufgrund eines Bugs in Jaunty wird /etc/rc.local auf dem Terminal tty gestartet und sofort wieder beendet. Der Lüfter wird somit nicht mehr abgeschaltet. Um das Problem zu umgehen kann der Prozess in den Hintergrund verschoben werden, um ihn weiterlaufen lassen zu können. Das Skript würde also so aussehen:
#!/bin/sh -e # # rc.local # # This script is executed at the end of each multiuser runlevel. # Make sure that the script will "exit 0" on success or any other # value on error. # # In order to enable or disable this script just change the execution # bits. # # By default this script does nothing. start-stop-daemon --start --name acerfand --startas /usr/local/bin/acerfand --background exit 0
Außerdem muss das acerfand-Script bei Jaunty verändert werden: Die letzte Zeile muss von
govern &
zu
govern
geändert werden.
Weitere Hinweise zu den Problemen mit acerfand und Jaunty findet man in diesem Blogpost
.
Alles funktioniert out of the Box. Direkt nach dem Start ist der Sound aktiv und kann über die Tastatur geregelt werden.
Soundprobleme beheben
die ersten paar Sekunden Audio werden "verschluckt":
die Datei /etc/modprobe.d/alsa-base.conf mit
gksu gedit /etc/modprobe.d/alsa-base.conf
editieren und die Zeile options snd-hda-intel anpassen beziehungsweise neu anlegen
options snd-hda-intel power_save=0 power_save_controller=N
Microfon funktioniert im Audio-Recorder aber nicht in Skype:
Dazu den linken Kanal des Microfons auf 0 stellen und den rechten Kanal auf 100%.
Der Standard-Mixer Audio-Einstellungen hat jedoch keine Balance Regelung für das Microfon.
Deshalb im Terminal den alsamixer benutzen oder den pavucontrol Mixer nachinstallieren
pavucontrol
Mit Ubuntu 9.04 Jaunty Jackalope funktioniert der Sound von Haus aus problemlos.
Verantwortlich für die Ansteuerung der Soundkarte ist Alsa. Am besten wird die Soundkarte ab Version 1.0.18rc3 aufwärts von Alsa unterstützt.
Es gibt diverse Probleme mit der Soundkarte, die unter Linpus, dem original ausgeliefertem System, nicht auftreten.
Die Datei /etc/modprobe.d/alsa-base enthält Optionen für den Treiber, die eingestellt werden müssen (siehe Soundkarten installieren/HDA). Man öffnet die Datei mit Root-Rechten und fügt die Zeile options snd-hda-intel=XXX [4] ein, wobei XXX für auto bzw. acer steht.
Nun gibt es zwei Optionen:
options snd-hda-intel model=auto: Mit dieser Einstellung funktionieren die Lautsprecher nach dem Schlafmodus nicht, die externen Anschlüsse für Mikro und Kopfhörer aber tadellos. Das interne Mikro funktioniert.
options snd-hda-intel model=acer: Lautsprecher überstehen den Schlafmodus. Internes Mikro funktioniert nicht. Externe Kopfhörer funktionieren zwar, schalten aber beim Einstecken die Lautsprecher nicht ab.
Für die Option model=auto kann kann man den Alsa-Treiber vor dem Schlafmodus entladen und nach dem Aufwachen wieder laden. Der Ton funktioniert dann zwar, aber nur leise. Siehe Hierzu den Blogeintrag von rootserverexperiment
.
Die Webcam sollte sofort funktionieren. Ausprobieren kann man das mit dem Programm cheese [2] und VLC [2]. Die Initialisierung der Webcam kann einen Augenblick lang dauern.
Funktioniert out of the Box. LED leuchtet bei aktivem WLAN.
Das WLan funktioniert hier sofort. Wenn man möchte, dass die WLan-LED bei Aktivität leuchtet wird das folgende Paket benötigt [2]:
linux-backports-modules-jaunty
Ab Ubuntu 8.10 mit der Kernel-Version 2.6.27-7 wird folgendes Paket benötigt [2]:
linux-backports-modules-intrepid
Die Unterstützung für den Schalter funktioniert nicht direkt nach der Installation, die WLAN-LED erst ab dem Kernelupdate auf 2.6.27-14. Die WLAN-Karte kann man jedoch über das Network-Manager-Applet (nm-applet) aktivieren und deaktivieren (rechte Maustaste).
Manchmal scheint WLAN defekt zu sein: es werden zwar WLANs der Umgebung aufgelistet und das System versucht, eine Verbindung herzustellen, scheitert aber permanent. Abhilfe schafft hierbei ein Neustart oder die Installation des MadWifi-Treiber wie unten beschrieben.
Um den integrierten WLAN Chipsatz nutzen zu können, kann ein aktueller MadWifi-NG-Treiber verwendet werden. In den meisten Fällen bietet es sich an, auf das trunk-Repository des MadWifi-Projektes zurückzugreifen.
Grundlegend entspricht die Installation der Beschreibung auf MadWifi. Der passende Treiber wird mit Subversion heruntergeladen:
svn checkout http://svn.madwifi.org/madwifi/branches/madwifi-hal-0.10.5.6
Um die WLAN-LED zum Leuchten zu bringen, müssen folgende Zeilen der /etc/rc.local mit Root-Rechten hinzugefügt werden:
sysctl -w dev.wifi0.ledpin=3 sysctl -w dev.wifi0.softled=1
Damit blinkt die WLAN-LED ähnlich wie eine normale Netzwerkkarte.
Sobald diese befehle durchgelaufen sind, muss der Rechner neu gestartet werden. Wenn alles geklappt hat, kann der GNOME-Network-Manager genutzt werden, um die benötigten WLAN-Einstellungen zu treffen.
Im Idealfall bekommt man direkt alle WLANs in der Umgebung angezeigt:

Vielleicht hilft auch ein neuer Kernel die Probleme zu lösen. Kuki-Linux bietet auf Basis von Ubuntu ein eigenes für den Acer Aspire One konzipiertes Linux mit XFCE Oberfläche an. Dort kann aber auch nur der Kernel nebst Header heruntergeladen werden, der problemlos auch unter Ubuntu eingegliedert werden kann.
Sollten Probleme bei der Video Wiedergabe auftreten (ruckeln): Terminal:
$ sudo dpkg-reconfigure xserver-xorg
1. Frage:
Use kernel framebuffer device interface?
--> YES
--> Logout -> Login Lösung von http://forum.ubuntuusers.de/post/2110515/
Folgende Artikel beschäftigen sich mit dem beschleunigen des Systems:
Nicht jeder Vorschlag aus den genannten Artikeln lässt sich umsetzen, da z.T. von einer anderen Hardware ausgegangen wird. Trotzdem lassen sich einige Punkte gut anwenden.
Momentan werden Erweiterungen für die GNOME-Oberfläche entwickelt, die die Verwendung auf Netbooks vereinfachen sollen. Der sogenannte Ubuntu Netbook Remix bietet z.B. eine vereinfachte Startoberfläche ähnlich der, die mit dem das original Ubuntu ausgeliefert wird.
Es gibt die Möglichkeit, den intern verbauten SSD-Speicherchip gegen eine 1,8 Zoll Festplatte oder über einen Adapter mit einer Compact Flash Karte zu wechseln. Darüberhinaus werden auch SSD-Speicherchips mit deutlich höheren Leistungsdaten für den AAO vertrieben (Super Talent FEM32GF13M mit 32GB).
| Acer Aspire One | |
| 150 L | |
| Bildschirm | 8.9" WSVGA hochauflösendes TFT LCD, Auflösung: 1024 x 600, 262.000 Farben |
| CPU | Intel® Atom™ Prozessor N270 1.60 GHz |
| RAM | 1024 MB SDRAM |
| HD | 120 GB HDD |
| Sonstiges | WLAN,LAN,Multi-in-1 Card Reader,3x USB 2.0,1 x Lautsprecher/Kopfhörer Line-out,1xLine-in/Mikrofon |
| 110 L | |
| Bildschirm | 8.9" WSVGA hochauflösendes TFT LCD, Auflösung: 1024 x 600, 262.000 Farben |
| CPU | Intel® Atom™ Prozessor N270 1.60 GHz |
| RAM | 512 MB SDRAM |
| HD | 8 GB SSD |
| Sonstiges | WLAN,LAN,Multi-in-1 Card Reader,3x USB 2.0,1 x Lautsprecher/Kopfhörer Line-out,1xLine-in/Mikrofon |
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von Heinrich Schwietering erstellt.
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